Schadensmanagement der DEVK – der ganz alltägliche Wahnsinn?

Hier ein weiterer Kommentar vom 23.04.2008, der unbedingt das Prädikat "Beitrag" verdient hat.

Übereifrige DEVK

Noch am Tage des Unfalls wurde die Ehefrau des Geschädigten mit mehreren Anrufen der DEVK konfrontiert, mit dem offensichtlichen Ziel, alles weitere selbst zu dirigieren und auch die Reparaturwerkstatt erhielt bereits einen Tag später ein Fax. Darin stand u.a. zu lesen :"Der Unfall ist uns bereits bekannt. Wir können den Schaden regulieren. Das Fahrzeug soll bei Ihnen repariert werden. Wir zahlen die Reparaturkosten nach geklärter Haftung direkt an Sie, wenn Sie uns mit der Rechnung einen unterschriebene Abtretungserklärung zusenden. Wegen der Anmietung eines Ersatzfahrzeuges für die Dauer des unfallbedingten Ausfalls des Fahrzeuges haben wir den Anmietungswunsch Ihres Kunden weitergeleitet.
Das Fahrzeug Ihres Kunden wird HEUTE besichtigt. Das Gutachten werden wir Ihnen umgehend zur Verfügung stellen."

Soweit die DEVK-Sachbearbeiterin.

1) Wieso kann der Schaden angeblich schon reguliert werden, wenn weiter unten wieder eingeschränkt wird "nach geklärter Haftung" ?

2) Hat der Geschädigte sich überhaupt damit einverstanden erklärt, dass sein Anmietungswusch seitens der DEVK weitergeleitet wird und an wen ? –> Wettbewerbsverzerrung ?

3) Verdient durch solche "Vermittlungen" die DEVK Provisionen ?

4) Ist ein solches Verhalten unter wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten überhaupt akzeptabel ? –> Ungebetene Unfallhelfer ?

5) Wieso geht die Sachbearbeiterin der gegnerischen Versicherung davon aus, dass das Fahrzeug HEUTE besichtigt wird, wenn es dazu der ausdrücklichen Einwilligung des Geschädigten nach vorheriger seriöser Aufklärung bedarf ? Oder sollen so die Reparaturwerkstatt und ihr Kunde einfach mal salopp vor vollendete Tatsachen gestellt werden in der Absicht, auf einen eigenen Sachverständigen zu verzichten ?

4) Wieso wird ohne ein ausdrückliches Einverständnis des Geschädigten der Werkstatt in Aussicht gestellt, dass man ihr     u m g e h e n d   das "Gutachten" zur Verfügung stellen würde ? Meines Wissens erstellen die Haussachverständigen der DEVK überhaupt keine Beweissicherungs-Gutachten nach den sog. Mindestanforderungen.

5) Steckt hinter dieser Masche die unverhohlene Absicht, die seriöe Reparaturwerkstatt zur Partnerschaft mit der gegnerischen Versicherung gegen die Interessenlage des eigenen Kunden zu animieren ?

6) Wie hoch ist die Erfolgsprämie der DEVK-Sachbearbeiterin, wenn sie die Werkstatt und deren Kunden für die eigene Interessenlage so hätte vereinnahmen können, bei der in diesem Fall die Kosteneinsparung immerhin bei deutlich über 1.000,00 EUR zum Nachteil des Geschädigten gelegen hätte?

Anmerkung: In diesem Fall wurde der Geschädigte noch rechtzeitig von seiner Werkstatt seriös darüber aufgeklärt, wie solche Vorgehensweisen der gegnerischen Versicherungen zu verstehen sind.

Fazit: Kein Leihwagen auf Vermittlung der DEVK, sondern über die Werkstatt des Geschädigten.

Einschaltung eines Rechtsanwalts zur Absicherung der Schadenersatzansprüchen.

Beauftragung eines versicherungsunabhängigen Kfz.-Sachverständigen durch den Geschädigten zur Erstellung eines verkehrsfähigen Beweissicherungs-Gutachtens zwecks Absicherung der Schadenersatzansprüche (Feststellung des Schadenumfangs und des Reparaturweges sowie Ermittlung der Reparaturkostenhöhe, ausreichende Bemessung der Reparaturdauer und  damit Absicherung der  Mietdauer für Leihwagen sowie Ermittlung des Merkantilen und ggf. auch eines Technischen Minderwertes nach den Umständen des Einzelfalls (keine Begrenzung auf ein Fahrzeugalter von 5 Jahren oder auf eine Laufleistung von 100 000 km)).

Soweit der Bericht.

Hinzuzufügen wäre noch, dass man viele Geschädigte bereits massiv telefonisch belästigt. Eine weitere Geschädigte verwendete kürzlich den Begriff "Telefonterror". Dies ging dann so weit, dass die Geschädigte bis zur Einschaltung eines Rechtsanwaltes keine Telefonate mehr entgegen nahm.

Dieser Beitrag wurde unter Das Allerletzte!, DEVK Versicherung, Haftpflichtschaden, Mietwagenkosten, Unglaubliches, Wichtige Verbraucherinfos abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Kommentare zu Schadensmanagement der DEVK – der ganz alltägliche Wahnsinn?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.