Haftpflicht - Unfall - Kasko

Praktische Erfahrungen mit der Versicherungswirtschaft
bei der Unfallschadenregulierung

Wichtige Information für Lay Car und Ineas Versicherte.

Quelle: beck-aktuell vom 09.08.2010

50.000 Kunden von LadyCarOnline und Ineas brauchen bis Ende August neuen Versicherungsschutz

Kfz-Versicherungsverträge, die bei der niederländischen Versicherung IIC unter dem Namen Ineas oder LadyCarOnline abgeschlossen wurden, enden mit Ablauf des 31.08.2010. Dies hat ein niederländisches Gericht im Notverwaltungsverfahren entschieden. 50.000 Kunden müssen sich nun um gültigen Versicherungsschutz kümmern – ansonsten machen sie sich strafbar. Bis zum 01.09.2010 müssen die Betroffenen bei einer anderen Gesellschaft versichert sein und dies der Zulassungsstelle mitteilen.

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Hilfe für Ineas-Versicherte in Sicht?

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg besteht doch ein Sonderkündigungsrecht der Ineas-Versicherungsnehmer.

Doch nicht so gute Nachrichten hinsichtlich der Auszahlung der Entschädigungsleistung bei Kaskoschäden bei dem niederländischen Versicherer Ineas. Bei Haftpflichtschäden sieht es etwas besser aus. So berichtet die Verbraucherzentrale in Baden-Württemberg.

Kunden des unter Notverwaltung stehenden niederländischen Versicherers Ineas haben aus Sicht der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nicht mehr den vertraglich vereinbarten Versicherungsschutz und können von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Denn Ineas verweise bei Haftpflichtschäden auf den Garantiefonds der Verkehrsopferhilfe. Das bedeute eine Begrenzung der Haftungssumme auf 7,5 Millionen Euro für Personenschäden. Zudem könne eine Eigenbeteiligung bis zu 2.500 Euro anfallen, heißt es in einem Schreiben der Verbraucherzentrale vom 03.08.2010.

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Insolvente Versicherer erlauben kein Sonderkündigungsrecht.

Quelle: t-online.de, AFP

Zwei von der Pleite bedrohte Kfz-Versicherer wollen ihre Kunden nicht kündigen lassen. Ein außerordentliches Kündigungsrecht bestehe nicht, erklären die Versicherer Ineas und Lady Car Online auf ihrer Internetseite, wie der Bund der Versicherten (BdV) mitteilte. Die beiden Versicherer, die selbst womöglich nicht mehr für Schäden ihrer Mitglieder aufkommen können, raten dazu, eine zweite Kasko-Versicherung abzuschließen und damit dann die Kfz-Versicherung teils doppelt zu bezahlen.

 

Kunden sollen doppelt zahlen

Der Bund der Versicherten kritisierte die Erklärungen der Versicherer scharf. “Mehr Kunden-Verhöhnung geht nicht”, erklärte Lilo Blunck. Der BdV fügte hinzu, kaum ein Experte zweifle noch daran, dass Kunden einer Versicherung in Geldnot ein Recht auf Sonderkündigung hätten. Versicherungsombudsmann Günter Hirsch, der für die Vermittlung in Streitfällen von Versicherungen und Kunden zuständig ist, sei dieser Ansicht, teilte der BdV mit. Sowohl Verbraucherzentralen auch als der ADAC weisen auf das Sonderkündigungsrecht hin.

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Weiterer niederländischer Kfz-Versicherer in finanzieller Bedrängnis.

Quelle: t-online.de, AFP

23.07.2010, 14:50 Uhr | AFP, t-online.de

Versicherungspleite bringt Autofahrer in Bredouille

Angesichts der drohenden Pleite von zwei Kfz-Versicherern stecken zehntausende deutsche Autofahrer in der Klemme: Sollten die rund 50.000 Kunden der Versicherungen Ineas und Lady Car Online einen selbst verschuldeten Unfall haben, drohen den Versicherten hohe Kosten. Nur bei Haftpflichtschäden hilft derzeit ein Notfallfonds. Bei Kaskoschäden am eigenen Auto könnten die Versicherten allerdings auf den Kosten sitzen bleiben. Verbrauscherschützer raten deshalb zur Kündigung und dem Wechsel zu einer anderen Kfz-Versicherung. Manche Versicherer haben auch bereits unbürokratische Hilfe angeboten.

Haftpflichtschäden: Maximal 2500 Euro Kosten möglich

Für Haftpflichtschäden müssen die Kunden laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen Antrag bei der Verkehrsopferhilfe in Aachen stellen, dem Garantiefonds der Kfz-Versicherer. Immerhin reguliert die Verkehrsopferhilfe Schäden bis zur Mindestdeckungssumme von bis zu 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden und eine Million Euro bei Sachschäden je Schadensfall. Der Verein kann aber Auslagen bis zu einer Höhe von 2.500 Euro von den Ineas-Kunden zurückfordern.

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Betrogene Versicherte und zerstörte Existenzen – einzig zum Wohle der Kfz-Versicherer

“Der gefesselte Autoverkäufer” hielt dieser Tage Einzug in meine Tageszeitung. Hier geht die HUK Coburg noch einen Schritt weiter. Geschickt suggeriert die HUK Coburg Versicherung dem geneigten Leser – teure Inspektionen, die müssen nicht sein und wirft die Frage auf:

“Warum sollten nicht auch andere Werkstätten die Arbeit erledigen, die ihre Leistung oft viel günstiger anbieten, wenn sie über entsprechende fachliche Kompetenz verfügen?”

Ein  neues Betätigungsfeld wird sodann anvisiert – Übernahme der Garantie und Durchführung der Inspektion in einer Reihe vom Versicherer empfohlenen, preisgünstigen Werkstätten. Mut zum neuen Vorhaben, so heißt es weiter, schöpft die HUK-Coburg aus dem bereits laufenden “Schadenmanagement der Versicherer”, mit dem sie sich bereits mit der Automobilindustrie angelegt hat. Fettes Reparaturgeschäft, das muss doch nicht sein

“schon um die Versicherungsbeiträge in Grenzen zu halten”.

Zeitlich passend, beschäftigt sich, wie bereits von Buschtrommler verlinkt, auch der Internet-Auftritt www.autohaus.de mit der immer größer werdenen Not von Partnerwerkstätten (der Versicherer):

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