EU-Kommission „beschließt“ Automatisches Notrufsystem 112-eCall ab April 2018

Laut Autohaus Online bestätigte der Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments die Einigung zwischen Kommission, Parlament und Rat hinsichtlich der  Einführung des Notrufsystems eCall. Ab April 2018 sollen Fahrzeuge ohne das automatische Notrufsysstem keine Typzulassung mehr erhalten. Somit ist die europaweite Bevormundung der in der europäischen Union lebenden Erwerbern von Neufahrzeugen beschlossene Sache. Dies, obwohl sich laut AH nur 46 Prozent der befragten 30- bis 59-Jährigen ein automatisches Notrufsystem „wünschten“.

Die Versicherungswirtschaft freut sich insbesondere über den Willen der EU, dass sich der Fahrzeughalter aussuchen kann, wer künftig im Auto mit fährt.  Dass es der „zähneknirschende Wille“ der Versicherungswirtschaft war, davon erfährt der Leser nichts. Hätten die Kfz.-Versicher doch nur zu gern den alleinigen Zugriff auf das eCall-System gehabt.

GDV begrüßt offene Schnittstelle für den Transfer von Kfz-Daten

„Kunde besitzt künftig Anbieter-Wahlfreiheit“

Die Versicherer begrüßen insbesondere den Willen der EU, im Zuge der eCall-Einführung eine standardisierte, sichere und diskriminierungsfrei zugängliche Schnittstelle für den Austausch von Kfz-Daten zu schaffen. Der GDV hatte sich im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens frühzeitig für eine solche Schnittstelle eingesetzt, um ein aus seiner Sicht drohendes Datenmonopol der Automobilhersteller zu verhindern und die Wahlfreiheit des Verbrauchers bei weiteren telematischen Dienstleistungen – etwa der schnellen Hilfe bei einer Panne oder bei der Ortung des Fahrzeugs nach einem Diebstahl – sicherzustellen.

(…….)

Durch rechtzeitiges Eintreffen der Rettungskräfte will die EU-Kommission europaweit jährlich bis zu 2.500 Menschenleben retten und die Zahl der schweren Verletzungen deutlich reduzieren.

Alles lesen:  AUTOHAUSonline

Und wenn trotz eCall keine zusätzlichen Menschenleben gerettet werden, weil die Wege zum Unfallort auch mit eCall nicht kürzer werden, kein dichteres Netz der Rettungsleitstellen vorgesehen ist und weiterhin kein ausreichendes medizinisches Personal für Notfalleinsätze zur Verfügung steht? Wird die EU-Kommission dann das permanent-überwachungs und fremd-bestimmende Gesetz wieder aufheben?

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, eCall, GDV, Haftpflichtschaden, Kaskoschaden, Netzfundstücke, Personenschäden, Wichtige Verbraucherinfos abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu EU-Kommission „beschließt“ Automatisches Notrufsystem 112-eCall ab April 2018

  1. virus sagt:

    Höchst interessantes Video

    – Goslaer Diskurses zum Thema Datenmissbrauch und Fahrzeugmanagement auf Versicherungsbote –

    Gastgeber: Herr Heitmann – Vorstand der HUK-Coburg

    Quelle: http://www.versicherungsbote.de/id/4790874/Big-Brother-im-Auto—Telematik-eCall-und-Datenschutz/

    Big Brother im Auto? – Telematik, eCall und Datenschutz

    Spioniert das eigene Auto seinen Fahrer aus? Elektronisches Fahrzeugmanagement, eCall und Telematik erobern den Kfz-Markt. Doch welche Daten werden da eigentlich an wen übertragen und gesendet? Auf dem Goslaer Diskurs diskutieren Experten aus Wirtschaft, Verbraucherschutz, Recht und Versicherung zum Datenschutz im Auto.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.