Warum nicht nur der ADAC-Vertragssachverständige vom Aussterben bedroht ist

„Kostenvoranschläge werden in der Regel aufgrund des großen Vertrauensvorschusses für den ADAC nicht hinterfragt.“

Angesichts der Diskussion zum Beitrag: Schadensabwicklung à la ADAC-Autoversicherung – kein Beitrag zum Verbraucherschutz ist für Sachverständige, die weiterhin am Markt unabhängig tätig sein wollen, empfehlenswert, das Nachfolgende zu lesen.

Fakt ist; bietet ein Versicherer einem Marktteilnehmer/Dienstleister einen einseitig erarbeiteten Vertrag an, steht der Gewinner von Anfang an fest. Einige unserer Kollegen – „unabhängige/freie“ Sachverständige – haben zum Nachteil der Kfz-Reparaturbetriebe, und somit zum Schaden der Kunden, sich bekanntlich dem Vertragsdiktat des ADAC gebeugt. Um sich einen vermeintlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Kollegen zu verschaffen, wurden bzw. werden Vorgaben, welche eindeutig im Widerspruch zu deren Unabhängigkeit stehen, akzeptiert und praktiziert. Eine entsprechende „Informationen über die Zusammenarbeit freiberuflichen Kfz-Sachverständigen und der ADAC Autoversicherung AG“, welche sich auf Kasko-Schadenfälle beziehen soll, liegt mir vor.

Stellen wir uns der Frage, wer schadet dem Berufsstand „Unabhängiger Kfz-Sachverständiger“ tatsächlich. Der der seine Honorare an der Marktsituation „Eingriff der Versicherungswirtschaft in die Auftragslage durch ein aggressives Schadensmanagement“ orientiert oder diejenigen Kollegen, welche ihre Unabhängigkeit für eine kurzeitige, vermeintliche Besserstellung aufgegeben haben?

Siehe: T-Online, wo nach der Bild-Zeitung geheime Vertragsentwürfe des ADAC vorliegen, nach dessen Akzeptanz Kfz-Werkstattinhaber sich dann als „Pluspartnern“ am hart umkämpften Reparaturmarkt platzieren dürfen. Nur hierbei wird es sicher nicht allein um Kasko-Schäden gehen.

  ADAC wehrt sich gegen Abzocke-Vorwürfe

Aus den der „Bild-Zeitung“ vorliegenden Vertragsentwürfen soll hervorgehen, auf welche Zwänge sich die potenziellen ADAC-Partnerbetriebe einlassen.

(…….)

Vertrauensverlust ist noch nicht einkalkuliert

In einer – der „Bild“-Zeitung vorliegenden – Präsentation „für den internen Gebrauch“ heißt es, trotz der Querelen der letzten Woche, selbstbewusst: „Kostenvoranschläge werden in der Regel aufgrund des großen Vertrauensvorschusses für den ADAC nicht hinterfragt.“

Quelle: T-Online, alles lesen >>>>>>>

…. und die ADAC-Vertragsrechtsanwälte gleich mit aussterben.

ADAC-Funktionäre nutzen Amt für private Geschäfte

War schon sehenswert, der Bericht. Leider war jedoch mit keinem Wort die Rede davon, dass das Geschäft  – Kfz-Versicherungen zu verkaufen  – bei den Versicherern, ohne Rücksicht auf Verluste, zur reinen Abzocke verkommen ist.

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