Vorbildliche Regulierung der HUK-Coburg!

Anlässlich einer aktuellen Unfallschadensabwicklung frage ich mich derzeit, ob es auf den Vorgaben des Herrn Heitmann oder auf dem Unwissen einer Urlaubsvertretung beruht, dass die HUK-Coburg jetzt einmal eine korrekte Unfallschadensregulierung vorgenommen hat.

 Folgende Daten sind Fakt:

–   Verkehrsunfall am 18.08.09,

–   Totalschadensgutachten, erstellt am 20.08.09,

–   Anspruchsschreiben des Rechtsanwalts vom 31.08.09 mit den Positionen Wiederbeschaffungsaufwand, Gutachterkosten brutto, Unkostenpauschale und Rechtsanwaltskosten bei einem Geschäftsgebührenansatz von 1,5,

–   Regulierungsfrist bis 15.09.09 gesetzt.

Das Abrechnungsschreiben der HUK-Coburg datiert vom 09.09.09. Lediglich bei der Unkostenpauschale erfolgt eine Reduzierung von 30,00 € auf 25,00 €.

Völlig unbeanstandet bleiben

–   der im Gutachten des Sachverständigen kalkulierte Wiederbeschaffungswert,

–   der im Gutachten des Sachverständigen kalkulierte Restwert,

–   die vom Sachverständigen oberhalb des BVSK-Tableaus 2007 in Rechnung gestellten Gutachterkosten,

–   die vom Rechtsanwalt auf Basis eines Geschäftsgebührenansatzes von 1,5 in Rechnung gestellten Rechtsanwaltskosten.

Kein Textbaustein mehr sondern nur noch prompte Zahlung, die auf dem Anderkonto des Rechtsanwalts am 14.09.09, also noch vor Ablauf der Regulierungsfrist, einging.

Wo ist der Textbaustein geblieben, mit dem stereotyp die Wiederbeschaffungswertermittlung des Sachverständigen angegriffen wurde?

Wo bleibt die Einschaltung der Fa. car-tv oder der Fa. Auto online zur Beibringung eines von der gutachterlichen Schätzung nach oben abweichenden Restwerthöchstgebotes aus dem Internet?

Reguliert die HUK-Coburg jetzt auch weiterhin Gutachterkosten beanstandungslos, die deutlich über dem BVSK-Tableau 2007 gelegen sind?

Auch bei den Rechtsanwaltskosten unterlässt man die sonst nicht selten vorkommende Kürzung auf eine Geschäftsgebühr von 1,0!

Woran liegt das?

Es bleibt zu hoffen, dass es sich hier nicht um eine Eintagsfliege gehandelt hat sondern dass dies die ersten Anzeichen dafür sind, dass die Ankündigungen von Herrn Heitmann betriebsintern bei der HUK-Coburg in die Tat umgesetzt werden.

Gut anstehen würde das der HUK-Coburg selbstverständlich, denn mittlerweile ist ja bereits öffentlich geworden, dass die Steuerzahler – potentielle künftige Anspruchsteller bei der HUK-Coburg – die Einlagen der HUK-Coburg bei der Hypo Real Estate in Höhe von knapp 1.500 Millionen Euro nicht nur vor dem Verlust gerettet haben sondern dafür jetzt auch noch die Zinslasten zu tragen haben.

Vor diesem Hintergrund ist ein entgegenkommender Umgang mit den Ansprüchen der Unfallopfer längst überfällig!

Oder ist das ganze nur ein Lippenbekenntnis mit Rücksicht auf das nahende Jahresende und den 30.11. als letztmöglichen Kündigungstermin?

Die Zukunft wird es zeigen.

 

Mitgeteilt von Peter Pan im September 2009

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