GDV bilanziert hartes Schadenjahr 2013

Quelle: Autohaus Online vom 06.05.2014

Im Geschäftsjahr 2012 atmete die Kfz-Versicherungssparte noch auf: Erstmals seit sieben Jahren war die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) nicht angestiegen, sondern auf gleichem – wenn auch hohem – Niveau „zum Stehen gekommen“. Allerdings wies Norbert Rollinger, Vorsitzender des Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), damals darauf hin, dass die Versicherer „von größeren Unwettern verschont“ geblieben waren. Man habe „einfach Glück gehabt.“

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Jammern auf hohem Niveau – eine Runde Mitleid für die „armen Versicherer“?

Vielleicht soll das ständige „Genöle“ aber auch nur dazu herhalten, dass man die Prämien immer schön weiter erhöhen kann und so nebenbei eine Rechtfertigung dafür hat, warum man Geschädigte permanent „über den Tisch zieht“?

Sofern die Combined Ratio das Betriebsergebnis tatsächlich immer wieder ins Minus dreht, dann würde ich das Geschäft mit der Kfz-Versicherung einfach aufgeben. Niemand zwingt einen Versicherer dazu, bei verlustreichen Geschäften mitzumischen.

In Wahrheit geht es jedoch um etwas ganz anderes. Die Kfz-Versicherung ist der sog. „Fuß in der Tür“. Hat man zuerst einmal einen Kunden „geschaffen“, dann kann man auch andere „gewinnorientierte Produkte“an den Mann oder an die Frau bringen. Das war u.a. auch ein Grund für den ruinösen Preiskampf bei der Kfz-Versicherung in der Vergangenheit. Am Ende ging die HUK aus dieser Schlacht als vermeintlicher „Sieger“ hervor und wurde „Marktführer“ nach Menge. Da spielte eine miserable Combined Ratio oder rote Zahlen in der Kfz-Sparte zuerst einmal nur eine untergeordnete Rolle. Mischkalkulation ist bzw. war einmal das Zauberwort. Außerdem konnte man durch das sog. „Schadenmanagement“ Defizite reduzieren, indem man den Anspruchstellern (Geschädigten) einfach den Schadensersatz rechtswidrig kürzt.

Von „Mischkalkulation“oder „Fuß in der Tür“ will man aber natürlich nichts mehr wissen, wenn man aktuell an der Prämienschraube dreht. Nachdem die Datenbanken über die Jahre reichlich gefüllt wurden, soll der „Kfz-Esel“ nun wohl auch noch goldene Dukaten abwerfen?

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