Reisen mit MeinFernbus.de – ein „Schnäppchen“ oder doch nur eine „Mogelpackung“?

Passend zur Ferienreisezeit ein kleine Episode „außer der Reihe“ zum Thema Busreisen zum Spartarif bei der Firma MFB MeinFernbus GmbH.
Was hat Captain HUK mit Busreisen zu tun, wird sich der eine oder andere fragen? Eigentlich nicht viel – aber dennoch eine ganze Menge. Wohin die Billigprämien der Versicherer geführt haben, kann man täglich bei Captain HUK nachlesen. Schlechte Leistungen, Leistungsverweigerungen, Schadensmanagement, gerichtliche Auseinandersetzungen usw. sind alles Folgen der Schnäppchenjägermentalität, die sich in den letzten Jahren in das Gehirn der Deutschen „gefressen“ hat.

Genau auf dieser Basis funktioniert zur Zeit auch das Reiseverhalten vieler Deutscher Bürger. Wo gibt es die billigste Beförderung von A nach B? Dies gilt für Flugreisen genauso wie für Bahn-/Busreisen. Der eine oder andere wird sich sicher schon gefragt haben, wie es sein kann, dass man Busreisen für einen Bruchteil der Bahnbeförderungskosten bekommen kann?
Hier haben wir nun einen beispielhaften Fall, der etwas Licht ins Dunkel bringt und zeigt, wohin die Sparpolitik führt und der „Sparer“ am Ende oft draufzahlt – genau wie bei den Versicherungsleistungen:

Frau K., wohnhaft in Karlsruhe, hatte sich in einer Essener Spezialklinik an den Nebennieren und der Schilddrüse operieren lassen. Bereits 3 Tage nach der Operation konnte Sie das Krankenhaus verlassen (Respekt!) und hat sich – aus Kostengründen – für die (6-stündige) Heimreise mit dem grünen Bus von MeinFernbus entschieden.

Die Heimreise begann am Samstag, den 09.08.2014 um 16:00 am Hauptbahnhof in Essen. Das Reisegepäck (2 Gepäckstücke) wurde im Gepäckraum (Außenstauraum) des Reisebusses untergebracht.
Gegen 18:00 Uhr erhielt die Tochter von Frau K. in Karlsruhe einen Anruf von einer Frau S. . Diese teilte mit, dass sie in Köln eine Tasche gefunden habe, die offensichtlich Frau K. gehöre. In der Tasche befand sich der Diabetikerausweis von Frau K. sowie die Diabetiker-Ausrüstung einschl. diverser Medikamente usw.. Frau S. (wohnhaft in Kierspe – Tagesgast in Köln) teilte mit, dass sie die Tasche auf einem Abfalleimer am Rheinufer gegenüber der Oper in Köln gefunden habe. Sämtliche Reisverschlüsse seien geöffnet gewesen. Sie würde die Tasche (freundlicherweise) per Post zusenden.

Nachdem Frau K. den Bus zu keiner Zeit verlassen hatte, wurde die Tasche offensichtlich bei der Haltestelle am Hauptbahnhof Köln aus dem Gepäckraum des Busses gestohlen und nach Durchsuchung auf dem Abfalleimer gegenüber der Kölner Oper „entsorgt“.

Dazu muss man wissen (was Frau K. bisher nicht wusste), dass sich bei MeinFernbus der Busfahrer nicht um die Reisegepäckstücke kümmert! Jeder Fahrgast kann beim Aussteigen irgendwelche Koffer oder Taschen aus dem außenliegenden Gepäckfach entnehmen und sich den jeweiligen Inhalt (nach Lust und Laune) aneignen.

Die überforderte Tochter von Frau K. informierte daraufhin die Schwester von Frau K., die das Weitere dann übernahm. Frau F. nahm telefonischen Kontakt auf mit MeinFernbus (14 ct. / Minute!) und schilderte den Vorfall nebst Dringlichkeit der Taschenbeschaffung (Diabetikerproblematik + Medikamentierung). Bei postalischer Beschaffung würde die Tasche frühestens am 12.08.2014 in Karlsruhe eintreffen. Frau F. schlug vor, die Tasche mit dem nächstmöglichen Fernbus von Köln nach Karlsruhe zu befördern. Mit dem Bus um 00:10 wäre die Tasche dann am 10.08.2014 um 04:35 in Karlsruhe eingetroffen. Der Transport der Tasche von Frau S. nach Köln sollte per Taxi erfolgen. Ebenso die Anlieferung der Tasche zu Frau K. in Karlsruhe.

Bei MeinFernbus fühlte man sich jedoch in keiner Weise zuständig und verwies auf die AGB, nach denen jeder Fahrgast selbst für sein Gepäck verantwortlich sei. Nach Ansicht von Mein Fernbus also auch für das Reisegepäck, das im Außenstaufach des Busses in die Obhut von MeinFernbus übergegangen sei. Man sei allenfalls bereit, das gegenständliche Gepäckstück vom Hbf in Köln zum Hbf in Karlsruhe zu befördern (was ja MeinFernbus keinen Cent kostet). Der Rest sei Sache des Fahrgastes. Nach Auffassung von MeinFernbus solle die Finderin, Frau S., in der Nacht von Kierspe nach Köln fahren (einfach ca. 65 Kilometer) und das Gepäckstück um 00:10 am Hauptbahnhof in Köln anliefern. Frau K. wiederum solle um 04:35 am Hauptbahnhof Karlsruhe  das Gepäckstück entgegen nehmen. Mehrmalige Telefonate bis 20:00 führten zu keinem Ergebnis. Schließlich beendete MeinFernbus den Dialog durch Auflegen des Telefonhörers.

Um 22:00 wurde der Vorfall nebst Dringlichkeit noch einmal per E-Mail und Telefax an die Fa. MeinFernbus übermittelt. Seitens der Fa. MFB MeinFernbus GmbH erfolgte bis heute (12.08.2014) jedoch keinerlei Reaktion.

Der Busfahrer wurde übrigens auch über den Diebstahl in Köln informiert. Dieser bestätigte, dass es schon des öfteren zum Diebstahl von Reisegepäckstücken gekommen sei. Im Raum Düsseldorf würde eine gewisse Häufung vorliegen. Auch in Karlsruhe musste Frau K. beim Entladen des zweiten Gepäckstückes feststellen, dass der Busfahrer beim Entladen nicht zugegen war bzw. seinen Fahrersitz während der Gepäckentnahme nicht einmal verlassen hatte.

Was lernen wir daraus? Wer billig kauft (egal was), kauft zweimal. Das trifft in allen Lebenslagen zu. Wer meint, mit einer Fernbusreise von 20, 25 oder 30 Euro sei man gut aufgehoben, der irrt wohl? Neu ist diese Erkenntnis jedoch nicht. Der eine oder andere erinnert sich sicher an die „Caffeefahrten“ diverser Unternehmen, die man für kleines Geld bekommt und dann oftmals mit einer teuren Rheumadecke für Omma und Oppa geendet haben. Überall wo der Stempel „Billig“ draufsteht ist stets Vorsicht geboten. Also auch bei einer „Billig-Beförderung“, wie sie von MeinFernbus angeboten wird.
Nachdem schon beim Abwicklungsprozedere von Gepäckstücken „gespart“ wird, und keinerlei Bereitschaft besteht, für die Folgen des Fehlverhaltens aufzukommen, stellt sich doch unweigerlich die Frage; wo wird noch überall gespart? Bei der Wartung, bei den Reparaturen, beim (Fahr)Personal, bei der Sicherheit insgesamt?

In der Sache selbst sind Frau K. und Frau F. übrigens anderer Meinung als die „Billigheimer“. Rechtlich gesehen dürfte ein Obhutsschaden vorliegen durch Obliegensheitsverletzung der Fa. MFB MeinFernbus GmbH mit den entsprechenden Rechtsfolgen (Schadensersatz). Insbesondere wenn Sorgfaltspflichten des Unternehmens grob fahrlässig verletzt wurden – wie hier. Das Problem ist bei MeinFernbus übrigens schon seit längerem bekannt und wird dort seit 09/2013 „diskutiert“. Die „diskutieren“ wahrscheinlich noch weitere 10 Jahre, wie man das Problem Kofferdiebstahl in den Griff bekommen könnte? Wie bezeichnet man das Verhalten, wenn man Probleme kennt und diese nicht beseitigt? Vorsätzlich? In Kenntnis dieser Problematik würde ich als Versicherer (mit Recht) jegliche Ansprüche des Busunternehmens ablehnen. Sofern der Busfahrer die Empfangsberechtigung von Gepäckstücken nicht zu prüfen hätte – was im rechtlichen Sinne völlig absurd ist – müssten logischerweise bei jeder Haltestelle sämtliche Fahrgäste aussteigen und überprüfen, ob irgend jemand versucht, deren Gepäckstücke zu entnehmen. Das ist zum Einen völlig weltfremd und zum Anderen in den AGB so auch nicht vorgesehen. Außerdem könnte man dabei den strammen Fahrplan von MFB „vergessen“.

Nachdem es sich hier offensichtlich nicht um einen Einzelfall handelt, kann man davon ausgehen, dass es sich bei der Entwendung von Gepäckstücken aus MeinFernbus wohl schon um ein „Geschäftsmodell“ diverser Diebesbanden handelt? Falls (noch) nicht, ist es lediglich eine Frage des WANN und nicht eine Frage des OB. Ist doch eine prima und vor allem einfache Sache. Man steigt irgendwo (ohne Gepäck – oder mit geklautem Gepäck aus einem anderen Bus) zu und ist 2 oder 3 Stationen weiter Besitzer eines prall gefüllten Wohlstandskoffers oder sonstiger Wertgegenstände? Seitens MeinFernbus werden ja keinerlei Personalien überprüft oder die Gepäckstücke irgendwie den Fahrgästen zugeordnet? Zustände wie diese eröffnen einen Diebstahltourismus der Extraklasse, den möglicherweise schon die organisierte Kriminalität entdeckt hat?
Das nachlässige Prozedere bei der Gepäckabwicklung fand im Übrigen auch ein Busfahrer von MeinFernbus äußerst befremdlich.

Besondere Vorsicht ist insbesondere beim Handgepäck geboten. Da entzieht sich MeinFernbus.de sowieso jeglicher Verantwortung (AGB – 14.4). Nachdem dreiste Diebe sogar beim Reisegepäck am Gepäckfach zu Gange sind, muss man auch davon ausgehen, dass das (oft wertvollere) Handgepäck im Visier dieser „Mitfahrgäste“ steht. Unbeobachtetes Handgepäck oder gar ein kleines „Nickerchen“ zwischendurch könnte da recht schnell mit einem „bösen Erwachen“ enden?

Der Diebstahl von Gegenständen, ermöglicht durch grob fahrlässiges Handeln eines Busunternehmens, ist für sich genommen schon ein Skandal? Wie man sieht, kann man  aber auch das noch toppen, indem man einen frisch operierten Fahrgast (und Diabetiker) mit seinem Schicksal alleine lässt und sich einfach „vom Acker macht“.

Vielleicht hat MeinFernbus aber gar nicht so unrecht? Möglicherweise ist man wirklich selbst schuld, wenn man sich und sein Reisegepäck dieser Firma „anvertraut“?

Unternehmensführung dieser Art passt doch hervorragend zu den Erfahrungswerten mit der Versicherungswirtschaft? Knallhartes Business auf der letzten Rille – ohne Rücksicht auf Verluste. Stets zu Lasten der Bürger –  bei Bedarf auch zu Lasten von deren Gesundheit.

Nachtrag vom 12.08.2014 – 13:25:

Was für ein Zufall? MeinFernbus hat sich doch tatsächlich nach 3 Tagen aus dem „Untergrund“ zurückgemeldet. Genaue 3 Stunden nach Veröffentlichung des CH-Beitrags kam folgende E-Mail:

Sehr geehrte Frau … ,
sehr geehrter Herr … ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir können Ihnen versichern, dass wir den von Ihnen geschilderten Vorfall sehr bedauern. Nicht zuletzt auch aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es jedoch leider nicht möglich, uns mit Ihnen als nicht unmittelbar Beteiligte weitergehend über die Angelegenheit auszutauschen. Wir werden jedoch schnellstmöglich das Gespräch mit Frau K. suchen, um mit ihr in der Sache eine Einigung zu erzielen.

Wir danken für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Was dann auch tatsächlich gegen 16:00 geschah. Mit einem Angebot an Frau K. , das an Großzügigkeit kaum zu überbieten ist? MeinFernbus.de bietet zur Erledigung der Angelegenheit doch tatsächlich eine Freifahrt an. Und das in Kenntnis des o.a. (menschenverachtenden) Vorganges sowie der Tatsache, dass der wertvolle Teil der Reisetasche ausgeraubt wurde? Der „Gönner“ von MFB ist wohl ein ehemaliger Schadenssachbearbeiter der HUK? Man kann gespannt sein, was das Gericht von diesem „Service der Extraklasse“ hält? Vor allem kann man auf die öffentliche Meinung gespannt sein, was den aktuellen Sicherheitheitsstandard zu Lasten der Fahrgäste betrifft.

Siehe auch:

Fernbusforum vom 05.04.2014
Gutefrage vom 09.01.2014
Facebook vom 25.09.2013

Busnetz.de

Fernbusbewertung.de

OLG Saarbrücken 5 U 342/12
LG Duisburg 4 S 160/94

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13 Kommentare zu Reisen mit MeinFernbus.de – ein „Schnäppchen“ oder doch nur eine „Mogelpackung“?

  1. Finchen sagt:

    Verspätungen, Lenkzeitprobleme, schlechtes W-Lan, Diebstahl und dann noch mieser Kundenservice? Irgendwann ist es einfach zuviel.

  2. Karle sagt:

    Wenn einer meint, er kann für ein Paar Euro sicher fliegen oder fahren, ist ihm wirklich nicht mehr zu helfen. Überall wo am Kostenlimit gearbeitet wird, geht es nicht ohne Gaunerei. Ob im Transportwesen oder bei den Versicherern. Der Güterverkehr ist hierfür das beste Beispiel. Da tricksen die Speditionen auf allen Ebenen, um dem Kostendruck oder den Billigangeboten der Konkurrenz standhalten zu können, bis der LKW dann irgendwann im Graben liegt oder ein paar andere Verkehrsteilnehmer platt macht. Für Fernverbindungen ist die Mitfahrzentrale, als Alternative zur Bahn, wohl die bessere Wahl? Zumindest was die Kontrolle der Gepäckstücke betrifft. Überall wo Kommerz draufsteht ist eben auch Kommerz drin. Ist wie bei den Gauklern:

    Hereinspaziert, hereinspaziert, hier werden sie sofort rasiert.
    Oder
    Kommen Sie näher, kommen Sie ran! Hier werden sie genauso beschissen, wie nebenan!

    Will heißen: Bekannt faule Systeme meiden und einfach nicht mehr benutzen. Egal wie verlockend das Billigangebot auch sein mag. Irgendwo gibt es immer einen, der es besser oder richtig macht. Auch wenn es ein paar Euro mehr kosten sollte. Unterm Strich zähl ich!

  3. Graf Zahl sagt:

    Tja Karle, bei vielen schaltet aber das (wenn vorhandene) Gehirn ab, wenn es darum geht ein paar Krümpel zu sparen. Sich darüber mal Gedanken zu machen, dass in diesem System niemand etwas zu verschenken hat, darauf kommen die Wenigsten.
    Billig und gut geht nicht untern Hut! Zitat meiner Großmutter.

    Allen einen erfolgreichen Tag.

  4. Hannes Birnbacher sagt:

    Danke für die Infos, das hat bei mir einen endgültigen Anstoß gegeben, die Fahrt mit MeinFernbus zu stornieren und auf Bahn überzugehen.

    Meine Geschichte ist, daß ich für zwei Personen Hin- und Rückfahrt gebucht habe und darauf gestoßen bin, daß für mich, eine der beiden Personen, Schwerbehindertenrabatt von MeinFernbus gewährt wird. Was ich nicht wusste, ist, daß der Rabatt nur bei Vorab-Zusendung des Schwerbehindertenausweises gewährt wird. Stand der Dinge ist heute folgender:
    1. Ich buche und bekomme eine Ankündigung, daß in der übernächsten Woche 92 Euro (der Preis ohne Rabatt) von meinem zu diesem Zweck angegebenen Girokonto abgebucht wird.
    2. Ich bekomme sog. Gutschein-Codes für den Rabatt und muss aber die erste Buchung stornieren und mit Ermäßigung neu buchen.
    3. Ich bekomme (diesmal hatte ich Paypal gewählt) 69 Euro abgebucht. An den Dienstleister von MeinFernbus, eine Firma BillPay, maile ich den Sachverhalt und ziehe meine Einzugsermächtigung zurück.
    4. Ich bekomme eine Abbuchung von 92 Euro und habe in dieser Höhe ein Guthaben, das ich aber nicht ausbezahlt bekomme, sondern ab-fahren müsste (klar buche ich das Geld zurück und lasse es auf einen Rechtsstreit sowie den Ruin meines finanziellen Rufes bei allen Auskunfteien ankommen, ich habe sowieso die letzten 45 Jahre nirgendwo Kredit in Anspruch genommen).
    5. Mir und anscheinend vielen Berichterstattern im Internet der letzten Tage antwortet meinFernbus nicht mehr auf E-Mails an den Kundenservice, und Anrufe bei der angegebenen Servicenummer werden von dem dortigen Telefoncomputer nach ca. anderthalb Minuten ohne Weiterleitung beendet.
    6. Viele Berichterstatter auf einem Bewertungsportal berichten, daß sie zwar eine Zusage für Kostenübernahme aufgrund irgend welcher Pannen haben, aber MeinFernbus nicht gezahlt hat und für sie nicht erreichbar war.
    7. Ich habe jetzt auch die rabattierte Hinfahrt für uns zwei Personen storniert und wir fahren mit der DB.
    8. Bemerkung: Ich habe mit FlixBus im Mai beste Erfahrungen gemacht und mir daraufhin ein paar Gutscheine für FlixBus gekauft. Damit geht’s dann für künftige Billigreisen weiter, da hatte und befürchte ich keine Probleme (die Fahrt im Mai war auch ohne Schwerbehindertenrabatt billiger).
    9. Noch ’ne Bemerkung: bei Flixbus hat der Fahrer das Gepäck eingeladen und auch wieder ausgegeben und stand bei den Pausen auch vor dem geöffneten Gepäck-Abteil. Noch beruhigender fand ich meine Beobachtung beim danebenstehenden ADAC-Bus, wo deren Fahrgäste für ihr Gepäck eine Quittung kriegten.

  5. Madeleine Slama sagt:

    VonBerlin ZOB-nach Kassel/Wilhelmshoe.Bus 064 nach Koeln kam in Kassel ueber 2 Stunden spaeter an (Autobahnvollsperrung-hinter Braunschweig). Meine kl.schwarze Stofftasche ,mit weissem Schriftzug, habe Ich an der Fahrertuerseite – erste Sitzreihe – oben in die Ablage gelegt. Aber beim Verlassen des Busses nicht Mitgenommen. Die Hotlein >Betreuer >sagten mir zu, den Busfahrer sofort zu benachrichtigen, beim naechsten Halt kann er die Tasche sichern . Am Tag darauf sollte mir telefonisch mitgeteilt werden ,wann der Bus 064 wieder in Kassel/Wilh. eintrifft.—Es kam kein Anruf –Keine Hilfe—.

    Der Bericht ueber Fr. K ( Zucker -Krank-) ihr Gepaeck wurde entwendet.< Wirklich: menschenverachtend!!!

    M.Sl

  6. lmalachiaprivat@gmx.de sagt:

    Mir ist letztes WE genau das passiert was oben beschrieben wurde. Die Fahrt ging von Düsseldorf nach Regensburg. Als ich in den Verlust in Regensburg festgestellt habe, meinte die Zentrale von mein Reisebus nur, das ich eine Anzeige gegen Unbekannt machen soll. Die Polizei wiederum informierte mich das sich das Bus Unternehmen so leicht macht.
    Mein Eindruck war das der Diebstahl auch in Köln passiert ist. Hin oder her, ich muss zugeben dass billig in diesem Fall super teuer war, denn ich musste mich neu einkleiden und bin mit DB zurück gefahren. Fernbus kommt für mich nie wieder in Frage.

  7. Renate sagt:

    Auch ich kann nur warnen vor den Geschäftsgebaren von meinBus bzw. Flixbus. Zum Glück waren sich 8 versetze Fahrgäste einig und haben geschlossen Anzeige erstattet.

  8. N. Kirchner sagt:

    Ich, Dr. N. Kirchner wohnhaft in Dachau bei München war im Zeitraum 15.08-22.08.2015 auf der Schiffsreise mit AidaMar zusammen mit meiner minderjährigen Tochter M. Kirchner . Für die Rückfahrt nach Hause am 22.08.2015 habe ich die Kombination: Busfahrt (Buchungsnummer 8003430241 bei MeinFernbus GmbH) Warenmünde Werft 11:05 – Berlin ZOB 14:15 und Flug Berlin Tegel Lufthansa 20:20 – München ausgewählt. Als Gepäck hatten wir zwei schwarzen Koffern mit dem Label: „M. Kirchner AidaMar Deck # Kabine #### 15/08/2015-22/08/2015“ und Visitenkartenaufkleber mit Name und Anschrift.

    Am 22.08.2015 standen wir rechtzeitig an der Haltestelle „Warenmünde Werft“. Kurz vor Abfahrtszeit (11:05) um 11:00 kam eine SMS, dass unser Bus eine Verspätung um 20 Minuten hat. Exakt um 11:20 Uhr kam ein Bus ohne Schild. Wir haben unsere Fahrtkarten beim Busfahrer vorgelegt und er hat uns geholfen, unsere Koffer im Gepäckraum des Busses zu lagern. Wir sind mit diesem Bus nach Berlin ZOB gefahren.

    Erst später haben wir erfahren, dass dieser Bus nicht der von uns gebuchte Bus der Linie 225, sondern von der Linie 289 ist, jedoch führ auch dieser Bus nach Berlin ZOB. Dieser Bus Linie 289 hatte eine Panne zwischen Warenmünde Werft und Berlin: wir mussten in einen anderen Bus *ohne* Gepäck umsteigen. So sind wir am 22.08.2015 um 16:30 nach Berlin ZOB angekommen. Wir haben unser Gepäck-Problem bei ZOB Berlin angemeldet und uns wurden dort versichert, dass unser Gepäck schnellstmöglich nach München ZOB geschickt wird. Erst danach sind wir ohne Gepäck nach München geflogen.

    Nach Angaben von MeinFernbus-Mitarbeitern im Infopoint München ZOB am 24.08.2015, wurden unsere beide Koffern von Berlin ZOB (Abfahrt um 17.15) nach München ZOB (Ankunft 23:50) mit dem Bus (Linie 006) am 23.08.2015 abgeschickt, sind aber nicht angekommen und keiner weiss, wo sie sind.

    Am 24.08.2015 haben wir das verlorene Gepäck beim KundenService und des Fundbüros vom MeinFernbus GmbH angemeldet. Unser Fall hat dort die Identifikationnummer Case#10461152. Auf mehrere unserer e-mail Anfragen und telefonischen Anrufen hat MeinFernbus nur ein mal reagiert: sie wünschen uns viel Glück bei der Suche nach unserem Gepäck.

    Bisher (09.09.2015) haben wir keine Auskunft, wo sich unser Gepäck befindet und was MeinFernbus GmbH unternommen hat, um unsere Koffern zu finden.

    Finger weg von MeinFernbus GmbH!

    PS: Achtung, negative Bewertungen sind bei vielen web Seiten quasi sofort gelöscht. Die einzige Ausnahme ist https://de.trustpilot.com/review/meinfernbus.de meiner Erfahrung nach.

  9. Fernbusfahrerin sagt:

    Auch ich durfte heute eine solche Erfahrung machen. Bislang war ich eine sehr zufriedene Fernbus-Kundin. Doch heute fuhr ich ab 20.30 Uhr von Dortmund nach Heidelberg und musste dort feststellen, dass sich mein Koffer nicht mehr beim Reisegepäck befand. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich genügt es, mit dem Finger auf einen Koffer zu weisen, um ihn ausgehändigt zu bekommen. Ich rief beim Kundencenter an und wurde auf das Formular für das Fundbüro verwiesen. Ein Formular, das überschrieben ist mit „Ich habe etwas im Bus vergessen. Was soll ich tun?“. Welch‘ Sarkasmus. Vergessen habe ICH nichts. Vergessen wurden hier ganz offensichtlich die vertraglichen Nebenpflichten aus § 241 BGB. Das Formular habe ich ausgefüllt. Es könnten mehrere Wochen bis zu einer Antwort verstreichen. Das ist alles andere als kundenfreundlich. V.a., weil es sich eben nicht um Handgepäck handelte, das ich schlicht vergaß, sondern um das Reisegepäck, für das das Busunternehmen (abgesehen von Fällen leichter Fahrlässigkeit, die durch die AGB-Bestimmungen augeschlossen wurden) haftet. Aber von leichter Fahrlässigkeit kann hierbei keine Rede sein. Ich hoffe, ich bekomme den Schaden von fast 600 Euro ersetzt. Ansonsten werde ich rechtliche Schritte einleiten müssen. Es wäre wohl besser, ich stiege auf den Postbus um. Hier werden die Koffer gekennzeichnet. Wobei: auch heute das Endziel an den Koffern angebracht wurde. Auf den Zettel wurde aber offenbar nicht geachtet, wenn der Koffer am Ziel schon nicht mehr da ist …. Sehr bedauerlich.

  10. Tanja Krech sagt:

    Auch meine Tochter musste heute die Erfahrung machen das Gepäckstücke nicht sicher sind in mein fernbus. Am Zielort angekommen war die Tasche aus dem Gepäckraum verschwunden Route war Berlin-Bremerhaven. Vom Bus Fahrer kam nur die Antwort: “ Das wäre nicht sein Problem wäre ihm egal.“ sehr schlechter kundenservice muss ich sagen. Nach Anruf bei fernbus genau das gleiche Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei und das Formular für das Fundbüro ausfüllen. Wir sehen diese Tasche nie wieder hab ich ihr gesagt und versprochen müssen sie heute wieder neu ein zu kleiden. Aber der sentimentale Wert interessiert niemanden.

  11. Petra sagt:

    Uns wurde bei einem Zwischenhalt in Frankfurt das Gepäck gestohlen. Anzeige wurde erstattet und einige mails an MeinFernbus geschrieben. Geantwortet wurde auch nach der Drohung unseren Anwalt einzuschalten, nicht. Wir haben den Anwalt eingeschaltet und versucht wg. grober Fahrlässigkeit (JEDER kann unkontrolliert ein Gepäckstück seiner Wahl, bei einem Zwischenhalt an sich nehmen) einen Schadenersatz zu bekommen (Wert war über 500.-€). Trotz genauer Auflistung der gestohlenen Kleidungsstücke, Aktenzeichen der Polizei, mehrere anwaltliche Schreiben….Wir haben auf eine Klage verzichtet, denn ohne Originalbelege (und wer bewahrt diese von allen Kleidungsstücken schon auf?) ist die Chance einen Prozess zu gewinnen eher gering. Auch ist der Zeitwert der Kleidungsstücke natürlich entscheidend und eine teure Designerhose ist nach einem Jahr nicht mehr viel Wert (siehe ebay). Wir haben von MeinFernbus 4 Freifahrten als Entschädigung erhalten – ob wir uns auf eine Risikofahrt mit diesem Unternehmen tatsächlich noch einmal einlassen….? Nur, wenn das Gepäck mit in den Fahrgastraum darf!

  12. beklaut in Hamburg sagt:

    Auch meiner Tochter ist der Koffer bereits vor Abfahrt in Hamburg aus dem Gepäckraum von MeinfernBus geklaut worden. Zunächst lehnte MeinFernBus mit Verweis auf AGBs jegliche Haftung ab. Zum Glück konnte auf das Urteil 283 Js 5956/15 des Amtsgerichts München vom 08.12.2015 hingewiesen werden, in dem steht, dass eine Pauschalablehnung der Haftung für Gepäck nicht zulässig sei. Nun will MeinFernBus nur nach Originalbelegen zahlen. Da dies eine klare Hinhaltetaktik ist, müssen härtere Maßnahmen eingeleitet werden, nämlich vor Gericht.

  13. Marie sagt:

    Hallo, mein Name ist Marie Genseleiter und ich bin Redakteurin für ein neues TV Format auf dem Sender Kabel1. Für dieses Format suchen wir Leute, denen der Koffer aus einem Fernbus entwendet wurde. Dabei ist für uns nicht relevant aus welchem Fernbus, sei es nun Flixbus oder Postbus etc.

    Falls Sie Interesse haben Ihre Geschichte zu erzählen, dann können Sie sich gerne bei mir unter der 089/ 9601 6682 oder per Mail unter marie.genseleiter@janus-tv.de melden.

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