Restliches Sachverständigenhonorar gegen HUK VN

Das Amtsgericht Saarlois hat mit Urteil vom 16.06.2008 (28 C 435/08) im Rechtsstreit des klagenden Sachverständigen M. gegen den Fahrer des unfallverursachenden Pkw´s und den VN der HUK-Coburg die Beklagten als Gesamtschuldner verurteilt, an den Kläger 265,68 € nebst Zinsen zu zahlen. Die Beklagten tragen als Gesamtschuldner die Kosten des Rechtsstreites.

Aus den Gründen:

Der Kläger ist Kraftfahrzeugsachverständiger. Als solcher hat er für den Geschädigten ein Schadensgutachten des unfallbeschädigten Fahrzeuges erstellt. Der Unfall ist durch den Beklagten zu 2. als Fahrer des unfallverursachenden Fahrzeuges verursacht worden. Der Beklagte zu 1. ist Halter dieses Fahrzeuges. Der Kläger hat seine Ansprüche von dem Geschädigten an Erfüllungs statt abtreten lassen. Auf die Sachverständigenhonorarrechung hat die hinter den Beklagten stehende Haftpflichtversicherung, die HUK-Coburg lediglich einen Teilbetrag gezahlt, so dass noch 265,68 € offen standen.

Der Kläger kann von den Beklagten aufgrund des Schadensereignisses vom 26.11.2007 in Saarlouis die Erstattung des weiteren Sachverständigenhonorars in Höhe von 265,68 € verlangen, nachdem die hinter dem Beklagten zu 1. stehende eintrittspflichtige Haftpflichtversicherung auf die Honorarrechnung des Klägers außergerichtlich lediglich 298,98 € gezahlt hatte. Der Kläger ist auch aktivlegitimiert. Er hat sich seine Ansprüche von dem Geschädigten an Erfüllung statt abtreten lassen. Insoweit nimmt er nunmehr eine eigene Rechtsangelegenheit wahr. Da er statt des ihm zustehenden Werklohnes die Abtretung des Schadensersatzanspruches des Geschädigten gegenüber den Beklagten an Erfüllung statt zur Befriedigung angenommen hat (AG Saarlouis, Urteil vom 18.04.2008 -28 C 1681/07- und die von dem Kläger zitierte Rechtsprechung). Das zwischen dem Zedenten und dem Kläger vereinbarte Honorar ist auch weder der Art nach noch der Höhe der berechneten Grund- und Nebenkosten marktunüblich oder gar für einen Geschädigten evident willkürlich, so dass es insofern ständiger Rechtsprechung des Gerichtes entspricht, dass Einwendungen des Geschädigten gegen die Höhe des berechneten Honorars unerheblich sind (AG Saarlouis a. a. O. mit weiteren Nachweisen). Daher waren die Beklagten als Gesamtschuldner kostenpflichtig und verzinslich zu verurteilen.

So das kurze und knappe Urteile des AG Saarlouis.

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