Zeitaufwandsabrechnung ade!!!

Der neueste Palandt 66. Auflage 2007 ist erschienen; er gibt die noch in der Vorauflage vertretene Rechtsansicht ausdrücklich auf.

Es heißt jetzt bei § 315 BGB, Randziffer 10:

Der Kfz-SV kann das Honorar für ein Routinegutachten ohne Angabe des Zeitaufwandes nach dem Gegenstandswert festsetzen. (BGH NJW 06, 2472 / 74, Naumburg, NJW-RR 06, 1029 / 32 m. w. N., a. A. hier 65. Aufl.)

Eine weitere Beratungsresistenz wäre wohl nur noch mit der Annahme eines nachhaltigen Realitätsverlustes erklärbar.

Mitgeteilt von Peter Pan im Dezember 2006

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15 Antworten zu Zeitaufwandsabrechnung ade!!!

  1. RA Sermond sagt:

    Die HUK-Coburg interessiert sich jedoch bis heute nicht für diese BGH-Rechtsprechung, sondern versucht, mit AG-Urteilen aus 1997 bis 1999 zu kontern…

  2. Leser sagt:

    Ich glaube nicht, dass das eine Frage von Realitätsverlust ist.
    Nach dem Mietwagenkrieg und dem noch andauernden Sachverständigenkrieg, dem Werkstattkrieg und dem Anwaltskrieg lebt der Mietwagenkrieg wieder auf.
    Im Krieg ist es immer wieder so, dass massiv gegen die feindlichen Linien angerannt wird, auch wenn das zu erheblichen eigenen Verlusten führt. Der Meinung Aussenstehender wird da oft keine große Bedeutung beigemessen. Vielmehr geht es dort vornehmlich um das STRATEGISCHE ZIEL.
    Wenn daher alle Geschädigten/Beteiligten ihre Forderungen nachhaltig (gemeinsam) durchsetzen würden, wären Minderheiten-Rechtsauffassungen sehr schnell nicht mehr wirtschaftlich lukrativ. Und jeder vernünftige Versicherungsmathematiker dürfte dann wohl warnend den Zeigefinger heben.

  3. Tutut sagt:

    Und solange sich nicht alle Sachverständigen wehren, solange sich die Sachverständigen nicht wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren und eine "unabhängige" Begutachtungstätigkeit ausüben, wird das nichts. Um hier etwas mehr Einblick zu erhalten, empfehle ich u. a. die Zeitschrift "Audatexpress" (Ausgabe 2/2006).

    Neben einer gesunden Portion an Selbstbeweihräuherung kann man dort überdeutlich lesen, wie sich dieses ehemals von Sachverständigen für Sachverständige initiierte Datenbankunternehmen heute mit einer Vielzahl versicherungsfreundlicher aber sachverständigenfeindlicher Produkte zunehmend massiver gegen ihre ehemaligen Initiatoren und den unfallgeschädigten Autofahrer stellt. Darüber hinaus zeigt diese Zeitschrift auch deutlich auf, wieviele und vor Allem welche ehemals unabhängigen Sachverständigen sich heute für Versicherungen geradezu prostituieren. Eine Schande für den Berufsstand der Sachverständigen – ein gefundenes Fressen für die Finanz- u. Versicherungsbranche.

    So wird das jedenfalls nix!

  4. Zwölfender sagt:

    @tuttut

    Einscannen und einstellen wäre schön, dann könnten wir das alle mal diskutieren.

    Gruß

  5. Störtebeker sagt:

    Hallo Zwölfender,
    mir ist auch diese Zeitschrift sowie das dahinter stehende Unternehmen seit über 25 Jahren bestens bekannt. Dennoch denke ich nicht, dass man diese 170-seitige Zeitschrift (auch nur auszugsweise) hier einstellen und somit möglicherweise auch noch Reklame für diese Konsorten machen sollte.

  6. Rumpelstilzchen sagt:

    @ TUTUT

    Habe „Audatexpress“ 2/2006 gerade einmal durchgeblättert.
    Man sieht deutlich, in welche Richtung dieses Unternehmen tendiert. Dabei erübrigt die Art und Weise der Selbstdarstellung eine Kommentierung. Es zählt wohl primär Masse statt Klasse. Nicht ungewöhnlich, aber jetzt sind so manche Seilschaften noch besser erkennbar und das ist doch
    auch ein positiver Aspekt.-

    Mit herzlichen Grüßen
    vom Weihnachtsmarkt in Minden

  7. Andreas sagt:

    Bis vor ca. 1,5 Jahren haben wir noch vollständig mit Audatex gearbeitet, sind aber mittlerweile zu 99% auf DAT umgestiegen.

    Was uns besonders sauer aufgestoßen ist:

    Da wird seit über 15 Jahren mit ADX kalkuliert und jden Monat brav bezahlt. In der Zeit genau eine Service-Anfrage, weil ein Fehler in einem Typbogen festgestellt wurde.

    Dann vor ca. zwei Jahren eine Anfrage bei ADX. Der Service hat uns in der Luft hängen lassen.

    Dann habe ich mal die Alternative DAT angeschrieben und oha, man kümmert sich bei denen um Sachverständige. Das war die erste positive Überraschung.

    Wir haben jetzt zwar noch ADX für die drei, vier Kalkulationen, bei denen die DAT-Daten fehlen, aber der Rest läuft sorgenfrei über DAT.

    Und ach ja, nach einem halben Jahr rief mal der Außendienstler von ADX an und fragte, was denn sei, unsere Abrufe seien so stark zurückgegangen…

    Bei ADX wundert mich nichts mehr. Die haben bei einem kleinen SV-Büro mehr Aufwand für weniger Geld. Da verbietet sich wohl ein vernünftiger Service. Auch eine Art der Marktbereinigung.

    Grüße

    Andreas

  8. HSV sagt:

    Ein Hallo an alle wie auch immer Beteiligte dieser Seite,

    möchte hier nur mal kurz das Wort ergreifen und mitteilen, dass ich aus meinem Umfeld und meiner Tätigkeit schon mehrfach auf diese sehr interessante Seite angesprochen wurde.

    Es ist also anzunehmen, dass es sich die Besucherzahlen dieser Seite weiter erhöhen,um sich an den Erfahrungen und Ratschlägen der “ aktiven “ Beteiligten dieser Seite zu informieren oder einfach auch mal nur um sich an den stellenweise sehr erheiternden Kommentaren zu erfreuen!
    Vielleicht wird ja mal auch ein neuer Besucher aktiv.

    Also weiter so, schaun mer mal !

    Ihr HSV

  9. Leser sagt:

    Am 23.01.07 um 10.00 Uhr soll vor dem BGH, AZ: VI ZR 67/06 ein weiterer Honorarprozess stattfinden (HUK ./. Neumann?).

  10. Frank sagt:

    Hallo USER,

    Wer ist Neumann?

    is das ein SV oder wird hier was „getürkt“?

  11. F.Hiltscher sagt:

    @ Frank

    Soviel ich weis ist das ein SV Kollege.
    Ich glaube nicht dass hier etwas getürkt ist, diese Nachricht habe ich ebenso wie der „Leser“ aus zuverlässiger Quelle erhalten.
    Auf alle Fälle wünschen wir diesen Kollegen ,dass er den, mit vielen Hindernissen und Stolpersteinen versehenen Zieleinlauf erfolgreich erreicht.
    MfG
    F. Hiltscher

  12. H. Nordmeier sagt:

    Zitatauszug Janssen:

    „Nochmal: grundsätzlich finde ich die Idee hinter C-H gut, aber die Umsetzung ist grottenschlecht“.

    Danke für Ihre geschätzte unkonstruktive Kritik,
    wir werden uns in Zukunft noch mehr bemühen die Wahrheit etwas deutlicher zu publizieren.

    Mehr davon!

    weiterer Auszug:

    „Fast alle Beiträge auf C-H beinhalten nicht nur in den Kommentaren, sondern auch im Beitrag selbst eine (meist negative) Wertung. Sowas ist nicht objektiv – und so kommt es auch rüber“.

    Soll es auch nicht, aber schön zu wissen das es selbst bei Ihnen richtig ankommt.

    weiterer Auszug:

    „Gibt es positives über eine VS zu berichten, erfolgt ebenfalls eine Wertung, die die gesamte VS-Wirtschaft negativ darstellt. Dadurch entsteht subjektiv (und wohl nicht nur bei mir) der Eindruck, C-H sei die Klagemauer der SV, die “der guten alten Zeit? und ihren verlorenen Pfründen hinterherjammern – unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes“.

    Sollte hier tatsächlich jemand Teile der Versicherungswirtschaft schlecht reden wollen, die Armen, die Gerechten, die Guten! Aber Sie haben recht, Captain-Huk könnte sich tatsächlich zu einer Art Anklagemauer weiterentwickeln!

    Einen Deckmantel haben wir hier noch nie benötigt. Und Sie? Würden Sie mit guten Argumenten aus der schützenden Anonymität hervortreten?!

    MfG

    H. Nordmeier

  13. Andreas sagt:

    Liebe Leute,

    wo liegt eigentlich das Problem?

    Ich lese hier seit einigen Wochen mit und gebe den ein oder anderen Kommentar zum besten (oder auch nicht besten).

    Es ist doch in jedem Blog und/oder Forum so, dass dort viele Meinungen aufeinnader prallen. Je spezieller das Forum, umso „extremer“ die Meinungen.

    Ich mit Sicherheit mit dem Stil mancher Äußerungen nicht im Gleichklang, das stört mich aber nicht, denn wenn jeder alles so schreiben/sagen würde wie ich es gerne hätte, würde die Beteiligung irgendwann in Langeweile enden…

    Ziel dieser Seite ist doch mit Sicherheit nicht (ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren) den (faulen) Kompromiss mit der Versicherungswirtschaft, insbesondere mit einigen speziellen Versicherern, zu suchen.

    Ziel ist es doch die Versicherten und speziell die Geschädigten und zukünftigen Geschädigten darüber aufzuklären was tatsächlich an der Front los ist. Und nichts funktioniert das besser als auch kräftig in die Sch… zu hauen.

    Übertriebene und provokante Äußerungen regen eher das Denkvermögen an als Weichspülerfloskeln.

    Der Geschädigte, der das Schreiben von der HUK erhält, dass der SV mal wieder zu hoch, falsch und sowieso völlig daneben abgerechnet hat, sieht doch erstmal nur seinen verlorenen Posten. Wenn der SV Glück hat, fragt der Geschädigte dann bei ihm nach und man kann ihm (vielleicht) verständlich erklären was die HUK da betreibt und dass er einer von vielen in ganz Deutschland ist.

    Aber wieso muss man jedes Mal wieder eine halbe Stunde am Telefon verbringen. Wenn der Geschädigte einmal in google die Suchworte HUK und Abrechnung eingibt (oder ähnliche Begriffe) findet er zu dieser Seite und erkennt schnell was läuft.

    Und das ist für uns SV wichtig, denn damit haben wir letztlich eine Argumentationshilfe.

    So, genug geschrieben, jetzt gehe ich arbeiten.

    Grüße

    Andreas

  14. Ing.-Büro Janssen sagt:

    @harlekin

    will C-H nur rumnöhlen – oder etwas positives bewirken?

    letzteres sollte man vielleicht etwas intelligenter anstellen

  15. Skydiver sagt:

    Zitat: „Ich fänd dat jut“

    ich auch, leider kann nicht jeder Ihr ausgesuchtes Fallenstellerjargon mitgehen.

    Oder soll ich gleich Ihre anderen Nicks nennen.

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