Buchempfehlung: Ratgeber Versicherung (2001) von Hans Dieter Meyer

„Wer unwissend ist, darf betrogen werden“

Warum unsere Politiker kein Interesse daran haben, den Versicherern auf die Finger zu schauen, warum die Aufsichtsbehörde ihren Namen zu Unrecht trägt, warum die ungeteilten Versicherungsprämien der Grund allen Übels sind und  der Versicherte immer der Dumme ist, all dies und vieles mehr wird dem Leser des Buches anschaulich und verständlich näher gebracht.

Auszüge aus dem seit 1982 hunderttausendfach aufgelegten Ratgeber Versicherung (2001)

Auszüge aus dem „Ratgeber Versicherung & Altersvorsorge“

von Hans Dieter Meyer, erschienen im Heyne-Verlag 12/2001

ISBN: 3-453-19689-9

Seiten 9 – 73

Vorwort des Verfassers

Mehr Wissen spart Geld

Die Marktwirtschaft hat einen Haken: Wer unwissend ist, darf betrogen werden. So arbeiten fast alle Gesellschaften und Vermittler nach der Devise: Die Unwissenheit der Verbraucher über Versicherungen und Geldanlagen ist der billigste Rohstoff, aus dem Geld gemacht werden kann.

Gegen diese Devise hilft dem einzelnen Verbraucher nur die eigene Information und eigenes Wissen!

Verwehrtes Wissen – leichtes Spiel mit hilflosen Bürgern

Der „Erfolg“ der Strategien und Geschäfte von Versicherungs-Aktiengesellschaften und ihrer Vertreter steht und fällt also mit dem Wissen der Bürger und auch der in unserem Lande Verantwortlichen um die tatsächlichen Vorgänge in diesem Bereich. Und so wird alles, was mit Versicherung zusammenhängt, zu einem reinen Informationskampf, wobei Geld eine große Rolle spielt. Man denke an Parteien- und Politiker-Spenden, an bestellte Gutachten und die mehreren Hundertmillionen EURO der Versicherungsbranche für Werbung und Anzeigen in Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen. Die größte Ironie ist, dass die gewaltige Lobby und Propaganda der Versicherungsgesellschaften mit dem Geld der Versicherten bezahlt wird. – Fair ist dieser Informationskampf also nicht. Welcher Dieb wird dem Bestohlenen schon ein paar Cents zurückgeben, damit er die Polizei rufen kann ? –

 Später steht geschrieben:

Den Versicherungsmanagern ist natürlich bekannt, dass die Bundesbürger in Sachen Versicherung unwissend, misstrauisch und passiv eingestellt sind. Ungeregeltheiten und Intransparenz sowie Unwissenheit, Misstrauen, Resignation und Passivität der Verbraucher sind aber die erforderliche Geschäftsgrundlage von Aktiengesellschaften, die Versicherung gegen Zahlung einer ungeteilten Prämie „verkaufen“ wollen. Nur Unwissende kann man mit großen Versprechungen betrügen. Nur bei Unwissenden kann man anbieten, was nichts taugt und viel zu teuer ist, also nicht bedarfsgerechte und völlig überteuerte Versicherungen. Nur Unwissende – wie die meisten Versicherten – erkennen ihr Leben lang nicht, welch’ miserablen Versicherungsschutz und welche finanziellen Verluste sie sich eingehandelt haben, denn bei Versicherungen gibt es keinen Leistungsaustausch wie beim Kauf von Waren. Wert und Qualität von Versicherungsschutz sind nicht nachprüfbar – eine Tatsache, die den oft lebenslänglichen „legalen Betrug“ ahnungsloser Bürger überhaupt ermöglicht.

Natürlich könnten die Gesellschaften und Vertreter über Versicherung informieren. Natürlich könnten auch Aktiengesellschaften transparente und bedarfsgerechte Angebote entwickeln. Nur die Frage, ob sie das wollen, wurde schon vor 100 Jahren mit „Nein“ beantwortet, als sie selbst die Ungeregeltheiten und die Intransparenz im Versicherungswesen herbeigeführt haben, um – unbemerkt und ungestört – durch den Missbrauch und die Veruntreuung von Versichertengeld ungerechtfertigte Gewinne zu erzielen.

So hat auch Professor Alfred Manes den Versicherungsunternehmen vorgeworfen, dass sie „versuchen, das selbständige Denken, die Einsichts- und Entschlussfähigkeit des Verbrauchers möglichst auszuschalten“. Andere Wissenschaftler sprechen von einer „verwehrten Rationalität“, deren Folge der Schweizer Professor Großmann beschreibt: „Der Versicherungskunde tappt fast völlig im Dunkeln.“

Quelle: www.versicherungsforum.de, alles lesen >>>>>>>>>>

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