SV-Honorar um 11,60 € gekürzt

Die Sachverständigenrechnung lautete über 522,00 € inkl. MWSt..

Die HDI Privat Versicherung AG, Niederlassung Leipzig, schrieb:

Wir haben eine Zahlung in Höhe von EUR 510,40 an Sie veranlasst.

Die Kosten für die Erstellung des 2. Fotosatzes haben wir in Abzug gebracht.

Nach Einwendungen unseres Büros kam folgende Antwort:

Wir haben eine Zahlung in Höhe von EUR 11,60 an Sie veranlasst.

…….

Ein Geschädigter ist nicht allein dadurch schlechter gestellt, dass er keinen Fotosatz besitzt. Die Originalfotos liegen dem Originalgutachten bei und sind jederzeit einsehbar.

Die Zahlung erfolgt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und rein vorsorglich zur Vermeidung weiterer Kosten. Dies gilt ausdrücklich nur für diesen Schadenfall.

Konsequenz:

Es ist in der Rechtsprechung wohl unbestritten, dass dem Geschädigten gegenüber der versierten Versicherung im Rahmen der Waffengleichheit ein rechtlicher Berater (Rechtsanwalt) und ein technischer Berater (Sachverständiger) zugebilligt wird. Der obige Schriftwechsel lässt vermuten, dass dem Geschädigten allerdings nicht die gleichen Unterlagen/Beweismittel zugebilligt werden sollen. Der Hinweis auf die Einsehbarkeit der Fotos (Geschädigter wohnt im Raum Wiesbaden) braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Der vermeidbare Aufwand im Sachverständigenbüro ist jedenfalls bei der nächsten betriebswirtschaftlichen Kostenkalkulation zu berücksichtigen. Es sieht allerdings nicht danach aus, als ob die Kosten sinken würden.

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