Die sonst so „coole HUK“ zeigt sich plötzlich richtig „uncool“, sobald die rechtswidrig vorgenommenen Kürzungsbeträge direkt beim Versicherungsnehmer der HUK beigetrieben werden?

Erfolg ist nichtzuletzt eine Frage der Konsequenz. Die konsequente Anwendung der Strategie, bei rechtswidrigen Kürzungen des Schadensersatzes durch die Versicherer deren Versicherungsnehmer (Schadenverursacher) direkt in Anspruch zu nehmen, trägt langsam Früchte.

Wie bereits am 08.06.2014, 15.06.2014 sowie am 24.06.2014 mitgeteilt, reagieren die Versicherer äußerst gereizt, wenn man gekürzte Schadensersatzpositionen direkt bei deren Versicherungsnehmer beitreiben will. Offensichtlich kommt es hierbei zu „dicker Luft“ zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung. Das kann man den Versicherten auch nicht verdenken, sofern sich eine Versicherung nicht an die vertraglichen Regulierungspflichten auf Grundlage des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) bzw. an den § 249 BGB hält? Wofür zahlt man denn Versicherungsprämien, wenn man im Schadensfall „alleine im Regen steht“ und am Ende selbst „zur Ader gelassen“ wird?

Hierzu ein aktuelles Schreiben der offensichtlich „verschnupften“ HUK-Coburg-Allg. Vers. AG an einen Kfz-Sachverständigen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben die Angelegenheit nochmals geprüft.

Auf Grund Ihres Schreibens an unseren Versicherungsnehmer sehen wir keine Veranlassung, unsere bisherige Abrechnung zu korrigieren. Ihre Ausführungen sind nicht geeignet, die Honorarforderung als erforderlichen Herstellungsaufwand i. S. d. § 249 BGB unter Beweis zu stellen. Wir erachten daher den zur Verfügung gestellten Betrag weiterhin als ausreichend.

Eine weitere Kontaktaufnahme mit unserem Versicherungsnehmer ist nicht geboten oder angemessen. Wir raten von solchen Methoden ausdrücklich ab!

Mit freundlichen Grüßen

HUK-COBURG-Allgemeine Versicherung AG
Ihr Schaden-Team

Außer dem üblichen „Gelaber“ ist der Verweis auf den Versicherungsnehmer eine interessante Ansage.
Will wohl heißen: „Wir halten zwar an unserem jahrzehntelangen Kürzungsschwachsinn gegen jegliches Recht und Gesetz fest – es stinkt uns aber gewaltig, dass man als Konsequenz unseres rechtswidrigen Verhaltens nun unsere Kunden madig macht.“

Dem Wunsch der HUK kann man durchaus entsprechen, indem man künftig – nach Kürzung bzw. Zahlungsverweigerung durch die HUK – sofort und ohne jegliche Vorwarnung einen Mahnbescheid gegen den Versicherungsnehmer der HUK beantragt. Damit spart man sich das vorherige Anschreiben an den Schädiger.

Zum Thema „Methoden“:
Die Strategie der Geschädigten auf euren Kürzungswahn sind keine „Methoden“, sondern nichts anderes als legitime Regulierungsmöglichkeiten nach Recht und Gesetz. Der Direktregulierungsanspruch an den Versicherer ist lediglich eine Option von mehreren Möglichkeiten und keine Pflicht. Deshalb auch die Formulierung „DirektregulierungsANSPRUCH„!
Fahrer, Halter und Versicherung sind nun mal GESAMTSCHULDNER gegenüber dem Geschädigten. Den jeweiligen Anspruch kann man demzufolge entweder bei jedem Einzelnen oder auch bei allen zusammen geltend machen. Je nach Lust und Laune – oder strategischen Überlegungen.
Die Tatsache, dass die HUK das korrekte Beschreiten des Rechtsweges als „Methoden“ bezeichnet, ist eine interessante Aussage. Offensichtlich hat man  den Bezug zur „realen Welt“ nun völlig verloren? Unrecht (der HUK) erscheint in Coburg inzwischen wohl als „normal“ und rechtskonformes Vorgehen als Reaktion auf rechtswidrige Kürzungen scheint für die Mitarbeiter der HUK wohl irgendwie „abnormal“ zu wirken?

Vielen Dank auch für die o.a. Ratschläge.
Die Anspruchsteller sind jedoch wesentlich besser beraten, immer genau das Gegenteil von dem zu machen, was ein regulierungsunwilliger Unfallgegner (wie z.B. hier die HUK Coburg Versicherung, die ja logischerweise NUR die eigenen Interessen verfolgt) so alles an Ratschlägen (v)erteilt?
In diesem Sinne sollte man künftig erst recht sämtliche Kürzungspositionen beim Versicherungsnehmer der HUK (sowie bei den Kunden anderer Mitbewerber der „Kürzungsmafia“) direkt beitreiben. Also nicht nur gekürztes Sachverständigenhonorar, sondern alle Schadenspositionen wie z.B. Kürzungen  bei der fiktiven Abrechnung, Wertminderung, Nutzungausfall, Mietwagenkosten, Personenschäden usw. stets beim Versicherungsnehmer fällig stellen. Das reduziert in der Regel den Stress mit den Versicherern und führt wesentlich effektiver zum Erfolg.

Sofern künftig alle Geschädigten und deren Rechtsanwälte bei Kürzungen nur noch die „heiligen Kühe“ der Regulierungsverweigerer in Anspruch nehmen, dann bricht das Kartenhaus der „Kürzungsmafia“ recht schnell in sich zusammen. Im Moment können es sich die Versicherer möglicherweise noch leisten, einige Versicherungsnehmer zu verlieren. Sobald jedoch geprellte Kunden in Massen davonlaufen (oder potentielle sich erst gar nicht mehr dort versichern), steht das Wasser ganz schnell an der Oberkante Unterlippe – selbst bei großen Versicherungskonzernen wie der HUK oder der Allianz. Denn ohne „heilige Kuh“ gibt es logischerweise auch keine „Milch“.

Mit dem oben aufgezeigten Hebel hat das „Volk“ die Macht, das komplette Schadensmanagement der Versicherer zu kippen und die Schadenregulierung insgesamt ins Positive zu drehen. Dazu muss das „Volk“ die gewonnenen Erkenntnisse aber auch umsetzen!

Bitte sämtliche Kürzungsschreiben der Versicherer einschl. Folgeschriftverkehr an die CH-Redaktion schicken, damit der Fundus wächst. Irgendwann ist D-Day!

Urteilsliste “SV-Honorar” zum Download >>>>>

Siehe auch:

Captain-HUK-Beitrag vom 08.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 15.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 24.06.2014

Dieser Beitrag wurde unter Abtretung, Das Allerletzte!, Ersatzteilzuschläge, Fiktive Abrechnung, Haftpflichtschaden, HUK-Coburg Versicherung, Lackangleichung, Lohnkürzungen, Mahnbescheid, Mietwagenkosten, Nutzungsausfall, Sachverständigenhonorar, Stundenverrechnungssätze, UPE-Zuschläge, Wichtige Verbraucherinfos abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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