Die HUK-Coburg und Kulanz

Mein letztes Erlebnis mit der HUK-Coburg kann ich eigentlich nur unter „Seltsames“ ablegen. Ein Kunde der HUK-Coburg, der einen Werkstatt gebundenen Vertrag hatte, sprach bei dem üblichen Vetragspartner der HUK-Coburg vor, weil er einen kleinen Steinschlagschaden in der Frontscheibe seines Wagens hatte. Getreu dem Motto „C… repariert, tauscht aber lieber aus“ bekam er die Nachricht, dass dieser Schaden leider leider nicht zu reparieren ginge. Da der VN meine Firma kannte, denn wir reparieren bei seinem Arbeitgeber, wandte er sich an uns und der Schaden war problemlos zu reparieren.

Da der Kunde vergaß die Werkstattbindung zu erwähnen, schickten wir die Rechnung über 110 € an die HUK-Coburg und bekamen prompt die Antwort, dass die Regulierung abgelehnt wird, weil es ja ein werkstattgebundener Kaskovertrag ist. Der Kunde beschwerte sich bei der HUK, auf Grund der Vorgeschichte verständlich, immerhin hatte er durch seine Umsicht den Tausch der teuren Spezialscheibe (mit Antenne, Heizung und Regensensor) verhindert. Er bat um Kulanz, denn immerhin hat er der Versicherung viel Geld gespart.

Die Entscheidung der HUK kam schnell, sie bestand darauf, dass die Scheibe von einem Gutachter angesehen wird, denn so der messerscharfe Schnellschuss des HUK-Mitarbeiters, wenn die Reparatur nicht ordentlich ausgeführt worden ist, braucht die HUK nicht zu zahlen, im Falle eine ordentlichen Ausführung wolle man über die Kulanz nachdenken.

Nachdenklich wurde nun aber der Kunde, denn wieso wollte die HUK einen abgelehnten Schadenfall begutachten lassen und anschließend darüber entscheiden, ob sie ev. eintreten will?  Wieso wird Geld für ein Gutachten ausgegeben um über Kulanz zu entscheiden? Also um darüber zu entscheiden, ob die Rechnung von 110 € übernommen wird, wird ungefähr der gleiche Betrag für ein Gutachten ausgegeben. Ist das Gutachten positive, wid darüber entschieden, ob zusätzlich die Rechnung über 110 € bezahlt wird, ist es negativ wurde immerhin Geld für das Gutachten ausgegeben.

Soviel Logik mochte sich der Kunde nicht wiedersetzen. Er erklärte sich bereit, den Schaden nun doch lieber beim Partnerbetrieb beseitigen zu lassen und ließ die Scheibe tauschen. Das waren dann zwar 150 € Selbstbeteilgung für ihn,  aber dafür hat er nun eine neue Scheibe. Auf Grund unserer Geschäftsbedingungen braucht er in diesem Fall die 100 € nicht zu begleichen, das ganze wurde also nur 40 € teurer für ihn.

Positiver Nebeneffekt, nach einem Schadenfall konnte er den Vertrag bei der HUK kündigen.

Den abschließenden Kommentar des Sachbearbeiters möchte ich nicht unerwähnt lassen „Na also warum nicht gleich so“

Wenn ich in dem Laden was zu sagen hätte …….naja, dann wäre ohnehin alles anders.

Über Roswitha Gladel

Wir haben den Kampf gegen die Versicherungen verloren. Endgültig, grausam und für immer.
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8 Kommentare zu Die HUK-Coburg und Kulanz

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