AG Wuppertal verurteilt KRAVAG zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten nach unverschuldetem Verkehrsunfall mit Urteil vom 10.12.2015 – 33 C 453/13 -.

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser ,

hier und heute geben wir Euch ein kurzes Urteil aus Wuppertal zu den restlichen Sachverständigenkosten nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall bekannt. Die eintrittspflichtige Kfz-Haftpflichtversicherung ist die KRAVAG. Lest selbst das Urteil des AG Wuppertal und gebt dann bitte Eure Kommentare ab. 

Viele Grüße
Willi Wacker

33 C 453/13                                                                                          Verkündet am 10.12.2015

Amtsgericht Wuppertal

IM NAMEN DES VOLKES

Urteil

In dem Rechtsstreit

..

Klägers,

gegen

Beklagte,

hat das Amtsgericht Wuppertal
auf die mündliche Verhandlung vom 19.11.2015
durch den Richter am Amtsgericht S.

für Recht erkannt:

Die Beklagte wird verurteilt, an den Kiäger 299,80 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszins seit dem 19.02.2013 zu zahlen, ferner den Kläger von Verhütungsforderungen seiner Prozessbevollmächtigten aus außergerichtliche anwaltlicher Rechtsverfolgung in Höhe von 34,63 € nebst Zinsen in gleicher Höhe seit dem 09.12.2014 zu zahlen.

Die Beklagten haben die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Berufung wird nicht zugelassen.

Auf die Darstellung des Tatbestandes wird verzichtet; § 313 a Abs. 1 S. 1 ZPO.

Entscheidungsgründe:

Aufgrund des zwischen den Parteien den Umständen nach vertraglich vereinbarten Grundhaftungsanerkenntnisses der Beklagten betreffend Schadensersatzleistungen aus dem Verkehrsunfall vom 23.01.2013, … Wuppertal, schuldet die Beklagte dem Kläger Schadensersatz in vollem Umfang (§ 781 S. 1 BGB).

Dem Kläger ist infolge der Beauftragung des Schadenssachverständigen ein Schaden entstanden, der durch das Unfallereignis sozusagen herausgefordert und daher im Wege sogenannter psychischer Mittel der Kausalität verursacht worden ist.

Sichere Anhaltspunkte dafür, dass bei einem Schaden, der fiktive Reparaturkosten in Höhe von ca. 761,00 € erfordert, dem Kläger ohne weiteres einsichtig gewesen sei, dass er die exakten Betrag der im Reparaturwege anfallenden Wiederherstellungskosten ohne Risiko mittels eines Kostenanschlags einer Reparaturwerkstatt erfahren könne, liegen nicht vor. Demnach schuldet die Beklagte dem Kläger die Vergütung für das Schadensgutachten in Höhe von 299,80 €. Der Zinsanspruch folgt aus Verzug.

Ausgehend von einem Geschäftswert von 1.017,21 €, 1,3-fache Gebühr, Ziff. 2300, 7002, 7008 der Anlage zu § 2 Abs. 2 RVG, ergibt das den Betrag der anfallenden außergerichtlichen anwaltlichen Rechtsverfolgungskosten in Höhe von 155,30 €, abzüglich darauf gezahlter 120,67 € verbleibt der Betrag von 34,63 €. Der Zinsanspruch folgt aus § 291 BGB.

Die übrigen Nebenentscheidungen ergeben sich aus den §§ 91, 708 Ziff. 11, 711, 713 ZPO.

Streitwert: 299,80 €.

Urteilsliste “SV-Honorar” zum Download >>>>>

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