Leitfaden zur Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken

Die Wettbewerbszentrale  hat einen neunseitigen Leitfaden zur Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken (UGP-Richtlinie) erstellt, der die Struktur und die wesentlichen Inhalte der europäischen Vorgaben darstellt.

“Leitfaden zur Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken
– Neue Regeln für Werbung und Vertrieb -”

Der Leitfaden zur Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken stellt eine Pflichtlektüre für jeden dar, der im Schadengeschäft tätig ist. In dem Wissen, dass das Schadenmanagement der Versicherer in seiner immer aggressiver werdenden Form den Anspruchsteller im Schadenfall zunehmend  seiner selbstbestimmten Handlungsweise  beraubt, ist nach dem Inhalt des Leitfadens wie folgt 

Die rechtlichen Regelungen werden jeweils durch konkrete Fallbeispiele veranschaulicht. Entscheidend nach der UGP-Richtlinie ist, wann eine Geschäftspraxis als unlauter zu beurteilen ist. Dafür enthält die UGP-Richtlinie ein dreistufiges Modell, die Schwarze Liste von Geschäftspraktiken, die in jedem Fall unzulässig sind (sog. Per-se-Verbote), irreführende und aggressive Geschäftspraktiken und als letztes die Generalklausel.

eine Lektüre des selbigen auch unbedingt “ Jedermann“ zu empfehlen. Wer erstmal weiß, was unter aggressiven Geschäftpraktiken zu verstehen ist, dürfte sodann kein Opfer mehr von FairPlay, Vertrauenswerkstatt  und Restwertbörsen seitens Versicherer von A wie Allianz bis Z wie Zurich werden.  

Der Auszug Seite 9 des Leitfadens liest sich wie folgt:

II. Aggressive Geschäftspraktiken
Das Verbot aggressiver Geschäftspraktiken soll bewirken, dass der Verbraucher eine von äußeren und inneren Zwängen freie Entscheidung für eine Ware oder Dienstleistung treffen kann.
Formen äußeren Zwangs sind Belästigung und Nötigung einschließlich körperlicher Gewalt (Art. 8 UGP-Richtlinie).
Innerer Zwang bei der geschäftlichen Entscheidung des Verbrauchers wird durch unzulässige Beeinflussung ausgeübt (Art. 8 UGP-Richtlinie). Bei der rechtlichen Beurteilung zu berücksichtigen sind
o Zeitpunkt, Ort, Art oder Dauer des eingesetzten Mittels
o Verwendung drohender oder belästigender Formulierungen oder Verhaltensweisen
o Ausnutzung von Unglückssituationen oder anderer Umstände, die das Urteilsvermögen des Verbrauchers beeinträchtigen
o belastende oder unverhältnismäßige Hindernisse, mit denen der Verbraucher an der Ausübung seiner vertraglichen Rechte gehindert werden soll
o Drohungen mit rechtlich unzulässigen Handlungen (Art. 9 UGP-Richtlinie).
Unzulässig ist eine Geschäftspraxis, wenn sie die Entscheidungs- oder Verhaltensfreiheit des Verbrauchers tatsächlich oder voraussichtlich erheblich beeinträchtigt, und er veranlasst wird, eine geschäftliche Entscheidung zu treffen, die er anderenfalls nicht getroffen hätte (Art. 8 UGP-Richtlinie).

Quelle: http://www.wettbewerbszentrale.de/, alles lesen:  >>>>>>>>>>>

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