GKK Gutachtenzentrale – Auftragsstreicher für die Aachener und Münchener Versicherung

Wie bei Captain HUK bereits am 23.01.2008 berichtet, wurde die GKK Gutachtenzentrale Klaus Kleophas rückwirkend zum 01.01.2008 von der DEKRA komplett übernommen.

Möglicherweise wollte man sich mit diesem Geschäft einen größeren Kundenkreis erschließen, da das bisherige „versicherungsfreundliche Verhalten“ der DEKRA zwar primär das Auftragsvolumen erhöht, aber durchaus der eine oder andere (gute) Kunde der Geschädigtenseite inzwischen das Geschäftsverhältnis DEKRA/Versicherer durchschaut und somit „das Weite“ gesucht hat?

Mit der GKK Gutachtenzentrale wird dies nun leider auch nicht gelingen, da dort auch oder gerade unter neuer Führung ebenso eine Kürzungstruppe aktiv ist, die sich mit den Mitbewerbern ControlExpert, Eucon (check-it) usw. um die Marktanteile rangelt. Oder soll die Auftragsstreicherei zum eigenen Namensschutz vielleicht auf einen anderen Firmennamen ausgelagert werden? Wie dem auch sei. Bei Captain-HUK wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen und eine weitere Kategorie für das Dream-Team eingerichtet.

Die GKK-Streicher erstellen z.B. im Rahmen einer fiktiven Abrechnung für die Aachener und Münchener Versicherung sogenannte Prüfberichte (Kürzungsprotokolle) unter Bezugnahme rechtskonformer Gutachten der Geschädigtenseite, bei denen dann, wie bei allen Streichern üblich, entgegen geltender Gesetzeslage und eindeutiger BGH- bzw. überwiegender Rechtsprechung die Ersatzteilzuschläge sowie Verbringungskosten gestrichen und auch die Lohnkosten der markengebundenen Fachwerkstatt „auftragsgemäß“ auf Verrechnungssätze nicht markengebundener Firmen gekürzt werden. Selbst Datenschutz- und Urheberrechtsvermerke im Gutachten schert weder die eintrittspflichtige Versicherung, noch die Fa. GKK Gutachtenzentrale.

Hier ein kleiner Ausschnitt des Pamphlets bezüglich der Erläuterung zu den Ersatzteilzuschlägen und Lohnkosten:

Werkstattabhängige Nebenkosten und Aufschläge sind ohne Nachweis bzw. Vorlage einer Rechnung gem. Auftrag aus der Reparaturkalkulation zu kürzen.

Der Stundenverrechnungssatz liegt über dem örtlichen Niveau. Gemäß Auftrag wurde die Korrekturkalkulation auf Basis der Stundenverrechnungssätze der vorgegebenen Referenzwerkstätten durchgeführt.

Als Referenzwerkstätten werden dann irgendwelche „Partnerwerkstätten der Versicherer“ ohne Markenbindung genannt, so dass unter´m Strich der obligatorische Abschlag in Höhe von derzeit ca. 10-20% aus der berechtigten Forderungssumme vorgenommen wird, mit dem man sich auf Kosten der Geschädigten bereichern will. Der Geschädigte soll also „gemäß Arbeitsanweisung der Schädiger Versicherung“ zusätzlich zu seinem erlittenen Schaden durch willige Helfershelfer ein zweites mal geschädigt werden.

Die BGH Entscheidung VI ZR 398/02 vom 29.04.2003 wird also auch von dieser Streichertruppe schlichtweg ignoriert!

Interessanterweise glaubt man auch bei der GKK, der Hinweis gem. Auftrag sei ausreichend, sich rechtlich der Verantwortung zu entziehen. Dem wird wohl nicht so sein?!

Gemäß Auftrag einen Spaziergänger oder gar eine Bank auszurauben hat noch keinen Richter beeindruckt. Außer dass der Auftraggeber mit in´s Boot genommen wurde. Auch gut – soll dem Geschädigten nur recht sein.

Auf alle Fälle wird es interessant sein mitzuerleben, mit welchen Kräutern die „weitgereisten Gäste“ der GKK als auch der Aachener und Münchener Versicherung der nun zwangsläufig folgenden Gerichtsverhandlung die nötige Würze verleihen. Oder macht man kurz vor knapp doch wieder einen Rückzieher?

Strafrechtsverfahren natürlich nicht ausgeschlossen, wenn man berücksichtigt, dass der staatl. gepr. Techniker sich ausserdem noch mit einem ZAK-Zertifikat (Zertifiziert für Kfz-Schäden und -Bewertung nach DIN/EN 17024) schmückt?

Zertifizierte Sachverständige, die die einschlägige BGH-Rechtsprechung von 2003! nicht kennen (wollen, dürfen, müssen)?

Verstoss gegen den Datenschutz und Urheberrechte?

Klingt vielversprechend!

Urteilsliste „Fiktive Abrechnung“ zum Download >>>>>

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