Haftpflicht - Unfall - Kasko

Praktische Erfahrungen mit der Versicherungswirtschaft
bei der Unfallschadenregulierung

Niederländische MWST ist bei fiktiver Abrechnung erstattungsfähig!

Bei der Abrechnung von Unfällen im Ausland wird häufig übersehen, dass die dortige Umsatzsteuer nach dortigem Recht auch bei fiktiver Abrechnung erstattungsfähig sein kann. Anders als in Deutschland besteht beispielsweise in den Niederlanden keine der Vorschrift des § 249 Abs. 2 S. 2 BGB entsprechende Norm. Dies hat beispielsweise das Amtsgericht in Gronau in einer Entscheidung vom 15. Dezember 2011 rechtskräftig entschieden. In seinem Urteil vom 15. Dezember 2011 Az. 1 C 243/10 führt das Gericht unter anderem wie folgt aus:… Nach dem maßgeblichen niederländischen Haftungsrecht sind sowohl bei Reparatur als auch bei der Abrechnung auf Gutachten – oder Kostenvoranschlagsbasis die Mehrwertsteuerbeträge zu erstatten (vergleiche Ludovisy/Eggert/Bohmerhoff, Praxis des Straßenverkehrsrechts, 5. Auflage 2011, Rd. 499 zum niederländischen Unfallhaftungsrecht). ….
Bei der Abrechnung mit deutschen Korrespondenzversicherungen stellen wir in der letzten Zeit immer häufiger fest, dass diese versuchen die Umsatzsteuer nicht zu zahlen.

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Wieder das AG Nürnberg: Die betroffene Versicherung wird zur Zahlung weiterer Mietwagenkosten auf der Basis der Schwackeliste verurteilt

Mit Urteil vom 22.12.2011 (25 C 6672/11) hat das AG Nürnberg die beteiligte Versicherung zur Zahlung weiterer Mietwagenkosten in Höhe von 498,14 € zzgl. Zinsen verurteilt. Die Schwacke-Liste kommt zur Anwendung, die Fraunhofer Liste nicht. Nach dem hier bei Captain-HUK eingestellten Urteil einer anderen Abteilung des AG Nürnberg finden sich auch in der Begründung dieses Urteils die dogmatischen Ansätze hervorragend herausgearbeitet. Das AG Nürnberg als Keimzelle einer überzeugenden Mietwagen-Rechtssprechung? Zu wünschen wäre es….

Nachfolgend die wichtigsten Auszüge aus dem Urteil:

Tatbestand

Die Parteien streiten um restliche Mietwagenkosten aus einem Verkehrsunfall am xx.xx.2011 in Nürnberg auf der …….. Die alleinige Haftung des Beklagten steht dem Grunde nach außer Streit.

Das klägerische Fahrzeug fällt in die Mietwagengruppe 6. Für den Zeitraum der Reparatur vom 22.3.-29.3.2011 mietete die Klägerin bei der Firma X ein Mietfahrzeug zu einem Gesamtbetrag von 938,14 EUR an. Dort hat sie das Fahrzeug auch gekauft und reparieren lassen. Das Fahrzeug war mit Winterreifen ausgestattet. Das klägerische Fahrzeug war zum Unfallzeitpunkt auch vollkaskoversichert.

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50. Verkehrsgerichtstag in Goslar 25.01-27.01.2012

Verkehrsgerichtstag in Goslar, wichtig für Sachverständige.

Wiedereinmal ist es soweit. In Goslar werden über  wichtige Sachverständigen Fragen abgestimmt. Daher sollten, so viel Sachverständige, wie möglich, sich im Arbeitskreis IV anmelden. Wem es nicht bekannt ist, nochmals der Hinweis, dass jeder Teilnehmer im Arbeitskreis, eine Stimme hat. Zu beachten ist auch, das hier und da Geriche, sowie Politik auf Entscheidungen des Verkehrsgerichtstags zurückgreifen.

Arbeitskreis IV:        Der Kfz-Sachverständige in der Unfallregulierung

- Qualifizierung und Zertifizierung -

- Fragen der Unabhängigkeit -

- Qualität und Kosten des Gutachtens -

also Mitstreiter meldet euch so schnell wie möglich auf der Internetseite des Verkehrsgerichtstags an,nur gemeinsam sind wir stark

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***Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr***

wünscht die Captain HUK Crew allen Lesern und verabschiedet sich damit in den Weihnachtsurlaub.

Die “Pforten” von Captain HUK sind zwar auch zwischen den Jahren “geöffnet”.
Kommentare können jedoch erst wieder im neuen Jahr abgegeben werden.

Allen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einige ruhige Tage zwischen den Jahren.

Im neuen Jahr geht es dann in alter/neuer Frische weiter.

Viele Grüße von der Captain HUK Redaktion.

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Wüstenrot tappt in die Sex-Falle

Quelle: Spiegel Online -  Maria Marquart – vom 12.12.2011

Erst Ergo, jetzt Wüstenrot: Vertreter der Bausparkasse hatten Sex auf einem Firmentrip, vergnügten sich in einem brasilianischen Bordell. Das Unternehmen bemüht sich um Schadensbegrenzung, doch das PR-Desaster ist perfekt.

Hamburg – “Der Vorsorge-Spezialist” – mit diesem Slogan wirbt der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische. Doch so mancher Manager dort dürfte sich ärgern, dass die Bausparkasse Wüstenrot nicht in eigener Sache besser vorgesorgt hat. Denn eine großzügige Reise für Mitarbeiter bringt das Unternehmen nun in Verlegenheit. Laut einem Bericht des “Handelsblatts” nutzten ausgerechnet einige der erfolgreichsten Vertriebsmitarbeiter einen Trip nach Brasilien, um sich dort in einem Bordell zu vergnügen.

Erinnerungen an den Sexparty-Skandal der Ergo -Tochter Hamburg-Mannheimer (HMI) werden wach.

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kaputt (gemachte)e Märkte

Hallo Mitstreiter

Ich habe einen sehr schönen Artikel gefunden dieser lautet

kaputt (gemachte) Märkte

7. Autohaus Schadenforum

Drei der ranghöchsten Vertreter des Karosserie und Fahrzeugbau Handwerks auf europäischer und weltweiter Ebene legten in Potsdam am Beispiel der Niederlande sowie Großbritanniens und weiter internationaler Märkte schonungslos aktuelle Fehlentwicklung in der Schadenswelt offen. Der komplette Artikel ist unter folgendem Link zu finden:

Autohaus Online.de

Hier wird deutlich was daraus folgt, wenn Werkstätten sich dem Diktat der Versicherungswirtschaft unterwerfen. Jedem dürfte wohl einleuchten dass das Hauptinteresse der Versicherungswirtschaft darin liegt soviel Gewinn wie möglich zu erwirtschaften damit die Aktionäre zufrieden sind.

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DEKRA – soziales Engagement hat seinen Preis

Die Bundesregierung schafft die Ein-Euro-Jobber  zum Anfang des Jahres 2012 ab. Der Hintergrund, der Zivildienst musste mit der Abschaffung der Wehrpflicht eingestellt werden.  An deren Stelle treten jetzt Soziale Dienste, welche z.B. auch von Kommunen und Sportvereinen in Anspruch  genommen werden können. Inwieweit hier die Finanzierungen (Aufwandsentschädigungen seitens der ARGE) aussehen, weiss ich noch nicht.

Fakt ist, bei der “Beschäftigung” von Ein-Euro-Jobbern gab es neben dem Null-Lohn-Faktor,  Zuschüsse  für Materialaufwendungen. Wollte die DEKRA das Projekt weiterführen,  müsste jetzt eigenes Geld in die Hand genommen werden. Ein kleiner Teil des Geldes, welches bereits  z.B. in den Kauf von Prüf- u. Sachverständigen-Organisationen in aller Welt investiert wurde? Oder Geld, dass aufgrund von Billig-Honoraren erst gar nicht eingenommen wurde?

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Hat die HUK-Coburg wieder einmal mehr “nicht schlecht” auf Kosten der Allgemeinheit gelebt? Der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert Fördermittelvergabe von 3 Millionen Euro

Was man bei der HUK-Coburg alles so für “unangemessen” hält, wenn es um die Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten geht, davon können wir täglich ein Lied singen. Auch die HUK-sche Firmenphilosophie – billige Einstiegsprämien zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, finanziert auf Kosten und zu Lasten Dritter, ließe sich immer wieder beispielhaft darstellen.

Der Vorwurf, die Bürger im eigenen Bundesland mal so eben um drei Millionen Euro erleichtert zu haben, das zeugt dann doch von einer neuen Dimension mangelndem Rechtsbewusstsein.

Quelle: Radio-Plassenburg vom o8.12.2011

Radio-Plassenburg fragt:

Hat die HUK Coburg zu Unrecht drei Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen bekommen? Der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert in seinem Jahresbericht die Vergabe von Zuschüssen an die HUK.

und beruft sich dabei auf den Nordbayerischen Kurier.

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Der Willi hat die Tausend voll !

Eintausend (1.000!) Beiträge veröffentlicht durch Willi Wacker bei Captain HUK in nur 4 1/2 Jahren

!! Herzlichen Glückwunsch lieber Willi !!

Seit etwas mehr als  5 1/2 Jahren (März 2006) gibt es den Internet-Blog Captain HUK. Ein Zusammenschluß von ehrenamtlich tätigen Verkehrsrechtsanwälten und Kfz-Sachverständigen zur Bekämpfung des rechtswidrigen Schadensmanagements vieler Versicherer. Wer hätte am Anfang gedacht, was sich daraus alles entwickelt? Inzwischen gibt es im Blog mehr als 3.200 Beiträge und über 17.000 Kommentare. Aufgrund des umfangreichen Angebots ist der Leserkreis von Captain HUK inzwischen in alle Bereiche der Schadensabwicklung verzweigt, so dass die Aussichten für Geschädigte, den rechtmäßigen Schadensersatz zu bekommen, gegenüber der Ära vor Captain HUK, deutlich gestiegen sind. Notfalls eben bei Gericht, wobei das Prozessrisiko  durch die umfangreichen Urteilslisten und Volltextveröffentlichungen überschaubar geworden ist.

Geschädigte, Sachverständige, Rechtsanwälte, Richter aber auch Versicherungsmitarbeiter gehören inzwischen zu unseren Stammlesern und sind auch dadurch recht umfangreich informiert über die wesentlichen Grundlagen einer ordnungsgemäßen Schadensregulierung auf Grundlage der bestehenden Gesetzeslage und der überwiegenden Rechtsprechung. Fehlinterpretationen von Versicherern sowie unrechtmäßige Schadensverkürzungen laufen hierdurch zunehmend ins Leere.

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Die freie Wahl des Sachverständigen durch den Geschädigten – eigentlich eine schadensersatzrechtliche Banalität.

Hallo verehrte Captain-Huk-Leser!

Nun ist er da, der 1.000. Beitrag von mir für diesen Blog. Bisher hat es immer Spass gemacht, durch eingestellte Urteile das rechtswidrige Regulierungsverhalten der Kfz-Haftpflichtveresicherer darzustellen. Vielleicht kann sich der ein oder andere Leser noch an meine Worte zum 500. Beitrag erinnern. Wie schnell ist die Zeit vergangen. Aber die Versicherer – und allen voran die HUK-Coburg – zwingen ja tagtäglich zu Beiträgen. So war auch vor kurzem eine Frage  an mich herangetragen worden, ob der Haftpflichtversicherer den Gutachter bestimmen könne. Die Kundin eines Sachverständigen habe von der eintrittspflichtigen Kfz-Haftpflichtversicherung einen Anruf erhalten des Inhalts, dass das Gutachten durch den Sachverständigen XY am Ort erstellt werden müsse. Der Geschädigte müsse den preiswertesten Gutachter am Ort auswählen, wenn ihm nicht die Verletzung der Schadensminderungspflicht vorgeworfen werden soll. Diese Ansicht des Sachbearbeiters der Kfz-Haftpflichtversicherung ist natürlich falsch. Nachstehend daher ein wieder aktuell gewordener Beitrag zum Schadensersatzrecht. Der Geschädigte hat nämlich das Recht der freien Gutachterwahl. Also dieses Mal kein Urteil zum 1000. Beitrag von mir, sondern ein Beitrag.

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