Kundengeld in Versichererhand regiert die Welt

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… jedenfalls dann, wenn über Jahre die Gier den Unternehmerverstand vernebelt. Nach dem Tritt in den Hintern des unabhängigen Sachverstandes fahren Kfz-Werkstätten und Anbieter von Kalkulationsprogrammen die verdorrte Ernte ein.

Vollautomatisierte und digitale Schadenmanagement-Prozesse ermöglichen es den Versicherern zukünftig den Markt um die Schadenregulierung bzw. -beseitigung zu dominieren.

Es war nur eine Frage der Zeit:  Versicherer bezeichnen Kalkulationssysteme als unzulässig

 

6 Responses to Kundengeld in Versichererhand regiert die Welt

  1. Kai-Uwe says:

    War es denn anders zu erwarten? Es kann kein Werkstattbesitzer oder Kalkulationssystemanbieter ernsthaft überrascht sein. Wann kommen die Ärzte dran, die dann plötzlich keine Ahnung vom HWS haben?

    Wann geht der Generalangriff auf die Anwälte los? Ach ja, das dauert noch, weil es zuviele gibt, die den Versicherern Geld sparen…

    Aus Versicherungssicht müssen alle weg, die für den vollständigen Schadenausgleich sorgen.

    Grüße aus NRW

    Kai-Uwe

  2. SV-Wehpke says:

    Zitat aus F+K … „In allen anderen Fällen obliegt die Wahl von Kalkulationssystem und Lackberechnungsmethode dem Fachbetrieb.“
    ——————-
    Es ist das orignäre Recht eines jeden Unternhmers seine Preise selbst festzulegen. Niemand kann dazu gezwungen werden diese sogenannten Kalkulationssysteme anzuwenden. Alle Kalkulationssysteme sind einfach nur Hilfskrücken, die man beutzen kann oder eben auch nicht. Und wie oft in diese Kalkulationssysteme ganz andere Überlegungen (Typklassifizierungen o. ä.) einfliessen, ist allgemeiner Mißbrauch und auch allgemein bekannt.

    Wenn ein Reparateur vertragliche Bindung mit einem Hersteller eingeht, so hat darn der Versicherer zunächst keinen Anteil. Kein Reparaturbetrieb ist an Vorstellungen der Versicherer gebunden, es sei denn er läßt sich freiwillig darauf ein.
    Als damaliger Verantwortlicher eines großen Vetragshändlers, habe ich mehrfach Reparaturen nach „Versicherungsvorgaben“ einfach abgelehnt und empfohlen sie mögen sich jemand anderen suchen. Niemand kann gezwungen werden den Versicherern nicht nur das Problem zu lösen, sondern obendrein auch noch Geld drauf zu legen.
    Vielleicht sollten ZKF und Innungen sich einmal fragen wessen Interessen sie denn eigenlich vertreten und ihre Schäfchen besser aufklären. Wer sind denn die tatsächlichen Nutznießer und Entscheider bei den „Kalkulationssystemanbietern“? Wer steckt hinter Solera + Co? Ich denke da ist noch jeden Menge Info erforderlich.

    Wehpke Berlin

  3. Glöckchen says:

    Hi
    das sind doch alles Peanuts.
    Am Tode des lieben Bank-und Versicherungs- „Kunden“ wird wohl eher das große Geld „verdient“.
    Festgeldkonten,Depots,Sparbücher die von Erben Im Nachlass nicht aufgefunden werden und somit dauerhaft unentdeckt bleiben.
    Ansprüche aus Lebensversicherungen,Sterbegeldversicherungen,Ansprüche auf Rückforderung im Voraus bezahlter und-nach dem Ableben- überzahlter Versicherungsprämien werden von den Erben nicht erkannt und folglich niemals geltend gemacht.
    Was passiert mit diesen Geldern?
    Dreimal dürft ihr raten!
    Klingelingelingelts?

  4. SV Wehpke says:

    @Glöckchen. Dank für’s Thematisieren. An solche Machenschaften habe ich noch nie gedacht. Ich denke auch dass da Unsummen verschwinden. Zu einer anderen Gelegenheit sagte mir mal ein Schadenchef einer großen Versicherung wörtlich:“Wenn einer was von uns will muss er sich schon melden. Wir unternehmen da nichts“.

    Der eigentliche Skandal liegt darin, dass in der Politik der Sachverhalt sehr wohl bekannt sein dürfte, dieser aber wissentlich totgeschwiegen wird. Niemand unternimmt was dagegen. Es wäre ja durchaus möglich Änderungen vorzunehmen, wenn solches „Vergessen“ als Unterschlagung mit drastischen Strafen geahndet würde.
    Wehpke Berlin

  5. Jörg Latz says:

    Hallo,
    ich befinde mich aktuell auch in einem Streit mit der HUK. 2 Monate nach dem Unfall hat sich noch nichts getan. Es handelt sich um einen unverschuldeten Zusammenstoß Fahrrad gegen PKW. Das Fahrrad wird bisher nicht ersetzt. Zunächst forderte die HUK einen Kostenvoranschlag. Jetzt will sie einen eigenen Gutachter schicken.
    Seit 2 Wochen tut sich wieder nichts. Einen Nutzungsausfall gibt es auch nicht: Privatvergnügen.
    Und immer wieder der Hinweis auf die Schadensminderungspflicht: Der Geschädigte müsse sich von seinem Geld zunächst ein neues Fahhrad kaufen.
    Gruß

  6. virus says:

    …. so, so die HUK will einen Gutachter schicken.

    Wenn die HUK ein Gutachten für erforderlich hält, dann suchen Sie sich jetzt endlich ihren Sachverständigen des Vertrauens, dessen Rechnung der Schädiger zu erstatten hat.
    Der Schädiger hat nicht mal das Recht der Nachbesichtigung, ergo erst recht nicht das Recht der Besichtigung (zur Schadenhöhenmanipulation).

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