Hat die HUK-Coburg, Gerichte, Geschädigte und Sachverständige in der Vergangenheit für „dumm verkauft“ und verladen?

Mir liegt ein Schriftsatz der Anwaltskanzlei Härlein und Kollegen an das AG Schwabach vor vom 16.02.2007 mit folgenden auszugsweisem Inhalt:

„Der BGH hat auch den Hinweis auf die Honorartabellen des Bundesverbandes der freien und unabhängigen Sachverständigen (BVSK) berücksichtigt.

Der Kläger beruft sich auf die Sätze des BVSK und berücksichtigt nicht, dass die Honorarbefragung 2005/2006 in keiner Weise weiterhelfen kann. Tatsächlich stellt die zitierte Honorarbefragung keine repräsentative Markterhebung dar. Der Marktanteil des gesamten Verbandes (BVSK) liegt nach unserer Kenntnis unter 10%. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass es sich insoweit lediglich um eine Befragung zur Honorarhöhe handelt, die nichts darüber aussagt, ob diese Beträge auch tatsächlich realisiert werden können.“

So werte User,

diese Aussage eines HUK-Anwaltes unterschreibe ich, weil man tatsächlich nur anhand geleisteter Arbeit und berechneter Honorare eine aussagefähige Auswertung machen kann. Das habe ich mit meiner Honorarauswertung 1994 so gehandhabt und bin bis heute noch dieser Meinung, auch wenn das jetzt von der Versicherungsseite kommt. In meinen Honorargutachten wurde  die „BVSK Erhebung“ (Absprache) immer moniert und in Frage gestellt.

Aber,
jetzt kommt mein Einwand was die ganze Sache in das zwielichtige Licht rückt. Die HUK-Coburg hat sich aber gerade in den letzten 13 Jahren bei den Schriftsätzen und Klageerwiderungen an die Gerichte auf diese BVSK-Zahlen berufen und damals das Gegenteil des oben Geschriebenen vorgebracht, weil damit Prozesse anderers verlaufen sind. Auch die Hoffnung, dass ein großer Verband neben der DEKRA die Zeitabrechnung einführt ist dahingeschwunden. Der BVSK ist jetzt nach dem BGH Urteil für die HUK-Coburg wertlos geworden und wird meiner Meinung nach mit seinen veröffentlichten, jetzt tatsächlich überzogenen und meines Erachtens festgelegten Grundhonoraren kein gutes Beispiel mehr sein.
Im Vordergrund sollte aber die bekannte, unseröse Handlungsweise der HUK-Coburg stehen, welche mit der neuerlichen Argumentation über eine RA-Kanzlei, offen zu erkennen gibt, dass sie die Justitz, den BVSK, die Geschädigten und viele Sachverständige in den letzten Jahren beliebig an der Nase herumführen konnte.

Den zahlreichen Kollegen, die bedingungslos diese BVSK Zahlen übernommen haben, würde ich als Honorarsachverständiger empfehlen, sich auf die eigenen betriebswirtschaftlichen Erfordernise zu besinnen und nicht irgendwelche hohen Zahlen zu übernehmen, welche letztendlich eine Gutachtenerstellung insbesondere deren Erforderlichkeit gefährden. Irgendwann wird alles nicht mehr bezahlbar.

MfG

Franz Hiltscher

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