| Klabautermann |
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Manipulierte Kilometerzähler? In aller Deutlichleithkeit: Das war zuviel!
| Zitat: |
Offener Brief
"K1- das Magazin"
Sendung am 05.12.2002 um 21.15 -
„Abenteuer Gebrauchtwagenkauf, manipulierte Kilometerzähler“.
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Ottmer,
in aller Deutlichkeit:
Das war zuviel!
Wir widersprechen mit allem Nachdruck Ihrer in obiger Sendung aufgestellten Behauptung, jeder vierte Autohändler würde Kilometerzähler manipulieren! Das ist nicht wahr! Diese, wie auch die übrigen in Ihrer Sendung aufgeführten Unterstellungen sind absolut unfundiert.
Die angeblichen DEKRA-Schätzungen, die nach unserer Information nicht einmal offizielle Verlautbarungen der DEKRA sind, sollen davon ausgehen, dass 25% aller gehandelten Fahrzeuge einen manipulierten Kilometerzähler haben! Sie machten daraus – unter Außerachtlassung der
presserechtlichen Sorgfaltspflicht:
„Jeder 4. Händler soll lt. DEKRA den Tacho manipulieren!“
Nein – das ist einfach falsch! Richtig ist: Wer manipuliert, das sind Sie! Sie manipulieren Fakten zu Gunsten einer höheren Zuschauerquote, sprich besserer Einnahmen! Sie nehmen ohne Rücksicht auf die vielen - und wir behaupten, das ist die Mehrzahl - in der Branche arbeitenden seriösen Kaufleute billigend in Kauf, dass bei dieser Unternehmergruppe enormer wirtschaftlicher Schaden angerichtet wird.
Ihre Sendung suggeriert Verbraucherhilfe. Tatsächlich gab sie kaum einen Hinweis für den Autokäufer, wie er sich vor Betrügern, die es ja tatsächlich gibt, schützen kann. Sie erwähnen weder die im Bundesverband freier KFZ-Händler zusammengeschlossenen, durch das OLG Hamburg als solche bestätigten, seriösen und zuverlässigen Profis als Adresse für den guten und sicheren Autokauf, noch die Vielzahl anderer Möglichkeiten, einer Manipulation auf die Spur zu kommen. Auch nicht die BVfK-Forderung, wirksam
gegen Tachomanipulation mit Hilfe des Strafrechts vorzugehen, und den Kilometerzähler zur Urkunde
erklären zu lassen.
Die Qualität Ihres Beitrages entspricht dem Niveau der Machenschaften Einzelner, die Sie mit Sicherheit zu Recht kritisierten. Zu Lasten der seriösen Händler pauschalisieren sie im unüberlegten Rundumschlag.
Wie grundfalsch Ihre Darstellung war, wird an Hand einer Mitgliederumfrage beim BVfK zum einschlägigen Thema deutlich: Die Händler leiden unter den Betrügereien der Privaten! Brave Bürger
werden zu „Schlitzohren“, wenn es darum geht, den Wagen für die Leasingrückgabe noch schnell zu präparieren. Das von Ihnen gezeigte Beispiel trifft doch wohl nicht auf die Händler zu! Auf den
Rastplätzen treffen sich die Privaten! – Das hätten Sie beim von Ihnen interviewten „Dienstleister in Sachen Justierung“ sicherlich bestätigt bekommen.
Sehr geehrte Damen und Herren Journalisten, sehr geehrter Herr Ottmer,
der Schaden, den Sie anrichten ist groß! Sie beschädigen nicht nur in oben beschriebener Weise diejenigen, die genauso, wie vermutlich Redakteure und andere Normalverdiener, eine Familie zu
ernähren haben, oder mit Ihnen andere Sorgen des Alltags teilen, Sie sorgen mit dafür, dass immer noch über 50% des Gebrauchtwagenmarktes von privat zu privat abgewickelt werden. Und wir behaupten: Dabei findet der Betrug in viel größerem Umfang statt! Hier wird manipuliert, hier leidet der sonst so brave „Mr.Reihenhaus“ unter Amnesie, wenn es um reparierte Unfallschäden geht. Und
obwohl durch repräsentative Untersuchungen belegt wurde, dass die realisierten Durchschnittspreise beim Privatmarkt höher sind, als beim Handel, obwohl der Käufer hier im Gegensatz zum Erwerb beim
Händler nicht den Schutz des neuen Gewährleistungsrechts genießt, diskreditieren Sie den gewerblichen Handel und fördern den privaten Automarkt mit all seinen Auswüchsen, vom Autokino bis zum Küchentischhandel.
Kommen Sie mit uns! Wir führen Sie dorthin, wo das Gaunertum blüht! Berichten Sie objektiv über den Gebrauchtwagenhandel und seine Schattenseiten.
Erwähnen Sie aber auch die seriösen Autohändler, die einen guten und ehrlichen Job machen. Nur so werden Sie Ihrer selbst auferlegten Aufgabe der Verbraucheraufklärung gerecht. Und nur dann
könnten wir unsere Meinung über Ihre „Arbeit“ korrigieren!
Mit freundlichen Grüßen aus Bonn
Ansgar Klein
geschäftsführender Vorstand |
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