Strafbewehrte Unterlassungserklärung der HUK-Coburg

Auf entsprechende Abmahnung der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. in München hat sich die HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a. G. in Coburg unter dem 10.06.08 gegenüber der Wettbewerbszentrale wie folgt verpflichtet:

1. Es zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs im Zusammenhang mit der Feststellung der Eintrittspflicht im Bereich von Kfz-Haftpflichtschäden zu Mietwagenkosten in sog. Erstbearbeitungsschreiben in einer Mietwagenpreistabelle Tagespreise unter Bezugnahme auf die "Schwacke-Liste" anzugeben, wenn die angegebenen Tagespreise nicht mit denen der "Schwacke-Liste" übereinstimmen.

2. Für jeden Fall zukünftiger schuldhafter Zuwiderhandlung gegen die unter Ziffer 1. aufgeführte Verpflichtung an die Wettbewerbszentrale eine Vertragsstrafe in Höhe von 10.000,00 € zu zahlen.

Aufruf an alle Leser:

1. Prüfen Sie Ihre Unterlagen dahingehend, ob Ihnen ein solches sog. Erstbearbeitungsschreiben vorliegt. Das sind die mittlerweile hinlänglich bekannten Schreiben der HUK-Coburg, in denen Unfallgeschädigten der sog. kostenlose Rundumservice angeboten wird und in denen die Geschädigten Hinweise zur vermeintlichen Erstattungsfähigkeit von Mietwagen- und Sachverständigenkosten erhalten.

Hier geht es nur um diejenigen Schreiben, in denen die HUK-Coburg bei den Hinweisen zu den Mietwagenkosten den mit * gekennzeichneten Zusatz "gem. Schwacke-Liste" unter die Preisauflistung zu den jeweiligen Mietwagenklassen und deren Kosten hinzugesetzt hat.

2. Wenn Ihnen ein solches Schreiben der HUK-Coburg vorliegt, welches nach dem 10.06.08 verfasst worden ist, dann schicken Sie dieses Schreiben bitte an die Redaktion von Captain HUK. Per Fax an die Nummer 0721/98929425, per E-Mail an die Adresse redaktion[at]captain-huk.de oder an die Postadresse des Blogbetreibers.

Die Redaktion des Captain HUK Blogs wird die Zusendungen dann an die Wettbewerbszentrale München weiterleiten.

Wir wissen alle, dass Verbote nichts wert sind, wenn ihre Einhaltung nicht überwacht wird.

Nichts anderes gilt für die jetzt von der HUK-Coburg abgegebene Unterlassungserklärung. Auch hier muss geprüft und beobachtet werden, ob sich die HUK-Coburg künftig daran hält, solche Falschinformationen an die Adresse unschuldiger Unfallopfer zu unterlassen.

Euer Gloeckchen

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