AG Koblenz erläßt Anerkenntnisurteil gegen den VN der HUK-Coburg, nachdem dieser den Klageanspruch anerkannt hat mit Urteil vom 9.2.2012 -131 C 2080/11- .

Hallo verehrte Captain-Huk-Leser,

auch das gibt es. Die Versicherungsnehmerin der HUK-Coburg anerkennt den Klageanspruch, so dass Anerkenntnisurteil zulasten der VN der HUK-Coburg vor der Amtsrichterin der 131. Zivilabteilung des AG Koblenz erging. Das ist aber schon ein schlechtes Bild der Coburger Versicherung, wenn die Versicherte den Klageanspruch vor Gericht anerkennt, um einen eventuell langwierigen Prozess zu vermeiden. Mit dem Anerkenntnis hat der VN der HUK-Coburg im Übrigen auch zu erkennen gegeben, dass er den Anspruch des Geschädigten für gerechtfertigt erachtet im Gegensatz zu seinem Versicherer, der ja die Sachverständigenkosten, um die es hier ging, gekürzt hatte. Eine bittere Niederlage für die HUK-Coburg, obwohl sie noch nicht einmal Prozesspartei war. Dieses Verfahren zeigt auch einmal mehr, wie wichtig es ist, nur den Schädiger zu verklagen. Sobald die HUK-Coburg die Regulierung hinauszögert oder die Schäden nur zum Teil reguliert, sofort die Akte gegen die HUK-Coburg schließen und neue Akte gegen den Schädiger, und nur den, eröffnen. Was meint Ihr. Ich bitte um möglichst rege Kommentierung.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende.
Euer Willi Wacker

Aktenzeichen:
131 C 2080/11

Amtsgericht Koblenz

IM NAMEN DES VOLKES

Anerkenntnisurteil

In dem Rechtsstreit

Geschädigter

– Kläger

gegen

HUK VN

– Beklagte

hat das Amtsgericht Koblenz
durch die Richterin am Amtsgericht …
am 09.02.2012

für  R e c h t  erkannt:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 0,01 € zu zahlen.

2. Die Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Entscheidungsgründe

Die Beklagte war ihrem Anerkenntnis gemäß zur Zahlung der restlichen Klageforderung zu verurteilen.

Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 91 Abs. 1, 91a ZPO. Soweit die Parteien den Rechtsstreit übereinstimmend für erledigt erklärt haben, war gemäß § 91 a ZPO unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands nach billigem Ermessen darüber zu entscheiden, wie die Kosten des Rechtsstreits zu verteilen sind. Ausschlaggebend war hierbei insbesondere der ohne die Erledigterklärung zu erwartende Verfahrensausgang, wobei lediglich eine summarische Prüfung der jeweiligen Erfolgsaussichten erfolgen kann. Vorliegend waren deshalb der beklagten Partei die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen, da sie ohne den Eintritt des erledigenden Ereignisses in dem Rechtsstreit voraussichtlich unterlegen wäre. Denn die beklagte Partei hat zwischenzeitlich die strittige Forderung bezahlt und hierdurch zum Ausdruck gebracht hat, dass die Forderung der Klägerseite berechtigt war.

Die beklagte Partei war ferner, da sie trotz Mahnung nicht geleistet hat, bei Klageerhebung in Verzug und hat dadurch zur Klage Veranlassung gegeben. Der Rechtsgedanke des § 93 ZPO kommt deshalb vorliegend nicht zur Anwendung.

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit findet ihre Grundlage in §§ 708 Nr. 1.

Streitwert: bis 300,00 €

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