Neue Einsparungsmöglichkeiten von der HUK-Coburg entdeckt.

Bei den Kommentaren zum Thema "SV-Honorar AG Obernburg" vom 07.04.2008 wurde ein interessanter Kommentar gepostet, der es wert ist, hier als Beitrag veröffentlicht zu werden.

Neue Einsparungsmöglichkeiten von der HUK-Coburg entdeckt.

Aus dem Formschreiben an den RA des Geschädigten:

….Bei der Überprüfung der Rechnung mußten wir feststellen, daß diese nicht unerheblich von der Kalkulation des Sachverständigenbüros …. abweicht. Wir bitten insoweit, eine Rechnungskopie an den von Ihrer Mandantschaft beauftragten Sachverständigen zu senden, damit dieser als  N a c h b e s s e r u n g  zum ursprünglichen Auftrag einen Rechnungsprüfungsbericht erstellt.

Wir bitten zu beachten, dass es sich um keinen getrennten, zweiten Auftrag handelt.
Demzufolge kann auch keine erneute G e b ü h r  anfallen.

Anmerkung: Warum nun die HUK-COBURG hier den Rechtsanwalt des Geschädigten auch noch als Handlanger für die Gewinnmaximierung in eigener Sache mißbrauchen will, ist wohl kaum noch nachvollziehbar.

Ist es in diesem Versicherungsunternehmen immer noch nicht aufgefallen, daß eine Reparaturkostenkalkulation nicht mehr als eine Prognose ist und die tatsächlich anfallenden Reparaturkosten auch nach den Umständen des Einzelfalls deutlich davon abweichen können? Um das zu begreifen, sollte man allerdings ein Gutachten vollständig und mit der gebotenen Sorgfalt lesen, denn dann würden sich solche Schreiben, wie hier, erübrigen.

Es wird aber klar, warum der Anwalt des Geschädigten mit dem Rechnungsprüfungsbericht beauftragen soll, wenn der Sachbearbeiter der Versicherung in seinem Schreiben dann weiter ausführt, daß dieser dem von der Mandantschaft beauftragten Sachverständigen eine Kopie der Reparaturkostenrechnung senden möge, damit der Sachverständige dann "als Nachbesserung" zum ursprünglichen Auftrag einen Rechnungsprüfungsbericht erstelle.

Tatsächlich gibt es selbstverständlich nichts nachzubessern und wenn die Designer solcher Formschreiben ihre Gehirnmasse mal in Wallung versetzen würden, müßten sie eigentlich merken, welchen Blödsinn sie mit solchen Schreiben unter´s Volk zu bringen versuchen.

Bis heute scheint diesem Versicherungsunternehmen immer noch nicht aufgegangen zu sein, dass Kraftfahrzeugsachverständige keine   G e b ü h r e n  berechnen, nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wohl aber ein Honorar nach Zeitaufwand im Einzelfall und die darauf anfallenden Nebenkosten.

Welcher Sachverstand und welche Einfalt ist wohl zu berücksichtigen, wenn die Verfasser solcher Formschreiben glauben, daß die Adressaten auf solche trickreichen Fabulierkünste hereinfallen würden. Ein Beweissicherungsgutachten ist auftragsgemäß nun einmal etwas anderes als ein Rechnungsprüfungsbericht zu einer Reparaturkostenausweitung gegenüber der ursprünglichen Prognose. Dabei handelt  es sich deshalb nicht, wie unverfroren behauptet, um eine vorzunehmende Nachbesserung, weil man die für einen solchen Prüfungsbericht erforderlichen Kosten nicht bezahlen will, nach dem Motto: Alles schon in der von uns großzügig regulierten BVSK-Kostenpauschale enthalten. Dümmer geht´s nimmer und kein versierter Rechtsanwalt wird auf solche plumpen Manipulationsversuche hereinfallen. Deshalb wurde mir das Schreiben der HUK-Coburg auch nur zur Kenntnisnahme übermittelt. Geduld, Vernunft und Hafergrütze sind zu allen Dingen nütze.

In Coburg hat man offensichtlich einmal mehr in die untere Schublade gegriffen!

A never ending story…..

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