HUK-COBURG greift aktuell auf das Gesprächsergebnis BVSK – HUK-COBURG 2009 zurück!

Obwohl das Gesprächsergebnis zwischen BVSK und HUK-COBURG 2009 bereits sechs Jahre alt und damit auf keinen Fall aktuell ist, greift neuerdings die HUK-COBURG-Schadenaußenstelle Nürnberg auf eben dieses antiquierte Gesprächsergebnis zurück. Was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben, bleibt offenbar deren Geheimnis, denn Sinn macht die Bezugnahme auf dieses alte Gesprächsergebnis nicht, abgesehen davon, dass es ohnehin kein Massstab für die erforderliche Sachverständigenkosten nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall sein kann. Die Absprache eines Sachverständigenverbandes mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung, die überdies auch noch eintrittspflichtig ist, kann keine Richtschnur für den Wiederherstellungsaufwand sein, den das Unfallopfer im Zeitpunkt der Beauftragung ex-ante als erforderlich im Sinne des § 249 II BGB ansehen durfte. Das Unfallopfer kann aus seiner laienhaften Ex-ante-Sicht davon ausgehen, dass die Kosten des von ihm zur Schadensbegutachtung beauftragten Kfz-Sachverständigen den erforderlichen Wiederherstellungsaufwand darstellen.

Das Unfallopfer genügt seiner Darlegungslast, wenn es die Rechnung des Kfz-Schverständigen vorlegt. Insoweit hat grundsätzlich die Rechnung des Sachverständigen eine Indizwirkung, die für den Geschädigten spricht. Will der Schädiger diese Indizwirkung bestreiten, muss er darlegen und beweisen, dass es dem Unfallopfer möglich gewesen wäre, einen kostengünstigeren Gutachter zu beauftragen. Denn eine grundsätzliche erkundigungspflicht nach dem honorargünstigsten Sachverständigen besteht nicht. Das interessiert aber die HUK-COBURG nicht. Sie schreibt bewußt und wissentlich genau das Gegenteil. Insoweit besteht tatsächlich der Verdacht des versuchten Betruges zum Nachteil des Unfallopfers, begangen durch das Schaden-Team der HUK-COBURG in Nürnberg.   Lest aber selbst das anonymisierte Schreiben der HUK-COBURG vom 19.3.2015. Das Originalschreiben liegt dem Autor vor.

HUK-COBURG

Sie erreichen uns : Mo-Do: 8.00-18.00 Uhr; Fr. 8.00-16.00 Uhr

Schadenaußenstelle HUK-Coburg Willy-Brandt-Platz 16 90312 Nürnberg

Herrn

A. D.

H-K-Str. …

9…. F.

Nürnberg, 19.03.2015

Kfz-Haftpflichtschaden vom TT.MM.2015

P ./. D.

Sehr geehrter Herr D.,

wir möchten Sie informieren, dass wir an

SV-Büro A. C.

einen Betrag in Höhe von 520,– € gezahlt haben.

Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

Sachverständigenhonorar                                520,–

ausgezahlter Betrag                                           520,–

Teilen Sie uns bitte Ihre Bankverbindung mit.

das Gutachten wird derzeit überprüft. Wir kommen danach auf die Sache zurück.

Die Sacverständigenrechnung haben wir nur teilweise ausgeglichen, da das Hnorar nach unserer Auffassung den „erforderlichen“ Aufwand zur Schadensbeseitigung gemäß § 249 BGB übersteigt.

Hinsichtlich der Bemessung des Honorars legen wir das Gesprächsergebnis BVSK 2009 – HUK-COBURG als Maßstab zu Grunde. Die dort veröffentlichten Bruttoendbeträge orientieren sich an der Schadenhöhe und enthalten die i.d.R. erforderlichen Nebenkosten und die Mehrwertsteuer.

Nach dem Urteil des BGH vom 23.1.2007 (Az: VI ZR 67/06) kann ein Geschädigter nach § 249 Abs. 2 BGB nur die erforderlichen Kosten erstattet verlangen, die vom Standpunkt eines verständigen, wirtschaftlich denkenden Menschen in seiner Lage zur Behebung des Schadens zweckmäßig und angemessen erscheinen. Dabei ist der Geschädigte zwar grundsätzlich nicht zur Marktforschng verpflichtet, um einen möglichst preisgündstigen Sachverständige ausfindig zu machen, allerdings verbleibt für ihn das Risiko, dass er ohne nähere Erkundigngen einen Sachverständigen beauftragt, der sich später im Prozess als zu teuer erweist.

Für das Einholen näherer Erkundigungen ist insoweit der Geschädigte bzw. auf Grund einer rechtsgeschäftlichen Abtretung der Rechtsnachfolger darlegungs- und beweispflichtig. Hierzu wurde bislang nichts vorgetragen, sodass wir nicht beurteilen können, inwieweit dem Wirtschaftlichkeitsgebot aus § 249 BGB genügt wurde.

Ohne entsprechenden Vortrag muss es bei der zur Verfügung gestellten Zahlung verbleiben.

Mit freundlichen Grüßen

HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungskasse

kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg

Ihr Schaden-Team

Soweit das Schreiben der HUK-COBURG aus Nürnberg. Das Urteil des BGH vom 11.2.2014 – VI ZR 225/13 -, das auch gegen die HUK-COBURG erging, wurde gänzlich verschwiegen. Ebenso wurde verschwiegen, dass der Geschädigte seiner Darlegungspflicht genügt, wenn er die Rechnung des Sachverständigen vorlegt. Diese hat Indizwirkung. Also hat die HUK-COBURG bewußt und gewollt, damit vorsätzlich, versucht den Geschädigten zu einem Unterlassen, nämlich weiteren ihm zustehenden Schadensersatz zu beanspruchen, zu bewegen, damit dieser auf seine weiteren Schdesersatzansprüche zu Gunsten der HUK-COBURG, die keinen Anspruch auf diese einbehaltenen Beträge hat, verzichtet. Gebt bitte Eure Kommentare hierzu ab. 

Mit freundlichen Grüßen

Willi Wacker

Dieser Beitrag wurde unter Abtretung, Das Allerletzte!, Haftpflichtschaden, HUK-Coburg Versicherung, Sachverständigenhonorar, Unglaubliches, Wichtige Verbraucherinfos, Willkürliches abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Kommentare zu HUK-COBURG greift aktuell auf das Gesprächsergebnis BVSK – HUK-COBURG 2009 zurück!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.