Versicherern drohen Milliardenlasten

Quelle: Financial Times

Versicherer fürchten Milliardenlast.

So war die Überschrift in dem Bericht der Financial-Times Deutschland, den ich wegen seiner Brisanz wiedergebe:

Den Versicherungen könnten Rückzahlungen in Milliardenhöhe drohen.

Die Verbraucherzentralen laufen Sturm gegen die Versicherungswirtschaft. Dabei geht es um die Praxis der Anbieter, Beitragszahlern zwar Ratenzahlungen zum Beispiel bei Lebensversicherungen zu erlauben – dafür aber kräftige Aufschläge zu verlangen.

In einem kürzlich ergangenen Urteil des Landgerichts Hamburg sehen die Verbraucherschützer einen wichtigen Teilsieg. Sollten die Versicherer zu viel gezahlte Beiträge erstatten müssen, droht der Branche Fachleuten zufolge eine Gesamtbelastung von mehreren Milliarden Euro.

Versicherungen lassen sich Entgegenkommen teuer bezahlen

„14 Prozent Effektivzins“ Versicherungsprämien sind jährlich im Voraus fällig. Die Gesellschaften akzeptieren zwar auch monatliche, viertel- oder halbjährliche Zahlungen, lassen sich dieses Entgegenkommen in den meisten Fällen aber teuer bezahlen.

Allles lesen >>>>

Dabei verkennen die Versicherer auch die Sachlage nach dem Anerkenntnisverfahren vor dem BGH, Captain-Huk berichtete darüber.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Netzfundstücke, Urteile, VERSICHERUNGEN >>>>, Wichtige Verbraucherinfos abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Versicherern drohen Milliardenlasten

  1. Sebastian Sommer sagt:

    Hi Willi Wacker,
    nicht umsonst hatte damals, auch darüber hatte captain-huk berichtet, die HUK-Coburg die Revision zum BGH zurückgenommen und den Klageantrag im landgerichtlichen Verfahren anerkannt, so dass das landgerichtliche Urteil rechtsbeständig wurde und eine Entscheidung des BGH entbehrlich wurde. Mit dieser Taktik wurde auch das OLG-Urteil ausgehebelt. Was für die HUK-Coburg gilt, gilt auch für die Signal-Iduna-Versicherung und die Hamburg-Mannheimer-Vers AG, ob sie das wahrhaben wollen oder nicht.
    Da kann sich die gesamte Versicherungswirtschaft bei Herrn Hoenen, damals HUK-Coburg, bedanken. Man kann den Verbraucherschützern nur wünschen, dass sie „dranbleiben“. Die Versicherer brauchen das.

  2. virus sagt:

    Zitat Financial-Times Deutschland: „Wir haben keine Rückstellung gebildet, weil das Verbraucherkreditgesetz auf Versicherer nicht zutrifft“, sagte ein Sprecher von Signal Iduna.

    Das Anerkenntnisurteil erging gegen die HUK-Coburg VERSICHERUNG!

    Stand der Abmahnungen seitens der Hamburger Verbraucherzentrale sowie der zurzeit letzte Eintrag kann hier nachgelesen werden: http://www.vzhh.de
    bzw.
    http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteVersicherungen/TeilzahlungszuschlagAbmahnungen.htm

    „20. Juli 2010

    DEVK – Der dümmste Versicherer?

    Verbraucher bekommen viele „Abwimmelbriefe“ mit teilweise abenteuerlichen Argumenten. Den Vogel hat nun die DEVK abgeschossen. Offenbar hat sie nicht kapiert (oder will es nicht kapieren?), dass der von ihr verlangte Ratenzahlungszuschlag von 3 % eben gerade nicht 3 % ist, sondern 11, 12 oder 13 % effektiv beträgt. Unser Vorschlag an die DEVK: Informieren Sie sich auf unserer Web-Seite über die Rechtslage oder fragen Sie einmal einen Mathematiker in Ihrem Haus, bevor Sie solche Briefe in die Welt senden.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.