Wie sich die Allianz um das Unfallopfer kümmert

Unser Kunde bringt uns folgendes Schreiben ins Büro:

"Sehr geehrter Herr XXX,

zum Nachweis des Schadens an Ihrem Fahrzeug legten Sie uns ein Sachverständigengutachten vor. Wir haben das Gutachten überprüft und festgestellt, dass der Restwert mit 1.900 Euro zu niedrig geschätzt wurde.

Nach unseren Ermittlungen ist bei einer Veräußerung des beschädigten Fahrzeuges im besichtigten Zustand ein Betrag von mindestens 3.800 Euro zu erzielen."

Es folgen die Angaben zum Aufkäufer incl. der Gebotsnummer. Dann wird das Unfallopfer gebeten, dieses Angebot anzunehmen und das Fahrzeug zum genannten Betrag zu verkaufen.  Nicht ohne den Hinweis, dass keine Kosten entstehen.

Zu beachten wäre noch, so der Haftpflichtversicherer, dass aufgrund der dem Geschädigten obliegenden Schadenminderungspflicht der von der VS nach einem verbindlichen Restwertangebot ermittelte Restwert auch dann berücksichtigt wird, wenn das Fahrzeug zu einem niedrigeren Preis veräußert wird.

Die Verunsicherung pur macht sich wohl bei jedem Unfallopfer breit, der sich mit derlei Schreiben auseinander setzen muss. Daher die Frage an die versierten Verkehrsrechtsanwälte, ist es möglich, einmal allgemein aufzuzeigen, wie sich der unbedarfte Autofahrer hier verhalten sollte.

Aus Sicht der Sachverständigen, deren Bilder unter Missbrauch des Urheberrechts in eine Restwertbörse eingestellt werden, wäre auch interessant zu wissen, wem gehört eigentlich der hieraus erzielte Mehrbetrag vom ortsüblichen Restwert zum Höchstgebot aus einer Restwertbörse?

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