Autohaus Schadenforum – Podiumsdiskussion der Sachverständigen

Quelle: Autohaus online vom 18.11.2011

Der Himmel über der Sachverständigenbranche ist heiter bis wolkig, allerdings mit einer Tendenz zu deutlich dunkleren Gebilden. Die Wahrscheinlichkeit auf ordentlich Niederschlag, Blitz und Donner ist hoch. Konkret: Die Umbrüche, die Sachverständigen (SV) bevorstehen, sind bereits am Horizont erkennbar. Kann sich ein SV bei solchen Dumpingpreisen, wie sie im Markt angeboten werden, behaupten? In der ersten Ausgabe von AUTOHAUS-SchadenBusiness 2011 wurde bereits das fragwürdige Gebaren von so manchen Unternehmen aufgedeckt, die ihrerseits Billigangebote dem Markt offerierten. 13 Euro für ein Leasing-Rücknahmegutachten oder 79 Euro für ein Vollgutachten inklusive sämtlicher Fahrt- und Nebenkosten sowie der Mehrwertsteuer waren die eindrucksvollsten Beispiele. Verträgt die Branche in Zukunft diesen harten Preiskampf? Was sind die Perspektiven für die SV?…

Weiterlesen >>>>

Dieser Beitrag wurde unter GKK Gutachtenzentrale, Haftpflichtschaden, Kaskoschaden, Netzfundstücke, Sachverständigenhonorar, Unglaubliches abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Autohaus Schadenforum – Podiumsdiskussion der Sachverständigen

  1. SV_W sagt:

    Würde mich interessieren wie hoch der Anteil an SV hier im Forum ist, der überwiegend Aufträge von Versicherungen erhält.

    Ich denke, sobald man sich den Anspruch gibt, korrekt und konkret auf technischer und gesetzmäßiger Grundlage zu arbeiten, steht dies im Widerspruch mit den Interessen des Versicherers. Ausnahmen soll es geben – mir kam bisher keine auf den Tisch.

    Ich lebe nur von Haftpflicht durch Direktbeauftragung des Geschädigten. Durch den ganzen Kürzungswahn der Versicherungen sehe ich mich bestätigt und der Kunde ist zufrieden, wenn er sieht dass ich trotz anbahnender Probleme mit der Abwicklung, mich für „sein Recht“ einsetze.

    Auch wenn Autohaus dauernd – meiner Meinung nach – den SV vor dem Ende aufzeigt; ich denke dass die freien SVs gestärkt werden und sich lediglich der Kundenstamm ändert.

    Fragt sich nur, ob dann ihre zuvor geleistete Arbeit – zu Gunsten der Versicherungen – sich nicht gegen sie auswirkt!

  2. BGH Leser sagt:

    „So sollen künftig Kfz-Meister das Fotografieren des zu reparierenden Wagens übernehmen und die Fotos via Internet dem SV-Büro schicken, der von dort aus eine Kalkulation erstellt“

    So wird’s gemacht.

    Und wer glaubt dies würde funktionieren, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

    Nach dem Motto:
    Seelig sind die Beklopten und wer’s nicht glaubt kommt trotzdem in den Himmel.

  3. Willi Wacker sagt:

    “So sollen künftig Kfz-Meister das Fotografieren des zu reparierenden Wagens übernehmen und die Fotos via Internet dem SV-Büro schicken, der von dort aus eine Kalkulation erstellt”

    Schuster bleib bei deinem Leisten. Jeder sollte das machen, was er kann. Das Fotografieren ist dem Kfz-Meister in der Meisterschule wahrlich nicht beigebracht worden. Und Hobbyfotos, wie sie jeder im Urlaub macht, reichen für Dokumentationen in Sachverständigengutachten nicht.

    Im Übrigen bestehen auch haftungsrechtliche Probleme. Wenn der Kfz-Meister unbrauchbare Bilder liefert, wer haftet. Der Betrieb für seinen Kfz-Meister oder der weit wegsitzende SV an seinem Schreibtisch? Wer zahlt die vertane Zeit? Ist er Erfüllungsgehilfe des SV?

    Mit freundlichen Grüßen
    Willi Wacker

  4. K.-H. Sch. sagt:

    Autohaus Schadenforum – Podiumsdiskussion der Sachverständigen
    Dienstag, 22.11.2011 um 08:05 von Hans Dampf

    Guten Tag, Hans Dampf,

    das war ja schon eine auffällige Zusammensetzung, was die Teilnehmer dieser Podiumsdiskussion angeht. Waren diese vieleicht von ihren Auftraggebern nach Berlin abkommandiert worden, um aller Welt deutlich zu machen, wie billig Kfz.-Sachverständige tatsächlich arbeiten können, um sich so selbst noch einmal nachhaltig ins Gespräch zu bringen ?

    Oder stand die Absicht dahinter, damit jeweils aus „berufenem“ Munde – und das nahezu unisono – vermittelt zu bekommen, was noch vertretbar erscheint ?

    Beschränkte sich das Ganze in vorauseilendem Gehorsam auf einen
    Anbiederungsversuch mit vermeintlich potenten Auftraggebern ?

    Offenbar beschränkten sich die Einschätzungen aber auf „Sonderkonditionen“, denn wenn eine Ingenieurstunde in freiberuflicher und -das halte ich für wichtig- unabhängiger Tätigkeit vom Kostenbedarf sich deutlich niedriger darstellen soll als beispielsweise die Arbeitsstunde in einem qualifizierten Kfz.-Fachbetrieb, bedarf das sicher einer Erklärung.-

    Leider fehlten in der Podiumsdiskussion praxiserfahrene Vertreter der unabhängigen Kfz.-Sachverständigen. Das muss man feststellen, um zu erahnen, wozu diese Gesprächsrunde gedacht war.

    Schade für diese ansonsten in anderen Bereichen durchaus interessante Veranstaltung.

    Mit freundlichen Grüßen

    K.-H. Sch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.