Haftpflicht - Unfall - Kasko

Praktische Erfahrungen mit der Versicherungswirtschaft
bei der Unfallschadenregulierung

Wie Versicherungen Kunden systematisch abzocken

Quelle: Welt Online – Anja Krüger – vom 31.03.2012

Angstmache, falsche Versprechungen, unterlassene Hilfe im Ernstfall – verzweifelte Kunden berichten von den Tücken der Versicherungsunternehmen. Nordrhein-Westfalen ist eine Hochburg der Abzocke.

Hart hat Uwe Steinhardt für sein Häuschen gearbeitet. “Zu verkaufen” steht über dem Schild, das in die Gasse in Werne-Stockum zeigt. Am Ende der kleinen Straße wohnen er und seine Frau. Noch. Das Paar – die erwachsenen Kinder sind ausgezogen – will nicht warten, bis die Zwangsversteigerung droht.

Schon immer waren die Steinhardts vorausschauend, schon immer gingen sie lieber auf Nummer sicher. Sie versicherten sich gut. Dachten sie jedenfalls. Bis Uwe Steinhardt einen Unfall hatte. Nun machen die beiden die bittere Erfahrung, dass ihr vermeintliches Sicherheitsnetz sie nicht auffängt. “Wenn die Versicherung nicht zahlt, lebe ich in einigen Jahren von Hartz IV”, fürchtet Steinhardt.

Weiterlesen >>>>>

Abgelegt in Allgemein, DEBEKA Versicherung, Netzfundstücke, Personenschäden, Unglaubliches, VERSICHERUNGEN >>>>, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

“Kleines Tohuwabohu” bei der DEVK Versicherung mit Folgen nach Unterlassungsverfahren wegen geschäftsschädigender Äußerungen im Wiederholungsfall

Bei dem folgenden Fall, der uns wieder von einem engagierten Sachverständigen zugeleitet wurde, kann man unschwer erkennen, wie bereits bei einem relativ “kleinen Versicherer” kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen.

Im Beitrag vom 23.11.2011 hatten wir einen Fall geschildert, bei dem die  DEVK Versicherung zur Unterlassung geschäftsschädigender Äußerungen durch das Landgericht Düsseldorf verurteilt wurde, die die DEVK gegenüber Dritten zum Nachteil des Kfz-Sachverständigen verbreitet hatte. Bei den Äußerungen der DEVK handle es sich demnach um einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb, verletze die Geschäftsehre und stelle eine Kreditgefährdung des Kfz-Sachverständigen sowie einen mitelbaren Boykott dar (LG Düsseldorf Az.: 12 O 273/10 vom 29.09.2010).

Die DEVK hatte bereits am 02.07.2010 die entsprechenden Fachabteilungen per Rundschreiben über das laufende Unterlassungsverfahren informiert und dann per Mail am 04.11.2010 die zuständigen Mitarbeiter darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Behauptungen, die Gegenstand des Verfahrens waren, künftig zu unterbleiben haben, da die DEVK durch das LG Düsseldorf rechtskräftig zur Unterlassung verurteilt wurde.

(weiterlesen …)

Abgelegt in Das Allerletzte!, DEVK Versicherung, Haftpflichtschaden, Kaskoschaden, Unglaubliches, Unterlassung, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Wenn der Amtsrichter nicht mehr weiter weiß, ……

….. gibt er die Entscheidung darüber, ob das Sachverständigengutachten – wie von der HUK-Coburg behauptet – “unangemessen” hoch ist, in die Hände eines Sachverständigen.

Streitwert: ca. 250,00 €

Gutachterkostenvorschuss: 1.000,00 €

Zunächst hatte das Gericht einen Vergleich angeregt, dem der Sachverständige nicht zugestimmt hat. Basis dieses Vergleiches sollte das “Gesprächsergebnis BVSK – HUK-Coburg sein, “wohlwissend, dass es sich dabei keinesfalls um eine verbindliche Abrechnungsgrundlage handele”, so das Gericht, dies obwohl sämtliche Fakten vorlagen.

Das Gutachten liegt nunmehr vor mit dem Ergebnis, dass der Sachverständige (selbst Kfz-Sachverständiger) das “Gesprächsergebnis des BVSK mit der HUK” als eine “grobe Richtlinie” für die Höhe des Sachverständigenhonorars erachtet. Danach kommt der gerichtliche Sachverständige zu dem Ergebnis, dass das Grundhonorar trotz geringer Abweichung in Höhe von 7,60 € nach oben als angemessen zu betrachten ist.

(weiterlesen …)

Abgelegt in Abtretung, Bagatellschaden, Haftpflichtschaden, HUK-Coburg Versicherung, Sachverständigenhonorar, Urteile, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Wenns nichts kostet, nimmts die Versicherung

Manchmal haben Versicherer schlaue Einfälle. Vor allem der Versicherer, der irgendwann in den letzten Jahren seine Ü-Punkte verloren hat…

Ich habe für meine Kundin ein Haftpflichtschadengutachten erstattet. Da der Unfallhergang noch streitig ist, wird nunmehr zunächst mit der eigenen Vollkasko abgerechnet und danach werden bei der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die noch offenen Positionen geltend gemacht.

Nun schreibt mich die Kasko-Versicherung an, dass sie die Reparaturrechnung von der Werkstatt erhalten habe und ich diese doch bitte unter Kasko-Gesichtspunkten prüfen möge. Nun schaue ich mal in meine Buchhaltung und stelle fest, dass meine Honorarrechnung zum Gutachten noch nicht bezahlt ist und damit schon gar nicht von der Versicherung.

Also erlaube ich mir den kurzen Hinweis, dass ich
a) zunächst meine Kundin anschreibe und mir die Bestätigung einhole, dass ich in diesem Fall für den Kasko-Versicherer tätig werden darf und
b) eine Kostenübernahmezusage für die in Auftrag gegebene Tätigkeit haben möchte.

(weiterlesen …)

Abgelegt in Haftpflichtschaden, Kaskoschaden, Rechnungsprüfung, VERSICHERUNGEN >>>>, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Zweistellige Klickerlöse – Autoversicherer schütten Google mit Geld zu

Der folgende Beitrag in der FTD ist wieder ein typisches Beispiel dafür, wie die Vorstände der Versicherungsunternehmen die Gelder der Versichertengemeinschaft ungeniert “verplempern”. Zur Anwerbung neuer Kunden über das Internet werden bei Google “Klick-Beträge” ausgegeben, die in keinem Verhältnis zu den jeweiligen Einnahmen stehen und demnach von allen Versicherten mitgetragen werden müssen. Hintergrund ist der Kampf der Onlineportale um Marktanteile, wie z.B. Check24 gegen das Portal Transparo (vormals Aspect Online). Betreiber des Online-Portals Transparo sind übrigens die Talanx, die HUK Coburg Versicherung und die WGV Versicherung.
Objektive Tarifvergleiche kann man von keinem der Portale erwarten, da nur die jeweils engagierten Versicherungsunternehmen bei den Vergleichsportalen genannt werden. Vergleichsportale sind demnach nichts weiter als ein verlängerter Werbearm diverser Versicherungsunternehmen. (Tot)lachende Dritte bei dieser Schlacht um den letzten Kunden sind die Betreiber der Suchmaschine Google. Dort landen letztendlich die Gelder der “Umverteilung”. Der (hirnlose?) Wahn um Marktanteile über das Internet um jeden Preis ist also voll im Gange.

(weiterlesen …)

Abgelegt in Allianz Versicherung, Das Allerletzte!, HUK-Coburg Versicherung, Netzfundstücke, Talanx Versicherung, Unglaubliches, VERSICHERUNGEN >>>>, WGV Versicherung, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Die Politik dankt dem Privatsektor – 1.000.000.000 Euro + X pro Jahr ab 31.10.2012 weniger aus Lebensversicherungen

Die Risiken der jetzigen und zukünftigen Rettungspakete werden seitens der Parlamentarier bekanntlich dem Steuerzahler aufgebürdet. Da jedoch der sogenannte “Privatsektor”, unsere Banken und Versicherer, durch den Kauf von Staatsanleihen sog. Pleitestaaten ebenfalls mit im Boot sitzen, diese auf 53,3 Prozent ihrer Rückzahlungsansprüche (freiwilliger Schuldenschnitt) wie gerade beim Hilfspaket für Griechenland verzichten sollen, ist es nun wohl eine bereits ausgemachte Sache, den/uns Inhabern von Lebensversicherungen zusätzlich in die Tasche zu greifen.

Unsere Kabinettsmitglieder tanzten augenscheinlich nach dem Klavier von Rolf Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV), indem sie kürzlich eine Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes auf den Weg brachten? Den Inhabern von Lebensversicherungen soll künftig ein geringerer Teil an den Bewertungsreserven zustehen. Passiert diese Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes den Bundesrat unbeanstandet, werden ab dem 31. Oktober 2012 mehr als 1 Mrd. Euro pro Jahr der bei Vertragsabschluss vereinbarten Beträge nicht mehr zur Auszahlung kommen. Wann wurde eigentlich bei ARD und ZDF darüber berichtet?

(weiterlesen …)

Abgelegt in Allgemein, Das Allerletzte!, Netzfundstücke, Unglaubliches, VERSICHERUNGEN >>>>, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Schadensmanagement à la WGV-Versicherung AG

Hier ein aktuelles Schreiben der WGV-Versicherung AG an den Geschädigten vom Februar 2012:

Sehr geehrter Herr … ,

das bei uns versicherte Fahrzeug ist an einem Unfall beteiligt.

Bitte rufen Sie uns, sofern noch nicht geschehen, unter oben genannter Servicenummer an, damit wir das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen können.

Gegebenenfalls werden wir einen Sachverständigen mit der Besichtigung des Schadens beauftragen.

Bitte helfen Sie uns und geben Sie immer die oben genannte Schadennummer an.

Sie wollen ohne großen Zeitaufwand Ihren Schaden am PKW erledigt haben und dabei ein PLUS an Service erhalten?

Wir haben das Passende für Sie; unser WGV-Reparatur-Service-Paket!

Bei Reparatur in einer WGV-Partnerwerkstatt vermitteln wir Ihnen folgende Leistungen:

(weiterlesen …)

Abgelegt in Das Allerletzte!, Haftpflichtschaden, Mietwagenkosten, Sachverständigenhonorar, Unglaubliches, WGV Versicherung, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Der Deutschlandfunk als Wegbereiter für die Kasko-Versicherung mit Werkstattbindung

In seinem “Verbrauchertipp” vom 24.02.2012 hat sich der Deutschlandfunk als Sprachrohr für die Versicherungsbranche dargestellt, dies in trauter Zusammenarbeit mit der “Stiftung Warentest”. Wohlgemerkt: die Stiftung hat keinen Test vorgenommen, insbesondere keinen Test von Werkstätten mit Partnerverträgen.

Hier der Bericht noch einmal in schriftlicher Form:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1682085/

Abgelegt in Das Allerletzte!, Kaskoschaden, Netzfundstücke, TV - Presse, VERSICHERUNGEN >>>>, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Niederländische MWST ist bei fiktiver Abrechnung erstattungsfähig!

Bei der Abrechnung von Unfällen im Ausland wird häufig übersehen, dass die dortige Umsatzsteuer nach dortigem Recht auch bei fiktiver Abrechnung erstattungsfähig sein kann. Anders als in Deutschland besteht beispielsweise in den Niederlanden keine der Vorschrift des § 249 Abs. 2 S. 2 BGB entsprechende Norm. Dies hat beispielsweise das Amtsgericht in Gronau in einer Entscheidung vom 15. Dezember 2011 rechtskräftig entschieden. In seinem Urteil vom 15. Dezember 2011 Az. 1 C 243/10 führt das Gericht unter anderem wie folgt aus:… Nach dem maßgeblichen niederländischen Haftungsrecht sind sowohl bei Reparatur als auch bei der Abrechnung auf Gutachten – oder Kostenvoranschlagsbasis die Mehrwertsteuerbeträge zu erstatten (vergleiche Ludovisy/Eggert/Bohmerhoff, Praxis des Straßenverkehrsrechts, 5. Auflage 2011, Rd. 499 zum niederländischen Unfallhaftungsrecht). ….
Bei der Abrechnung mit deutschen Korrespondenzversicherungen stellen wir in der letzten Zeit immer häufiger fest, dass diese versuchen die Umsatzsteuer nicht zu zahlen.

Abgelegt in Allgemein, Haftpflichtschaden, Urteile, Willkürliches

Druckversion Druckversion

Neues Gesprächsergebnis BVSK 2012 / HUK Coburg ?

Der Redaktion liegt ein aktuelles Abrechnungsschreiben der HUK Coburg an den Rechtsanwalt eines Geschädigten vor, in dem seitens der HUK auf ein “Gesprächsergebnis BVSK 2012 -HUK-COBURG” hingewiesen wird, das, wie seit vielen Jahren “üblich”, von der HUK zum Anlass genommen wurde, das Sachverständigenhonorar nur teilweise auszugleichen.

Gibt es tatsächlich ein solches “Gesprächsergebnis BVSK 2012 – HUK Coburg”, wie von der HUK behauptet, dann sollte sich der BVSK ggf. wieder dem Kartellamt erklären, oder handelt es sich hierbei vielmehr um das “Honorartableau 2012 HUK Coburg”, wobei die Wahrheit dann wieder einmal im Rahmen “vorsätzlicher Fehlinterpretation” durch die HUK auf der Strecke geblieben wäre?

Aber wer weiß? Vieleicht  steckt in dem Schreiben mehr Wahrheit, als den Akteuren lieb ist? Möglicherweise handelt es sich um ein Eingeständnis durch die HUK, indem das “Honorartableau 2012 HUK Coburg” lediglich als das dargestellt wird, was es eigentlich ist:

Ein weiteres Gesprächsergebnis (wettbewerbswidrige Honorarabsprache? / Sondervereinbarung) mit dem BVSK?

Auch in diesem Fall fällt die Angelegenheit wohl in den Zuständigkeitsbereich des Kartellamtes?

Siehe hierzu auch den Beitrag vom 25.11.2011

Hier nun das Schreiben der HUK-Coburg Versicherung vom 05.01.2012:

(weiterlesen …)

Abgelegt in BVSK, Das Allerletzte!, Haftpflichtschaden, HUK-Coburg Versicherung, Sachverständigenhonorar, Unglaubliches, Willkürliches

Druckversion Druckversion

« Vorherige SeiteNächste Seite »