„Fair Play“ statt Schadensteuerung

(Aus der Automobilwoche vom 18.06.2007)
Im Kampf um die Versicherungskunden, der bei den Kaksopolicen in der Vergangenheit vor allem von der HUK-Coburg verschärft wurde, hat die Allianz als Branchenführer ein neues Konzept entwickelt. Mit dem Modell „FairPlay“ will der Münchner Versicherungsriese gemeinsam mit den Autohäusern ein Regelwerk festlegen, das für die Abläufe in der Schadenabwicklung mehr Klarheit schafft.

Dadurch soll das „Konfliktpotenzial zwischen Versicherer und Werkstatt minimiert werden“, sagt Michael Wagner, Leiter Kraft-Schaden der Allianz. Durch das Modell sparen die Autohäuser zudem Zeit, weil sie nicht mehr einzeln jede Rechnung auf Papier abstimmen müssen. Künftig soll der Schaden digital an die Allianz übermittelt und dort direkt auf Regelkonformität geprüft werden. Auch Belege wie der Kostenvoranschlag oder Bilder vom Unfallauto fließen durch die Datenkabel zur Versicherung. In das Modell sollen auch pauschale Abrechnungsverfahren, wie sie beispielsweise für Mietwagen genutzt werden, einbezogen werden. Wagner geht davon aus, noch in diesem Jahr den ersten „FairPlay“-Kooperationspartner benennen zu können: „Über erste Gespräche sind wir bereits weit hinaus. Und die Rückmeldungen zeigen, dass wir ein überzeugendes Modell an den Start bringen.“ Das neue Allianz-Modell ist vor allem gegen die HUK-Coburg gerichtet, die der Allianz bei den Fahrzeugversicherungen Marktanteile abgenommen hat. Den Coburgern gelang dies vor allem durch billige Policen mit Werkstattbindung, bei der die Unfallfahrzeuge nur in Partnerwerkstätten der HUK repariert werden. „Statt den Kunden durch Tarife mit Werkstattbindung aus der Werkstatt seines Vertrauens herauszusteuern, schaffen wir durch unser Kooperationsmodel eine Vertrauenssituation zwischen Händler, Versicherung und Kunden“; sagt Allianz-Vorstand Karl-Walter Gutberlet.

Und als positiven Nebeneffekt erleichtern wir ControlExpert und Eucon die Kontrollen. Außerdem sorgen wir so dafür, dass die Werkstätten mit den Preisen runtergehen. Diese Preise zwingen wir den Werkstätten dann auch im Haftpflichtschadenfall aus, spinnt Frau Gladel den Gedanken von Herrn Gutberlet mal weiter.

Über Roswitha Gladel

Wir haben den Kampf gegen die Versicherungen verloren. Endgültig, grausam und für immer.
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