Brauche Hilfe
 |  | | | |  |  |  |  | Brauche Hilfe |  | |  |  |  |
Verfasst am: 24. März 2007 07:11 |
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| sy-borg |
| Gast |
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Als Forumneuling brauche ich einen Rat:
Kaskoschaden, Schuldfrage unstrittig, Abtretungserklärung der KFZ Werkstatt und Sicherungsabtretung des Gutachters unterschrieben.
Schadenshöhe 5500€, Rechnung Gutachter 750€.
Gutachter schreibt mir, daß die HUK ihm nur 420€ ihm gezahlt hat und bittet, daß ich ihm den Differenzbetrag von 330€ bezahle. Ich könne dann die Kosten bei der Versicherung geltend machen.
Was soll ich tun?? |
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Verfasst am: 24. März 2007 09:44 |
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| Heinzelmännchen |
| Neptun |
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| Anmeldedatum: 23.02.2007 |
| Beiträge: 1005 |
| Wohnort: Dorf der unbeugsamen Gallier |
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Edit wegen falsches Fehler!
Hatte irgendwie SV-borg gelesen!!!
Hoppala! |
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Zuletzt bearbeitet von Heinzelmännchen am 24. März 2007 15:31, insgesamt 3-mal bearbeitet _________________ "Et tu, Brute?" |
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Verfasst am: 24. März 2007 11:07 |
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| Störtebeker |
| Steuermann |
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| Beiträge: 88 |
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Hallo sy-borg,
ich gehe davon aus, dass es sich bei dem begutachteten Fahrzeug um dein Auto handelt.
Zunächst stellt sich die Frage, wer den Gutachter beauftragt hat. Natürlich hat der Auftraggeber dann den Gutachter zu bezahlen. Solltest du selbst den Gutachter beauftragt haben, ist es nun zunächst deine Pflicht den Gutachter zu bezahlen. Den noch offenen Differenzbetrag kannst du bei deiner Versicherung einfordern. Das kannst nur du, weil der Gutachter in keinem Vertragsverhältnis mit deiner Versicherung steht - und eine Sicherungsabtretung des Gutachters hilft da leider auch nicht weiter, denn hier geht es für die Versicherung um die Erfüllung eines Vertrages und nicht etwa um einen "gesetzlich" festgelegten Schadenersatzanspruch. Und diesen Vertrag hast du mit deinem Versicherer abgeschlossen - nicht etwa dein Gutachter. Also bist du in der Pflicht dies umgehend mit deiner Versicherung zu regeln. Sollte die Versicherung sich weigern, hast du die Möglichkeit den Vertrag im Schadenfall (der ja nun vorliegt) zu kündigen. |
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_________________ Freundliche Grüße
Störtebeker
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Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832) |
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Verfasst am: 24. März 2007 12:05 |
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| SVS |
| Piratenkapitän |
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| Anmeldedatum: 08.03.2007 |
| Beiträge: 292 |
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@ sy-borg
Kaskoschaden? Schuldfrage geklärt? Abtretung unterschrieben? Eigenes Fzg? Schaden selbst verursacht? Bitte zu meinem/unseren Verständnis Fall näher beschreiben. Bitte verstehe Rückfragen bin auch schon auf sog. Gutachter gestossen, die Kasko und Haftpflicht nicht unterscheiden konnten (der hatte wohl 4 Stunden-Seminar besucht?)
Gruss SVS |
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Verfasst am: 24. März 2007 16:47 |
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| Störtebeker |
| Steuermann |
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sy-borg schrieb an mich eine PN, die ich der Information halber und dessen Einverständnis vorraussetztend hier einmal einstelle. Der Inhalt der PN lautete:
hallo,
habe einen Fehler in meinen Text.;ist natürlich kein Kaskoschaden, sondern ein Haftpflichtschaden des Unfallverursachers.
Ich stand mit meinem Wagen an einer roten Ampel. Plötzlich hat gekracht, der Wagen hinter mir hat nicht aufgepasst; dann Adressdaten ausgetauscht, Unfallzeugen notiert, mit HUK telefoniert.
Bin dann eine Werkstatt gefahren, Abtretungserklärung unterschrieben. Dann 4 Wochen später kommt ein Schreiben des Gutaachters, daß die Versicherung nicht komplett die Rechnung des Gutachters bezahlt hat. Ich soll dem Gutachter den Differenzbetrag zahlen und mich dann mit der gegnerischen Versicherung wegend er Rückerstattung auseinander setzten.
Nach meinem Verständnis ist dies nicht meine Aufgabe, sondern die Aufgabe des Gutachters, oder...???
Danke für die Hilfe. |
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_________________ Freundliche Grüße
Störtebeker
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Verfasst am: 24. März 2007 16:49 |
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| Störtebeker |
| Steuermann |
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Meine Antort:
Hallo sy-borg,
wie ich dir bereits erklärt habe, kommt es darauf an, wer den Gutachter beauftragt hat bzw. "für wen" der Gutachter tätig wurde.
Da es sich hierbei nun um einen Haftpflichtschaden handelt, hat das Ganze natürlich nichts mehr mit irgendwelchen Vertragsvereinbarungen (Kasko etc.) zu tun, sondern hier geht es um einen (um DEINEN) "gesetzlich festgelegten Schadenersatzanspruch" - und zu diesem Anspruch gehören gem §249 BGB auch die Kosten (vollständige Kosten) für deinen Gutachter. Soviel zunächst zum grundsätzlichen Verständnis.
Wie gesagt, geht es hier einzig nur um DEIN VERMÖGEN (zumindest um einen Teil, das Auto). Über dieses Vermögen hat einzig wer zu bestimmen? ... stimmt - NUR DU, und keine Versicherung, schon gar nicht die "gegnerische" Versicherung. Also bestimmst NUR DU was mit DEINEM VERMÖGEN passiert. Und du hast bestimmt (um keinen Vermögensnachteil durch den Unfall zu erleiden), dass ein Gutachter dein beschädigtes Vermögen begutachtet und festlegt wie hoch dein Schadenersatzanspruch ist. Soweit , so gut!
Nun hattest Du dem Gutachter eine "Sicherungsabtretung" unterschrieben, mit der dein Gutachter sich sein Honorar bei der "gegnerischen" Versicherung (mit der er ja keine vertragliche Vereinbarung hat) holen möge. Dies ist allerdings mit einer "SICHERUNGSWEISE" abgetretenen Forderung (darum nur "Sicherungsabtretung") nicht so eingfach möglich. Denn zunächst muss sich der Gutachter an seinen Auftraggeber zu Zahlung wenden. Erst wenn der Auftraggeber (also du) die Zahlung verweigert, kann er "sicherheitshalber" bei der gegnerischen Versicherung versuchen sein Geld zu bekommen.
Wie du siehst ist das für den Gutachter gar nicht so einfach, weil dieser (sorry) Blödmann sich von dir nur eine "Sicherungs"abtretung hat unterzeichnen lassen. Nun wird es (sofern du die Zahlung verweigerst) für den Gutachter schwer, einen Schadenersatzanspruch (nämlich den Rest des Honorars) bei einer Partei (die gegnerische Versicherung) geltend zu machen, ohne dass er selbst Inhaber dieses Schadenersatzanspruches ist, denn nicht er hat den Schaden zugefügt bekommen, sondern du. Somit bist nach wie vor nur DU berechtigter Anspruchsteller, weil es ja um dein Vermögen (Auto) geht. Der Gutachter kann also (wegen der "Sicherungs"abtretung) quasi nur mit gefesselten Händen gegen deine Unfallgegner vorgehen.
Dir jedoch sind die Hände keineswegs gebunden, du kannst mit aller Macht gegen deine Unfallgegener vorgehen, weil nur du den Anspruch hast und nicht deine fleißigen Helfer (Anwalt, Gutachter, Werkstatt, etc.).
Insofern ist die Empfehlung deines Gutachter richtig, wenn er sagt, du solltest den Rest seines Honorares (ihm zunächst bezahlen und dann) mit Hilfe eines versicerten Verkehrsanwaltes gerichtlich durchsetzen. Ich gebe dir Brief und Siegel, dass dich dieser Spass letztlich nichts kosten wird, im Gegenteil man wird vor dir und deiner Courage den Hut ziehen.
Wichtig zu wissen ist noch, dass auch die Kosten für einen Verkehrsanwalt zu deinem Schadenersatzanspruch gehören, genau wie die Gutachterkosten. Also brauchst du nun nur noch einen VERSIERT VERKEHRSANWALT, der nicht für Versicherungen - SONDERN FÜR DICH UND DEIN ERLITTENEN VERMÖGENSSCHADEN arbeitet.
Dieses Problem hätte der Gutachter allerding umgehen können, wenn er dir keine Sicherungsabtretung vorgelegt hätte, sondern eine ABTRETUNG AN ERFÜLLUNGS STATT. Damit hättest du dem Gutachter nämlich den Teil deines Schadenersatzanspruches in Höhe der Gutachterkosten VERKAUFT. Und der Gutachter hätte dann genauso mit ungebundenen Händen wie Du aggieren können. Insofern denke ich, dass dein Gutachter wohl nicht ganz auf dem Laufenden ist, zumindest was die rechtlichen Belange betrifft. Könntest uns noch den Namen und den Ort deines Gutachters nennen, damit wir dir ggf. einen versicerten Anwalt in deiner Nähe empfehlen können. |
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_________________ Freundliche Grüße
Störtebeker
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Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832) |
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Verfasst am: 24. März 2007 16:59 |
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| Störtebeker |
| Steuermann |
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| Anmeldedatum: 13.10.2006 |
| Beiträge: 88 |
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Die Antwort von sy-borg lautete:
hallo,
danke für die ausführliche Antwort. Jetzt habe ich alles verstanden.
Ich werde mich nun hat die HUK wenden, mir den Restbetrag, dem ich dem Gutachter überwiesen habe, zu erstatten.
Falls die HUK dies verweigert, werde ich mich nochmals melden.
Ich wohne in 55545 Bad Kreuznach. |
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_________________ Freundliche Grüße
Störtebeker
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 |  | | | |  |  |  |  | Prognose! |  | |  |  |  |
Verfasst am: 26. März 2007 07:24 |
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| jodat |
| Kapitän |
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| Anmeldedatum: 24.02.2007 |
| Beiträge: 123 |
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Die HUK wird sich weigern....wie immer.
Vor Gericht werden ihr dann aber regelmäßig die Leviten gelesen. |
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_________________ Dr. Ralph Burkard
Fachanwalt für Verkehrsrecht
53340 Meckenheim |
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Verfasst am: 27. März 2007 08:28 |
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| Frank |
| Piratenkapitän |
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| Anmeldedatum: 23.02.2007 |
| Beiträge: 263 |
| Wohnort: Franken |
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| Leider nur die Leviten gelesen und nicht das verbrecherische Treiben eingestellt. |
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Verfasst am: 28. März 2007 07:15 |
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| bernhard70 |
| Kapitän |
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| Anmeldedatum: 03.08.2006 |
| Beiträge: 134 |
| Wohnort: 91785 Pleinfeld |
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| sich mit der HUK außergerichtlich in Verbindung zu setzen, bringt gar nichts, da hilft nur Klageeinreichung durch einen auf dieses Gebiet spezialisierten Rechtsanwalt. Die Argumente der Versicherer im Prozess werden haarsträubend sein ... |
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_________________ Rechtsanwalt Bernhard Trögl
Marktplatz 5
91785 Pleinfeld
Tel. 09144/94930
Fax 09144/94930 |
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Verfasst am: 19. April 2007 11:06 |
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| eckentaler |
| Steuermann |
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| Anmeldedatum: 08.03.2007 |
| Beiträge: 67 |
| Wohnort: 90542 Eckental |
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und in Zukunft
immer mit Anwalt!! von Anfang an!! vor allem wenn die HUK der Versicherer ist
Erleichtert Vieles!! |
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 |  | | | |  |  |  |  | Brauche Hilfe |  | |  |  |  |
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