Automobilhandel- und handwerk in der Krise

Kurzarbeit statt Kündigung

Automobilhandel und -handwerk befinden sich in Warteposition: Wann normalisieren sich in der Konjunkturkrise nach Auslauf der Umweltprämie die Absatzzahlen? Damit befindet sich die personalkostenintensive Branche in der typischen Ausgangssituation für die Einführung der konjunkturellen Kurzarbeit. AUTOHAUS Online sprach mit Rechtsanwalt Peter Bühner, der auf dem AUTOHAUS Seminar „Kurzarbeit – Flexible Personalkosten nach Maß“ referieren wird.

AUTOHAUS Online: Kurzarbeit ist ja in aller Munde. Nach der neuesten Statistik der Bundesagentur für Arbeit beziehen derzeit fast 1,5 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld. Das Ausland beneidet uns um dieses hoch wirksame Arbeitsmarktinstrument. Aber einsetzbar ist es doch nur in der Industrie, oder?

Quelle/das gesamte Interview  http://www.autohaus.de/nachrichten/891006

Ob Rechtsanwalt Peter Bühner auch Stellung dazu nehmen wird, wie es angehen kann, dass einerseits das Automobilhandwerk als Vertragswerkstatt mit der einen Hand  Versicherungen Preisnachlässe  bis zu 25 % gewährt  und gleichzeitig ungeniert mit der anderen Hand uns Steuerzahler in die Tasche greift?

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3 Kommentare zu Automobilhandel- und handwerk in der Krise

  1. Willi Wacker sagt:

    Hallo Virus,
    meines Wissens hat die sog. Abwrackprämie als staatliche Subvention der Autoindustrie den Herstellern günstiger Fahrzeuge und den Autohäusern beim Absatz der bis einjährigen Gebrauchten genützt, weniger den Werkstätten, denn die sonst üblichen Reparaturen an den alten fielen nämlich weg, weil alle plötzlich neue oder 1-Jahreswagen fuhren, die sonst Wagen älter als 9 Jahre mit Mängeln in die Werkstatt brachten. Das Abkommen mit der Versicherungswirtschaft betrifft daher ausschließlich Reparaturbetriebe.
    M.E. hat auch das Automobilhandwerk den Steuerzahlern nicht in die Tasche gegriffen, sondern die Regierung der großen Koalition, die von den Steuerzahlern als Bundesbürger demokratisch gewählt worden ist, hat der Autoindustrie die besagten Subventionen gewährt, damit der Absatz an Fahrzeugen bis 1 Jahr alt gesteigert bzw. aufrechterhalten werden kann.
    Die Werkstätten werden m.E. dies noch merken, indem in der Folgezeit weniger Arbeiten, z.B. Inspektionen, Wartungsarbeiten, Erneuerungen durch ältere Fahrzeugteile (Verschleißteile) etc. wegfallen. Ein neueres Fahrzeug ist weniger reparaturanfällig als ein älteres. Die Unfallschäden bleiben allerdings annähernd gleich, da ältere als auch neue Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sein können und sind.
    Mit freundlichen Grüßen
    Willi Wacker

  2. Gottlob Häberle sagt:

    @Willi Wacker,

    meines Erachtens ist Ihre Darstellung nicht bzw. nur teilweise nachvollziehbar.

    Bezüglich der rückläufigen Wartungsaufträge in Folge der Zunahme durch Neufahrzeuge haben Sie sicherlich Recht.
    Insofern ist hier mit einem Rückgang des Auftragsvolumens bei den Autohäusern zu rechnen.

    Da Autohäuser nicht nur vom Verkauf leben, sondern auch von Wartung und Instandsetzung, kann es nicht angehen, dass diese einerseits Kooperationsvereinbarungen mit Versicherungen treffen, in denen sie Stundenverrechnungssätze erheblich reduzieren und andererseits in Folge des zu erwartenden Umsatzrückganges Kurzarbeit beantragen um dadurch die zu erwartenden Defizite den – ohnehing schon weit überstrapazierten – Steuerzahlern aufbrummen.

    Hier beisst sich doch die Katze in den Schwanz, oder nicht?

    Hätten sich viele Autohäuser nicht jahrelang erfolglos für die Versicherungswirtschaft versklavt, wären deren Kriegskassen für schlechte Zeiten gerüstet.
    So solls der Steuerzahler wieder richten. Bekommt der Steuerzahler und Autohauskunde bei Auftragserteilung auch reduzierte Stundenverrechnungssätze angeboten? Nein, bekommt er nicht.
    Halten Sie das für richtig? Ich nicht.

    Grüße aus dem Wilden Süden
    Gottlob Häberle

  3. Willi Wacker sagt:

    Hallo Gottlob Häberle,
    Sie haben meinen Kommentar falsch verstanden. In dem Bericht stand „Autohäuser“, und unter diesen verstehe ich Autohändler. Unter werkstätten verstehe ich Instandsetzungsbetriebe. Die Autohersteller und -händler haben durch die staatliche Subventionierung profitiert, nicht jedoch die Werkstätten. Die Werkstätten sind diejenigenn, die mit den Versicherungen Dumpingpreise vereinbart haben, nicht die Händler. Dass es die eine oder andere Firma gibt, die sowohl verkauft als auch repariert, ändert nichts daran, dass unter Autohaus der Händler verstanden wird. Die Händler waren an der Förderung des Absatzes von Neuwagen oder Einjahreswagen interessiert, während die Werkstätten immer leerer wurden und nach Aufträgen gierten. Wenn beides in einer Hand ist, haben Sie zum Teil recht mit der instandsetzenden Seite des Autohauses. In meiner Heimatstadt gibt es zum Beispiel die Fa. L., die nur Mercedes-PKW verkauft unnd in der Nachbarstadt nur Mercedes repariert. Der Verkauf von Mercedes-LKW und Reparatur befindet sich wiederum in einer anderen Stadt.

    Mit freundlichen Grüßen in den wilden Süden
    Ihr Willi Wacker

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