controlexpert: Das Langenfelder Unternehmen verdient sein Geld damit, dass es Rechnungen auf den Grund geht.

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Link Westdeutsche Zeitung am 11.09.2008

Langenfeld. Zeit ist Geld. Je schneller eine Arbeit erledigt ist, desto billiger ist sie. Diese Erkenntnis ist Basis der Industrialisierung. Und nun spricht sie sich auch in Versicherungskreisen herum. Sehr zum Vorteil von Controlexpert. Das Langenfelder Unternehmen beschleunigt die Schadenbearbeitung von Autoversicherern wie Allianz und HUK.

Insgesamt profitieren 54 deutsche Versicherer von dem, was Informatiker und Versicherungsmathematiker in Langenfeld ausgetüftelt haben. Und inzwischen sind auch Leasingunternehmen und Automobilkonzerne auf Controlexpert aufmerksam geworden. „Wir bearbeiten jeden Tag allein 5000 Unfälle“, sagt Firmengründer Gerhard Witte. Der 54 Jahre alte Ingenieur ist unter anderem öffentlich bestellter Kfz-Sachverständiger.

Womöglich ist auch das ein Grund dafür, dass es Controlexpert gibt. Denn Sachverständige kosten Geld. Da ist es gerade für Kfz-Versicherer hilfreich, die Schadenabwicklung so zu standardisieren, dass kostspielige Experten seltener eingesetzt werden müssen, weil auch ungewöhnlich hohe Rechnungen sofort als plausibel erkannt werden können.

Statistische Methoden und mathematische Formeln

Darauf fußt Wittes Erfolgsmodell. Seine Mitarbeiter erfassen jeden Unfall. Mit Hilfe statistischer Methoden und mathematischer Formeln filtert der Kollege Computer nur die Reparaturrechnungen heraus, die einen zweiten oder dritten Blick lohnen. Dadurch kommt es zu viel weniger Zweifelsfällen, also müssen seltener Sachverständige beauftragt werden, um den Dingen auf den Grund zu gehen, werden Autos schneller repariert und müssen Leihwagen weniger lang bezahlt werden.

„Von den mehr als eine Million Rechnungen, die wir im Jahr untersuchen, sind 70 Prozent absolut unauffällig“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Kallweit. Controlexpert gehe es in erster Linie auch gar nicht darum, Übeltäter zu finden. „Wir entwickeln für unsere Kunden Datensätze, mit denen sie ihre Arbeitsprozesse optimieren können“, erklärt der 45 Jahre alte Diplom-Ökonom. Das wird von den Versicherungen gern genommen.

Gleichwohl sind die Konzerne auch dankbar, wenn ihnen Betrüger ins Netz gehen. Dank der großen Datenmenge, die sich in den vergangenen sechs Jahren bei Controlexpert angesammelt hat, ist das Langenfelder Unternehmen in der Lage, jeden Schaden- oder Reparaturfall daraufhin abzugleichen, ob die Werkstatt auch wirklich nur gemacht hat, was im Zusammenhang mit einem Unfall oder einer Inspektion gemacht werden musste. „Für Leasingunternehmen beispielsweise ist das wichtig, damit sie ihre Preise vernünftig kalkulieren können“, sagt Kallweit.

Und Versicherungen haben etwas davon, weil sie nur das regulieren müssen, was ihr Versicherter auch an Schaden angerichtet hat.

Firma peilt einen Jahrsumsatz von 13 Millionen Euro an

Wie groß der Anteil von Controlexpert an dieser Entwicklung ist, hat zwar noch kein Mathematiker ausgerechnet. Fest steht aber, dass die Prämien für Autoversicherungen in den vergangenen fünf Jahren um zwei Prozent gesunken sind, während die Lebenshaltungskosten insgesamt um fast 13Prozent stiegen. „Ich glaube schon, dass wir dazu beigetragen haben“, sagt Gerhard Witte.

Das scheinen die Kunden auch zu denken. Denn es werden täglich mehr. In Deutschland gehört Wittes Firma längst zu den Marktführern. Und immer noch stehen die Zeichen auf Wachstum. Allein in diesem Jahr ist die Zahl der Mitarbeiter um 40 gestiegen. Controlexpert peilt einen Jahrsumsatz von 13 Millionen Euro an. Aber auch das ist nur eine Zwischenstation.

Damit es mit dem Unternehmen in der Zukunft weiter aufwärts geht, suchen etwa 20 Mitarbeiter in der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Controlexpert wie Detektive mit Mathekenntnissen und in Kooperation mit der Universität Köln jeden Tag nach neuen Formeln, die Abrechnungen schneller, leichter und sicherer machen.

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