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Kaskoschaden und Restwertbörse

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Kaskoschaden und Restwertbörse 
BeitragVerfasst am: 26. März 2007 16:13
Slightly
Piratenkapitän
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Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Eben ruft mich ein Kunde an, er habe jetzt das Gutachten über den Schaden an seinem PKW erhalten. Fahrzeug natürlich wieder ungefragt in Restwertbörsen gesetzt, durchschnittliche Verrechnungssätze und WBW zu niedrig angesetzt. Versicherer: LVM



WBW für einen knapp 2 Jahre alten 530d BMW mit guter Ausstattung 32.000 Euro brutto (Geschäftswagen)



RepKo mit 15.800 Euro netto und Restwert Brutto: 21.100 Euro. Regulierungssumme der Versicherung nicht ganz 4.900 Euro. Fragen...

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Viele Versicherer wären bessere Schadenregulierer, wenn sie darauf verzichten würden, aus den Sachverständigen *bessere* machen zu wollen.
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BeitragVerfasst am: 26. März 2007 17:01
Der Haule
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 26.02.2007
Beiträge: 412
Wohnort: Im tiefen Wald
Tja, Kasko!



Aber die lernen`s nie! Der gehört gerichtet!!



Da sollte man den Brief entwerten, mal schauen was dann los wär!



Das so etwas nur einen unseriösen, kriminellen Hintergrund hat ist klar.



Mfg. Haule
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BeitragVerfasst am: 27. März 2007 21:11
Slightly
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Heute das Fahrzeug besichtigt. WBW ca. 2.000 Euro nach BMW hier am Ort zu niedrig, Zulassung 07/2005 und kein 530d sondern ein 525d mit gehobener Aussatattung.



Arbeitslöhne: mech.: 65, kar.: 78, Lack: 98 zzgl. Mat. Der BMW Händler hier am Ort bittet darum dieses Fahrzeug nicht instandsetzen zu müssen...



RepKo netto laut SV Versicherung 14.937,23 Euro

nach meiner überschlägigen Kalkulation 20.015.72 netto

























Ach ja, wer lackiert die gesamte Fahrzeugseite für 1.800 Euro?

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Viele Versicherer wären bessere Schadenregulierer, wenn sie darauf verzichten würden, aus den Sachverständigen *bessere* machen zu wollen.
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BeitragVerfasst am: 28. März 2007 06:29
Wildschütz Jennerwein
Pirat
Anmeldedatum: 27.02.2007
Beiträge: 32
Wohnort: Bayerisches Oberland
Ein klarer Fall für ein Sachververtändigenverfahren.





Das Problem für den Kunden ist nur, daß er nach Abschluß der Regulierung damit rechnen muß gekündigt zu werden und in einer entsprechenden Datei gebrandmarkt wird ("schlechtes Risiko")..
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BeitragVerfasst am: 28. März 2007 06:45
Andreas
Neptun
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Beiträge: 1268
Wohnort: Haus mit Garten
Slightly hat Folgendes geschrieben:
Ach ja, wer lackiert die gesamte Fahrzeugseite für 1.800 Euro?




Ich, die Sprühdosen hab ich schon besorgt und meine 4-jährige Tochter freut sich mir helfen zu können...



Aber mal ernsthaft, dieses Fahrzeug schreit doch geradezu entweder als Brieflieferant genutzt zu werden oder billig wieder aufgebaut und unfallfrei verkauft zu werden. Oder sehe ich das falsch?

_________________
Grüße

Andreas
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BeitragVerfasst am: 28. März 2007 07:29
Der Haule
Piratenkapitän
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Beiträge: 412
Wohnort: Im tiefen Wald
Hallo,



Restwert am Morgen, bereitet Kummer und Sorgen Laughing



Spaß beiseite: Ich denke, der wird wieder aufgebaut. Ist zu wenig zerstört, um als Brieflieferant interessant zu sein und noch zu teuer.



Teilelieferant für andere "Aufbauten" eher auch uninteressant.



Von einem anderen, kapitalen Seitenschaden rechtsseitig hat man die ET-Teile, Karosserie selbst wird gerichtet und schon passt die Sache.



Das läuft mittlerweile sogar in Deutschland. Schwarzarbeitshöhlen, wo so was, teilweise von zeitlich importierten "Touristen", wieder gerichtet wird. Gab es in meiner Gegend schon.



Eigenes Erlebnis:



320d, EZ 01.2006, WBW 28300,00



Schaden 11200,-











Beide Achshälften vorne beschädigt, rechts knallte der noch gegen den Bordstein. Das Rad stand schräg im Radhaus.



Das Auto wurde verkauft und tauchte wieder auf. In einer Gemeinde ca. 30km weiter bei einem Händler. Gerichtet nach eigenen Angaben für ca. 2500,-.



Lenkung gewechselt? Fehlanzeige.



Richtbank? Fehlanzeige.



Dafür hängt die Vordertüre aber auch noch sichtbar schräg im Auto, klemmt und lässt sich nicht einstellen.



Da kann man nur noch flüchten. Was soll man dazu sagen? oder machen?



Mfg. Der Haule
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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 17:34
Slightly
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Ich kann es echt nicht glauben *kopfschüttel* Selbst bei entwertetem Brief bieten manche utopische Summen...









Man bedenke: Netto- RepKo etwas über 20.000 Euro und WBW bei 33.500 Euro brutto.

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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 18:53
Frank
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 23.02.2007
Beiträge: 263
Wohnort: Franken
Hallo,

War doch ein Diesel und bereits für ein anderes Auto vorbestellt Razz
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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 18:55
Slightly
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Mit entwertetem Brief? Aber das Angebot ist eben auf 16.824 Euro gestiegen...



Der BMW- Händler vor Ort gibt zwischen 8.500 und max. 10.000 Brutto.

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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 19:03
Frank
Piratenkapitän
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Beiträge: 263
Wohnort: Franken
Hallo,



aus zwei mach eins aber erhöhe den Preis.
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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 19:06
Heinzelmännchen
Neptun
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Beiträge: 1005
Wohnort: Dorf der unbeugsamen Gallier
Das mit der Briefentwertung ist doch noch relativ selten.



Vielleicht haben sie es ja gar nicht gelesen bzw. realisiert was das bedeutet?



Grüße

HM

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"Et tu, Brute?"
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BeitragVerfasst am: 30. März 2007 19:32
Slightly
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Das steht prägnant in der Schadensbeschreibung und sollte es tatsächlich dazu kommen, ist der Brief entwertet!!! Meldung ans KBA ebenso. Möchte dann mal sehen wie die dieses Fahrzeug hier wieder in den Verkehr bekommen.



Hier tut sich allerdings auch die Frage auf: Wie verhält es sich mit dem ausländischen Markt? Werden solche Fahrzeuge untersucht?



Sagt nicht es ist nicht unser Bier! Genau hier fängt doch der Kampf an! Völlig zerstörrte Fahrzeuge werden für *kleines* Geld erworben und halbwegs reparable zu hohen Preisen, selbst wenn die Papiere nichts mehr wert sind. Das eine Fahrzeug wird mit den nicht entwerteten Papieren wieder aufgebaut und taucht in Hochpreisländern wieder auf. Z. B. Japan.

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BeitragVerfasst am: 31. März 2007 05:10
Andreas
Neptun
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 1268
Wohnort: Haus mit Garten
Zum ausländischen Markt kann ich zwei Aufkäufer zitieren, der eine verlauft in den Nahen Osten und nach Afrika, der andere im wesentlichen nach Russland und die angrenzenden Staaten:



Naher Osten / Afrika:



Alles was nicht älter als 10 Jahre ist, kann verkauft werden. Alles was älter ist, zählt als Schrott und kostet Strafzoll, das lohnt sich dann nicht mehr. Die Fahrzeuge werden alle abgemeldet, weil es sonst Probleme bei der Verwendung im Ausland gibt.



Nach Afrika geht alles, was 4 Räder hat und nicht in den Nahen Osten geht, egal wie es aussieht.







Russland:



Interessant ist alles, was nicht abgemeldet ist... (aha) Es wird dort aufgebaut und kann problemlos (also ohne Zollprobleme) wieder zurück verkauft werden. Auch wenn die Fahrzeuge in Russland bleiben, ist es besser, wenn sie angemeldet sind, wenn sie dort weiterbenutzt werden soll (kein Zoll, einfacherer Zulassung in Russland).



Häufig werden beschädigte Fahrzeuge auch nur wegen der Teile benutzt, weil sie in Russland dermaßen teuer sind, dass man sie sich als Nicht-Vertragshändler kaum leisten kann.

_________________
Grüße

Andreas
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BeitragVerfasst am: 31. März 2007 23:59
kama52
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 29.03.2007
Beiträge: 288
Wohnort: neben Sutra
Solche "Geschäfte" sind hier im Raum Berlin schon seit über 5 Jahren Gang und Gäbe.



"Normale" West-Aufkäufer haben bei diesen angebotenen Preisen keine Chance, weil es sich für einen korrekten Aufbau einfach nicht rechnet.





Ob entwerteter Brief oder nicht vorhandene Zulassung interessiert die Aufkäufer nicht ...

Ganz grosse Autoverwerter hier, arbeiten auf Provisionsbasis für diese "Ost" Aufkäufer.
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BeitragVerfasst am: 12. Mai 2007 13:48
Slightly
Piratenkapitän
Anmeldedatum: 24.02.2007
Beiträge: 559
Wohnort: gerädertem Schiff
Die Versicherung hat dann letzte Woche dann *abgerechnet* Sind seit dem Unfall erst knappe 4 Monate vergangen.



Jetzt liegt die Angelegenheit beim Anwalt.



WBW netto = 26.890 Euro

abzüglich 1.000 Eigenanteil

abzüglich 17.100 Euro Restwert (netto!!!)



Überwiesener Betrag, bei einem eigentlichen Reparaturschaden:



8.800 Euro



und dann noch an die Leasing obwohl die dem Kunden die Aktivlegitimation überschrieben hat. Wie soll der Geschädigte so das Fahrzeug instandsetzen? wer kommt für die fast viermonatige Ausfallzeit auf? Die monatlichen Kosten betragen für dieses Fahrzeug fast 1.500 Euro. Leasing, Steuern und Versicherung.



Jetzt wird Deckungszusage der Rechtsschutz abgewartet, dann mein Gutachten und Klage eingereicht.

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