AG Lahnstein entscheidet kurz und bündig gegen den bei der HUK-COBURG Versicherten, nachden diese ihn im Rechtsstreit vor dem AG Lahnstein im Regen stehen ließ, mit Urteil vom 22.3.2016 – 24 C 113/16 -.

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

zum Wochenende veröffentlichen wir für Euch hier auch noch ein Urteil des Amtsgerichts Lahnstein zu den Sachverständigenkosten gegen den bei der HUK-COBURG Versicherten. Auf das schlüssige Klagevorbringen hat es die HUK-COBURG als eintrittspflichtige Versicherer, die nach der Werbung ihre Versicherten nicht im Regen stehen läßt, noch nicht einmal für nötig erachtet, dem bei ihr Versicherten im Prozess beizuspringen. Offenbar haben die mit einer Klage gegen ihren Versicherten nicht gerechnet. Dementsprechend konnte das erkennende Gericht kurz und bündig entscheiden. Sofern keine Klageerwiderung erfolgt, geht dann schnell der Hammer runter. Und schon ist das Urteil gegen den Versicherten der HUK-COBURG gesprochen. Voraussetzung ist natürlich, dass ein schlüssiger Klagevortrag vorliegt. Dafür ist es wichtig, einen qualifizierten Fachanwalt für Schadensrecht zu beauftragen. Dieser ist nämlich durchaus in der Lage, der HUK-COBURG paroli zu bieten. Und das Urteil hat noch einen weiteren Erfolg: Der bei der HUK-COBURG Versicherte erfährt mit diesem Urteil von den Machenschaften seiner Kfz-Versicherung bei den Schadenskürzungen, für die er treu und brav Prämien zahlt. Auch dieser Kunde wird sich überlegen, ob er nach dem 30. November noch bei der HUK-COBURG versichert sein will? Denn bis zum 30. November kann problemlos die Kfz-Versicherung gewechselt werden. Lest selbst das Urteil und gebt dann bitte Eure sachlichen Kommentare ab.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende.
Willi Wacker

Amtsgericht
Lahnstein

IM NAMEN DES VOLKES

Urteil
(abgekürzt nach § 313a Abs. 1 ZPO)

In dem Rechtsstreit

des Herrn F. K. aus B.

– Kläger –

Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte I. & P. aus A.

gegen

Herrn J. H. aus B. ( bei der HUK-COBURG Versicherter)

– Beklagter –

hat das Amtsgericht Lahnstein durch den Richter am Amtsgericht B. am 22.03.2016 ohne mündliche Verhandlung gemäß § 495a ZPO für Recht erkannt:

1.         Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 142,94 € nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 20.08.2015 zu zahlen.

2.        Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Beklagte.

3.         Das Urteil ist ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar.

Entscheidungsgründe

Die zulässige Klage ist begründet.

Der erhobene Anspruch folgt aus §§ 7 Abs. 1 StVG in Verbindung mit 249 Abs. 2 Satz 1 BGB, wonach der Halter des unfallverursachenden Fahrzeuges den bei Betrieb dieses Fahrzeuges einem Dritten entstandenen Schaden zu ersetzen hat, zu welchem auch die Kosten einer erforderlichen Sachverständigenbegutachtung des entstandenen Sachschadens zählen.

Dem schlüssigen Klagevortrag zur grundsätzlichen Verkehrsunfallhaftung des Beklagten und dem Anfall der Sachverständigenkosten ist der Beklagte nicht binnen gesetzter Frist entgegengetreten, weswegen der dahingehende Vortrag als unstreitig der Entscheidung zugrunde zu legen ist.

Das Gericht geht anhand der vorgelegten Abrechnung des Sachverständigen vom 31.07.2015 von der Erforderlichkeit von Sachverständigenkosten in Höhe von 504,28 € netto aus, weswegen der Klage mit der Kostenfolge des § 91 Abs. 1 ZPO stattzugeben war, bei vorläufiger Vollstreckbarkeit der Entscheidung gemäß §§ 708 Nr. 11, 713 ZPO.

Die Verzinsung der Klagehauptforderung folgt kraft entsprechend befristete Mahnung der Klägerseite aus Verzug, §§ 280 Abs. 1, Abs. 2, 286 Abs. 1, 288 Abs. 1 BGB.

Urteilsliste “SV-Honorar” zum Download >>>>>

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