HUK-Coburg will Preiskrieg fortsetzen

Quelle: Autohaus Online vom 08.01.2010

HUK-Coburg will Preiskrieg fortsetzen

Gleich zu Beginn des neuen Versicherungsjahres 2010 sprach die HUK-Coburg offen über ihre mittel- und langfristigen Zielsetzungen. Bemerkenswert dabei: Nicht Kraftfahrtvorstand Klaus-Jürgen Heitmann, wie in den vergangenen Jahren üblich, sondern Dr. Wolfgang Weiler äußerte sich zum Autogeschäft des fränkischen Versicherers. Weiler ist seit rund einem halben Jahr im Amt des Vorstandssprechers der HUK-Coburg Versicherungsgruppe Nachfolger von Rolf-Peter Hoenen, der 2009 in Coburg offiziell in Ruhestand ging und derzeit in seiner ersten Legislaturperiode als Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (GDV) agiert….

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„Preiskampf ist mörderisch, aber er lohnt sich“

Den aktuellen Preiskampf bezeichnete der ranghöchste Repräsentant der HUK-Coburg wörtlich zwar als „mörderisch“, dennoch lohne sich das Geschäft nach wie vor „sehr wohl“. Die Combined Ratio* in der Kfz-Versicherung lag nach seinen Worten im abgelaufenen Jahr „voraussichtlich bei etwa 95 Prozent“. Dies wären dann gut sechs Punkte mehr als im Vorjahr, weil die Schadenhäufigkeit leicht gestiegen sei. Damit zahle sich das Geschäft zwar weniger aus als früher, sei aber weiterhin rentabel. Für 2010 sieht der Vorstandschef nach seinen Worten zudem „keinen Grund dafür“, die Preise anzuheben….

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*Combined Ratio = Schadenkostenquote (Verhältnis zwischen Prämieneinnahmen und Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Abschlußkosten)

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7 Kommentare zu HUK-Coburg will Preiskrieg fortsetzen

  1. Amen sagt:

    Gottgleich schwebt Herr Dr. Weiler dahin! – getragen durch eine Staatbürgschaft für die HRE von 100-Milliarden-Euro reinstem Steuergeld. Auch selbst waren Banken und Versicherer bereit, nochmals Gelder ihrer Kunden in die Hand zu nehmen. Mit einer direkten Finanzspritze wurde der HRE unter die Arme gegriffen.

    Viel, zu viel, immerhin 1.486 Milliarden, hat(te) allein die HUK Coburg zu verlieren.

    Somit stellt sich die Frage: „Soll „der Krieg“ nur über einen Sturm im Wasserglas hinwegtäuschen?“

    Amen!

  2. WESOR sagt:

    Aus dem Pressebericht geht deutlich hervor wer der HUK-Coburg das Geld verdient. Nur Werkstätten die nicht zwischen Umsatz und Ertrag unterscheiden. Da gibt es Vertragshändler die ET nur mehr wegen dem Bonus durchreichen an die Konkurrenz, die für kleines Geld der HUK und Konsorten die Arbeit macht. Von den nicht informierten Geschädigten ganz zu schweigen. Anstatt an einem Unfall Geld zu verdienen, strangulieren sich diese Arbeiter für alle Zukunft immer mehr. Bleibt abzuwarten wann sich die Hersteller gegen die Lieferanten der Ersatzteile stellen. Dafür bettelt die HUK schon in Brüssel und verlangt Änderungen GVO usw..
    Auf jeden Fall werden die Partnerwerkstätten den Rabatt mit der HUK teilen müssen. Wenn die Versicherungsschäden nur mehr dem Versicherer Profit bringen, weil die die Marge einstreichen und den Werkstätten das Risiko überlassen; handeln ganz einfach gesagt saublöd.

  3. Heinrich sagt:

    Habe ich richtig gelesen?

    Die Combined Ratio liegt für das Jahr 2009 bei 95 und war im Vorjahr sechs Punkte weniger; wären also demnach 89 für das Jahr 2008? 6 von 11 sind nach Adam Riese ein Ertragsrückgang von über 54% gegenüber 2008?

    Der obige Bericht ist wohl mehr Gewinnwarnung als Aufruf zur Schlacht?
    Da bin ich aber mal gespannt auf den Geschäftsbericht 2009.

  4. SV m. E. sagt:

    Weiler: …, dass das angestrebte weitere Volumenwachstum und ein daraus resultierender hoher Marktanteil der HUK-Coburg Vorteile verschaffe, um Dinge zu tun, die „wir nicht tun könnten, wenn wir kleiner wären“.

    Angestrebtes Wachstum = Verwendung der neu eingesammelten Prämien zur (minimalen) Deckung von laufenden Schadensersatzansprüchen? Ließe sich sonst die permanente Kürzung von Reparaturkosten durch die DEKRA nach Vorgabe von controlexpert sowie des SV-Honorares weit unter BVSK-HUK Coburg Gesprächsergebnis erklären?

    Gruß SV m. E.

  5. Heinrich sagt:

    6 Punkte Combined Ratio wären bei einem Jahres-Beitragsvolumen Kraftfahrt gesamt in Höhe von ca. 2,2 Mrd. Euro (nach HUK-Konzern-Bilanz 2008) schlappe 130 Mio zusätzliche Kosten im Bereich Kraftfahrt für das Jahr 2009. 130 Mio Euro sind aus Vorstandssicht also nur ein „leichter Anstieg“ bei der Schadenshäufigkeit?

    Oder vielleicht doch ein klitzekleiner Einbruch von 1,2 oder 3 Punkten beim Schadensmanagement?

    Möglicherweise viel schlimmer. Es stimmt tatsächlich. 130 Mio mehr an Schaden kann dann nur daher kommen, dass man beim Kampf um den letzten Kunden deutschlandweit jeden „Hochrisikopiloten“ versichert hat? Wie auch immer, weiter so im Schützengraben. Combined Ratio kennt ja bekanntlich keine Grenzen. Es gibt auch Ratio von 100 oder 105…..

    Hauptsache die meisten Verträge = Ziel erreicht.

    Ta Ta – Marktführer?

    Selten soo gelacht.

  6. Frank sagt:

    ………Ta Ta – Marktführer?

    im ABZOCKEN der VERBRAUCHER?

  7. ungläubiger sagt:

    @SVm.E.
    „Weiler: …, dass das angestrebte weitere Volumenwachstum und ein daraus resultierender hoher Marktanteil der HUK-Coburg Vorteile verschaffe, um Dinge zu tun, die “wir nicht tun könnten, wenn wir kleiner wären”.“

    Ja,ja,
    ich lese daraus, dass kleinere Unternehmen keinen Missbrauch ihrer als gering einzuschätzenden Marktstellung betreiben können, im Vergleich zur HUK-Coburg, welche ihre Marktstellung, m.M., ständig durch rechtswidrige Schadenregulierung und fragwürdiges Schadenmanagement missbraucht und noch weiter ausbauen möchte.

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