Beschwerdestatistik

Die aktuelle Beschwerdestatistik zum Jahr 2008 ist mittlerweile auf der Internetseite der BaFin  abrufbar.
Dort sind alle Versicherungsgesellschaften namhaft gemacht, über die im Berichtsjahr mindestens eine Beschwerde eingegangen ist.
Diejenigen Versicherungsgesellschaften, über die sich im Berichtsjahr niemand beschwert hat, sind dort auch nicht aufgeführt.
Eine rudimentäre Auswertung führt zu der Erkenntnis, dass die Beschwerden nicht ab- sondern eher zunehmen.
Wies zum Beispiel die Statistik für das Jahr 2007 bezüglich der Allianz noch 169 Beschwerden aus, so sind es in der Beschwerdestatistik 2008 schon 204 Beschwerden.
Auch über die HUK-Coburg-Gruppe, bestehend aus HUK24 AG, HUK-Coburg und HUK-Coburg Allgemeine Versicherungs AG, waren im Jahr 2008 wieder insgesamt 155 Beschwerdeeingänge zu verzeichnen.

Im gesamten Jahr 2008 lediglich eine einzige Beschwerde verzeichneten dagegen Versicherer wie die Barmenia Allgemeine Versicherungs AG, die Condor Allgemeine Versicherungs AG, die DBV Deutsche Beamten Versicherung, die Fahrlehrer Versicherung, die German Assistant, die Münchner Verein Allgemeine Versicherungs AG, die Optima Versicherung AG, die Schwarzmeer- und Ostsee-Versicherung, die Schweizer National Versicherung, die Sparkassen Versicherung Sachsen, die Universa Allgemeine Versicherungs AG und die Volkswohl Bund Sachversicherungs AG. 

Ich möchte betonen, dass ich hier mit diesem Hinweis für niemand Negativ- oder Positivwerbung betreiben möchte.
Jeder mag sich auf der öffentlich und kostenfrei zugänglichen Internetseite der BaFin selbst informieren und sich daraus sein eigenes Bild ableiten.

Interessant ist der Aspekt, dass der Rechtsvorgänger der BaFin, das Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen, mit Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin vom 25.07.1995 erst zur Veröffentlichung der Beschwerdestatistik gezwungen werden musste. Das Urteil trägt das Aktenzeichen OVG 8 B 16/94.
Ich habe dieses Urteil einmal nachgelesen. Sehr interessant sind die Argumente, die die Behörde damals in dem Verfahren zur Begründung ihres Klageabweisungsantrages vorgebracht hatte.
Danach könnte so mancher zu der Einschätzung gelangen, dass die BaFin offensichtlich meint, mit der Behütung der Interessen ihrer Schützlinge auf Steuerzahlerkosten beauftragt zu sein.

Klingelingelingelingelingel!

 

Mitgeteilt von Gloeckchen im Mai 2009

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13 Kommentare zu Beschwerdestatistik

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