HUK Coburg so richtig im Stress nach Klagezustellung an den Versicherungsnehmer der HUK – als Folge rechtswidriger Schadensersatzkürzung durch die HUK bei der fiktiven Abrechnung

Am 28.08.2014 hatten wir hier über die Reaktion der HUK berichtet, wenn man deren Versicherungsnehmer außergerichtlich auf Kürzungen von berechtigten Schadenspositionen in Anspruch nimmt. In der dort gegenständlichen Sache hatte die HUK mit „dicken Backen“ die Eskalationsstufe hochgefahren. „Geschwätz“ und Tun sind aber meist eine andere Sache.

Hier nun eine Episode bei der – nach den dicken Backen der HUK – Klage gegen den VN eingereicht wurde. Nach einer rechtswidrigen Kürzung der HUK bei der fiktiven Abrechnung („Prüfbericht“ der DEKRA) aus einem Schaden vom 18.01.2014 hatte der im Juni 2014 beauftragte Rechtsanwalt (Kanzlei Lothar Schriewer in Düsseldorf) am 21.07.2014 das Klageverfahren gegen den VN der HUK aufgenommen. Der Anwalt hatte einfach die Nase voll, sich weiter mit der HUK auseinanderzusetzen. Zugestellt wurde die Klageschrift dem VN wohl am 14.08.2014. Ca. eine Woche später, also am Freitag, den 22.08.2014 teilte der Anwalt per Fax um 12:55 der HUK folgendes mit:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorbezeichneter Angelegenheit teilen wir der guten Ordnung halber mit, dass wir die von Ihnen verweigerten restlichen Schadensersatzansprüche unseres Mandanten mit der beigefügten Klageschrift vom 21.07.2014 gegenüber Ihrem VN geltend gemacht haben.

Mit freundlichem Gruß

L. Schriewer
Rechtsanwalt

Darauf die umgehende Antwort der HUK per Fax am Montag, den 25.08.2014 10:13:

Sehr geehrter Herr Schriewer ,

wir zahlen heute an Sie:

Reparaturkosten                                                    218,03 €
Verzugszinsen                                                           1,20 €
Rechtsanwaltsgebühren einschl. Zinsen 0,45 €        79,35 €

Auszuzahlender Betrag                                           298,58 €

Diesen Betrag haben wir auf das Konto: … überwiesen.
Die Reparaturkosten rechnen wir nach Kostenvoranschlag bzw. Schadenbedarfsprognose des Sachverständigen ab. Ein Anerkenntnis ist damit nicht verbunden.

Wir weisen darauf hin, dass die Abrechnung ohne Präjudiz für künftige Fälle erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen
HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse
kraftfahrender Beamter Deutschlands a. G. in Coburg
P. (Sachbearbeiterin)

Darauf ein weiteres Fax des Rechtsanwalts an die HUK vom 25.08.2014 14:08 – eine Kopie des Schreibens ging an den VN der HUK:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorbezeichneter Angelegenheit bestätigen wir den Eingang Ihres Schreibens vom 25.08.2014, wonach der Betrag in Höhe von 298,58 EUR gezahlt wird.

Es ist es bedauerlich, dass wir den von Ihnen verweigerten restlichen Schadensersatzanspruch unserer Mandantin erst gegenüber Ihrem VN gerichtlich geltend machen mußten, damit Sie sich dann doch noch zur Regulierung entschließen konnten.

Das Verfahren gegen Ihren VN ist somit für erledigt zu erklären mit dem Antrag, die Kosten des Verfahrens Ihnen aufzuerlegen. Sodann ist Kostenfestsetzung zu beantragen.

Um das Verfahren abzukürzen, übersenden wir anliegend unsere Kostenrechnung und geben Gelegenheit, den Rechnungsbetrag in Höhe von xxx EUR auszugleichen binnen 10 Tagen auf eines unserer oben genannten Konten. Sodann werden wir die Klage zurücknehmen.

Mit freundlichem Gruß

L. Schriewer
Rechtsanwalt

Darauf eine knappe halbe Stunde später die Antwort der HUK per Fax (25.08.2014 14:33):

Sehr geehrter Herr Schriewer ,

wir danken für Ihre Nachricht und zahlen an Sie:

Rechtsanwaltsgebühren/Gerichtskosten                     83,73 €

Auszuzahlender Betrag                                               83,73 €

Diesen Betrag haben wir auf das Konto: … überwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse
kraftfahrender Beamter Deutschlands a. G. in Coburg
P. (Sachbearbeiterin)

Na bitte, geht doch? Und das auch noch innerhalb weniger (Arbeits-) Stunden! Das nennt man eine vorbildliche Schadenregulierung durch die HUK (wenn man die vorausgegangenen 6 Monate der Zahlungsverzögerung und den leidigen Kürzungsversuch vernachlässigt). Fragt sich nur, warum nicht gleich so? Warum musste man zuerst den Versicherungsnehmer der HUK mit deren rechtswidriger Schadenregulierung gerichtlich konfrontieren?

Auch dieser Vorgang bestätigt punktgenau, dass die Inanspruchnahme des Versicherungsnehmers der gegnerischen Versicherung eine Erfolgsgeschichte ist. Und das nicht nur bei Kürzungspositionen zum Sachverständigenhonorar, sondern bei allen rechtswidrigen Kürzungen im Rahmen des aktiven Schadensmanagements der Versicherer. Wer’s jetzt immer noch nicht glaubt und weiter (ewig) mit den „ollen Kamellen“ der mittelalterlichen Schadenregulierung herumlaboriert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!!!

Versicherung zahlt nicht? Sofort Mahnbescheid oder besser noch, gleich eine Klage gegen den Schädiger. Dass hier der Anwalt die HUK noch von der Klagezustellung informiert hat, ist eine interessante Variante, wodurch die Schadenregulierung offensichtlich in den Turbo-Modus versetzt wurde?

Schreiben am Freitag den 22.08.2014 12:55 an die HUK.

=> Endgültige Regulierungsankündigung am Montag, den 25.08.2014 14:33.

=> Vollständiger Zahlungsausgleich am Donnerstag, den 28.08.2014.

Mit etwas „gutem Willen“ geht das bei der HUK ja sogar noch schneller als das Regulierungsversprechen der DEVK? Regulierung im Stundentakt?

Was lernen wir aus diesem Vorgang? Die HUK ist wohl doch nicht so cool, wie sie immer vorgibt zu sein? Insbesondere wenn es um die eigenen Kunden (heilige Kuh) geht, liegen die Nerven offensichtlich genau so blank, wie bei den anderen „Kandidaten“ der „Kürzungsmafia“? Außerdem gibt die HUK mit der vollständigen Regulierung indirekt zu, dass es sich bei den Kürzungen durch die DEKRA (im Auftrag und nach den Vorgaben der HUK) nur um einen netten Versuch mit Hilfe eines „Partnersachverständigen“ gehandelt hat.

Vielleicht ist Hopfen und Malz doch noch nicht verloren?

Erfolg ist meist nur eine Frage der richtigen Strategie!

Siehe auch:

Captain-HUK-Beitrag vom 08.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 15.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 24.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 30.06.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 10.07.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 01.08.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 20.08.2014
Captain-HUK-Beitrag vom 28.08.2014

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16 Kommentare zu HUK Coburg so richtig im Stress nach Klagezustellung an den Versicherungsnehmer der HUK – als Folge rechtswidriger Schadensersatzkürzung durch die HUK bei der fiktiven Abrechnung

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