Gutachterhonorare im Lichte der Inflation

Da bei den Gerichtskosten, den Anwaltskosten, den Bezügen der Abgeordneten des Bundestages und der Landtage, den Gebühren und Hebesätzen von Städten und Gemeinden sowie den Lebenshaltungskosten ständig Steigerungen in den letzten Jahren zu verzeichnen waren, ist es durchaus legitim, auch die Gutachterkosten anzugleichen. Die Angleichung muss sich auch hier auf die wahre Inflation beziehen, also in der Höhe, wie die der oben genannten.

Ob hier die  Steigerungen zufällig oder gewollt der wahren Inflation entsprechen, lässt sich zwar nicht nachweisen, aber die Tatsachen sprechen für sich, siehe Tabelle.

Wahre Inflation im Euroraum

    2003    2004   2005   2006   1.Q 07   2.Q 07
a)  6,9%   6,5%   7,5%   9,6%   10,2%   10,6%
b)  0,7%   2,1%   1,3%   2,7%     3,1%     2,5%
c)  6,2%   4,4%    6,2%   6,9%     7,1%     8,1%

zu a) Wachstum €-Geldmenge:

zu b) Realwachstum BIP EWU:

zu c) Wahre Inflation:

In jedem Lexikon kann man unter "Inflation" Definitionen wie "Anstieg der Geldmenge pro Bruttosozialprodukt-Einheit" nachlesen: "Die Inflation wird berechnet, indem man vom Geldmengenwachstum (M3) das Wachstum der Volkswirtschaft abzieht."

Was macht das ARD-Fernsehen kurz vor Acht, es verkauft dem Bürger die Höhe des Wirtschaftswachstums als Inflationsrate.
Der GEZ seis gedankt.

Nun zu den Gutachtern, wer hat in diesem Jahr seine Rechnungen erhöht und dies gar um   8,1 %? Ich denke, es wird sich keiner finden.

Somit sind sämtliche Honorarkürzungen der Versicherer nicht gerechtfertigt und können aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auch nicht akzeptiert werden.

Chr. Zimper

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Sachverständigenhonorar abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Kommentare zu Gutachterhonorare im Lichte der Inflation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.