Leidiges Thema: Restwertbörse
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Verfasst am: 1. März 2007 16:10 |
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| Slightly |
| Piratenkapitän |
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Was für ein wundervoller Tag heute ist.
Gesternabend rief mich noch ein Kunde an, um mir zu sagen, dass sein Auto heute abgeholt werden sollte. Die Versicherung hatte einen Käufer gefunden, der mehr zahlen würde, als der durch mich ermittelt Restwert wäre. Auf Rückfrage wie das sein könnte, bekam ich die Antwort, dass sein Anwalt ihm dazu geraten hätte. Er würde ja sonst einen Verlust machen und müsse das Angebot annehmen. Ich den Kunden erstmal aufgeklärt und er kam noch mit dem Schreiben der Versicherung. Restwertangebot aus AutoOnline und wieder mal ohne Zustimmung durch den AS und mich. Dem Kunden einige Urteile gezeigt und da war er jetzt völlig durch den Wind. Was er jetzt machen solle? Das haben wir dann heute Morgen zusammen gelöst.
Zum Fahrzeug: Audi A4, Bj 1996, WBW 6.200 Euro, ermittelte Restwert durch mich: 600 Euro, Schadenhöhe netto 9.500 Euro, Frontschaden und beide Airbag´s raus. Keine verwertbaren Teile der Fahrzeugfront, nur die Türen, Heckdeckel, Rückleuchten und Stoßfänger hinten, sowie diverse Kleinteile. Getriebe aus Halterung ausgebrochen, Motor 66kw (Diesel) und 170.000km.
Restwert durch Versicherung!!! 4.850 Euro!!!
Heute Mittag kam dann der Restwertaufkäufer aus der Nähe von Passau und fiel aus allen Wolken. Auto war aufgeladen, Geld übergeben und er bekam die Papiere und da ging das Theater für ihn los. Fahrzeugbrief heute Morgen entwerten lassen! Für so eine *Karre* würde er keinen Cent geben und wollte sein Geld zurück. Er würde sich jetzt an mich halten, weil ich ja nicht im Angebot angegeben hätte das die Papiere entwertet sein. Tja, soll er mal machen. Ich habe das Fahrzeug ja nicht illegal in eine Restwertbörse eingestellt. Vielleicht bekommt er ja weitere lukrative Angebote durch die Versicherung
Da er ja ein verbindliches Angebot abgegeben hatte, musste er das Fahrzeug mitnehmen das für ihn keinen wirklichen Wert hat. Wenn das Praxis von Geschädigten wird, erledigt sich das illegale Einstellen durch Versicherer in Restwertbörsen recht schnell. Dieser Aufkäufer wird wohl ein Hühnchen mit dieser Versicherung rupfen  |
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_________________ Viele Versicherer wären bessere Schadenregulierer, wenn sie darauf verzichten würden, aus den Sachverständigen *bessere* machen zu wollen. |
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Verfasst am: 2. März 2007 10:35 |
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| Schwarzkittel |
| Steuermann |
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pöser, pöser slightly
Schwarzkittel
-ein schöner Tag....- |
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Verfasst am: 2. März 2007 10:40 |
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| Der Haule |
| Piratenkapitän |
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Hallo,
der Aufkäufer wird es sicher nicht wagen, da aufzumuken. Die versuchen es dann meist mit Drohungen gegen den SV und den ehemaligen Fahrzeughalter. Alles nur dicke Luft und dicke Backen, alles schon mitgemacht.
Mit dem entwerteten Brief hat das Fahrzeug natürlich nur noch einen Sinn als Teileträger. Briefhandel sehe ich hier eher nicht, dazu ist das Fahrzeug an sich zu uninteressant.
Dieses Fahrzeug wäre mit Sicherheit hier irgendwann wieder auf dem Markt aufgetaucht mit "leichtem Blechschaden vorne" oder "diverse Lackarbeiten am Vorbau ausgeführt".
Zusammengeflickt mit Teilen von einem kapitalen Heckschaden (oder auch anders "besorgten" Teilen).
Der hat jetzt schön die Finger geklemmt, rechts so!
Mfg Der Haule |
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Verfasst am: 2. März 2007 10:46 |
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| Bruder Wigbold |
| Säbelrasseler |
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Diese Aktion dürfte Wirkung gezeigt haben - zumindest beim Restwerthändler!
MfG
Wigbold |
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Verfasst am: 2. März 2007 15:22 |
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| Slightly |
| Piratenkapitän |
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Heute Vormittag rief mich ein sichtlich, bzw. hörbar ein SB einer Versicherung an um mich zu fragen was das sollte. Da ich ja nicht wusste was er meinte, wurde er noch nervöser und klärte mich dahingehend auf, dass ihm ein Restwertaufkäufer die Hölle heiß gemacht hätte. Dieser fordere jetzt Schadenersatz. Ich hätte doch nicht den Brief für ein Fahrzeug entwerten lassen dürfen! Man würde mich jetzt in Regress nehmen. Von hier aus mal viel Glück lieber Herr B. wenn Sie es lesen sollten.  |
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Verfasst am: 2. März 2007 16:10 |
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| Der Haule |
| Piratenkapitän |
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Hallo,
nur zu, verklagt Slightly auf Teufel komm raus!!!!!!!!!!!
Warum? Spinnt der Haule???????????????
Nee, dann kommen mal die Machenschaften auf den (Gerichts)Tisch!!!
Bei den Zahlen hier (WBW 6200,-, Versicherungshöchstwert aus "Restwert"börse 4850,-) muß ja wohl jedem Richter einleuchten, das dies nicht mit rechten Dingen zugeht.
Wie gesagt, Briefhandel schließe ich für mich mal aus.
Ein guter Teileträger ist das Fahrzeug auch nicht (Frontschaden!).
Der 66kw Diesel ist auch nicht der Hit.
Und Ausbauen, einlagern und den Rest entsorgen muß man ja auch noch rechnen.
Bliebe also nur noch das richten.
Bei einem WBW von 6200,- (und ich denke, Slightly hat den korrekt und marktgerecht ermittelt, sonst würde er hier nicht schreiben ) und einem Höchstwert von 4850,- verbleiben für Transport/Abholung, Nebenkosten, Personalkosten, Gewinnspanne und Kosten für die "Instand"setzung (oder Murksung, nennt es wie ihr wollt) sage und schreibe bombastische 1350,- Euro übrig.
Wie soll das gehen? Auch bei billigsten Sklavenlöhnen?
Wie gesagt, nur zu!!
Der Haule, in freudiger Erwartung des Gestammels der Versicherung, wenn der Richter genau diese Fragen stellt. |
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Verfasst am: 2. März 2007 17:51 |
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| Fritz |
| Steuermann |
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Hallo,
da bin ich jetzt aber mal so was von neugierig. Bitte unbedingt über den weiteren Verlauf berichten.
Oder ob sich das einfach so im Sande verläuft ?
MfG
Fritz |
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_________________ Dunkel, die andere Seite ist... |
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Verfasst am: 2. März 2007 18:01 |
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| Slightly |
| Piratenkapitän |
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Ich denke dem SB weht ein heftiger Wind entgegen. Sollten mich diese Versicherung tatsächlich anschreiben, wird dieses Schreiben ungeschwärzt veröffentlicht. Fraglich bleibt nur auf was für einer Grundlage die argumentieren wollen. In meinem GA steht expliziert drin dass der Inhalt nicht ohne schriftliche Genehmigung veröffentlicht werden darf. Abgesehen davon freue ich mich bereits darauf von denen zu hören.  |
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Verfasst am: 6. März 2007 10:03 |
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| Andreas |
| Neptun |
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Vor allem ist die Argumentation man könne doch nicht einfach den Brief entwerten lassen echt klasse.
Das ist doch einzig gesetzeskonforme Vorgehen bei totalbeschädigten Fahrzeugen. |
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_________________ Grüße
Andreas |
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Verfasst am: 7. März 2007 09:21 |
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| Der Haule |
| Piratenkapitän |
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Was neues:
Heute morgen war in meiner Tageszeitung ein Bericht drin, wo in einer Nachbargemeinde Teile aus Fahrzeugen im Wert von 35000,00 Euro gestohlen worden sind. Airbags etc. Keine Navis, komischerweise. Was mit den Teilen wohl passiert?
Werde den Bericht morgen mal einscannen.
Auch in einem benachbarten BMW Autohaus werden regelmäßig Teile aus den Fahrzeugen geklaut. Immer zielstrebig bestimmte Sachen, einmal Scheinwerfer eines bestimmten Typs, dann Innenausstattungen usw.
Andere Fahrzeuge (auch mit Navi) werden da dann in Ruhe gelassen.
Meines Erachtens liegt es auf der Hand, das hier organisierter, vorbestellter Ersatzteildiebstahl durchgeführt wird.
Wie anders sind die teilweise horrenden Höchstgebote für Unfallfahrzeuge noch plausibel zu erklären. Vor allem dann, wenn wie von Slightly ausgeführt, es sich bei dem betreffenden Fahrzeug eigentlich nur noch um einen klassischen "Schlachter" handelt zum Teileverwerten.
Und der Händler die Krise bekommt, wenn der Brief entwertet ist.
Mfg. Der Haule |
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Verfasst am: 8. März 2007 09:03 |
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| Frank |
| Piratenkapitän |
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Hallo,
eine Meldung ans KBA ist auch nicht zu verachten mit einer Kopie ans LRA.
Soll der "neue" Besitzer mal versuchen die "alte" Fahrgestellnummer wieder anzumelden!!
Was dann wohl die Zulassungsstelle sagt? |
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Verfasst am: 8. März 2007 10:01 |
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| Störtebeker |
| Steuermann |
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Zur Erklärung der von Klaus Tischler verwendeten Abkürzungen
KBA = Kraftfahrtbundesamt in Flensburg
LRA = Landratsamt (Kfz-Zulassungsstelle d. Landkreises)
Nix für Ungut
Störtebeker |
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_________________ Freundliche Grüße
Störtebeker
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Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832) |
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 |  | | | |  |  |  |  | Textbaustein Vorschlag |  | |  |  |  |
Verfasst am: 9. März 2007 00:26 |
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| Slightly |
| Piratenkapitän |
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| Anmeldedatum: 24.02.2007 |
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| Wohnort: gerädertem Schiff |
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Ich werde in Zukunft einen Textbaustein wie folgt verwenden:
In der Kostenrechnung wurde ein Wert oberhalb von 150% des Wiederbeschaffungswertes erreicht. Ein wirtschaftlicher Aufbau des erheblich beschädigten Fahrzeuges ist nicht mehr sinnvoll. Außergewöhnliche Umstände liegen nicht vor, die eine Rechtfertigung begründen würden.
Es wird sachverständigen Seits dem Fahrzeughalter nahe gelegt, bei der Abmeldung des unfallbedingt stark beschädigten Fahrzeuges, die Fahrzeugpapiere durch das StVA, Straßenverkehrsamt, entwerten zu lassen. Ein Hinweis an das Kraftfahrzeugbundesamt wird parallel durch den Unterzeichner gemacht. |
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Verfasst am: 9. März 2007 06:29 |
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| Andreas |
| Neptun |
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Wenn man einen solchen Textbaustein verwendet, sollte man dem Geschädigten vorher mitteilen, was da auf ihn zukommt.
Gegebenenfalls fertigt man ihm eine Meldung vor. Geht ja als Vorlage und Daten über die Datenbank. |
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_________________ Grüße
Andreas |
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Verfasst am: 13. März 2007 08:33 |
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| Der Haule |
| Piratenkapitän |
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Hallo,
wie angekündigt anbei der Bericht aus der Zeitung:
Solche Auswüchse hatten wir früher nicht. Wozu werden diese teuren "Ersatzteile" wohl benötigt?
Denke sich jeder seinen Teil, für mich ist die Sache klar (siehe auch meine oben aufgemachte Rechnung)
Mfg. Der Haule |
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