Wie Konzerne mit Werkstätten umgehen, die sich dem Diktat nicht beugen

Ich denke es wird eine Fortsetzungesgeschichte weden, wobei ich die jeweiligen Gegenmaßnahmen erst offen lege, wenn sie zum Erfolg geführt haben. Die Dokumentation dürfte aber schon jetzt interessant sein.

Anscheinend haben die Versicherung dass VVG und die VVG-InfoV zur Nutzung der eigenen Zwecke entdeckt. Die Kaskoversicherung ist laut den jeweiligen Vertragsbedingungen eine Versicherung gegen Schadensereignisse. Ob und wo repriert wird, ist Sache des VN. Es gibt keinerlei Recht der Versicherung auf Qualitätskontrolle von Werkstatt arbeiten, das gibt die Ausklärungs- und Informationspflicht des VVG nicht her. Die Versicherung hat lediglich das Recht die Angaben über das Schadensereignis zu prüfen und die Höhe des Schadens zu ermitteln. Ob der Kunde dann eine Scheibe bei ebay kauft und selber einsetzt oder ob er bei mir reparieren lässt oder garnicht, ist allein seine Sache.

Aber es lässt sich gut damit argumentieren.

Meine Freunde von der Allianz und der Dekra:

Im Zuge der Qualitätsprüfung? Ist Sache des Kunden, nicht der Kasko.

Das ist  jetzt aber mal ein schöner Glasreparaturbericht. Das Besichtigungsergebnis nach Reparatur ist mehr als interessant, denn wir haben einen Schaden außerhalb des Fernsichtfeldes repariert und der Prüfer findet 2 Reparaturen im Fernsichtfeld. Krümmung des Raumes? Fehler in Raum-Zeit-Continuum? Hat da noch jemand repariert? Hatte der Prüfer eine verschmutzte Brille auf?

Ich hoffe ich kann die Allianz dazu zwingen mich zu verklagen.

KRAVAG:

Schreiben an meinen Kunden

Also irgendwie gefällt mir der Schluss, dass ich nicht repariert hätte, es aber auf Grund der nicht fachgerechten Reparatur zur Rissbildung gekommen sei. Was denn nun nicht repariert oder schlecht repariert, beides kann gleichzeitig nicht stimmen. Noch schöner ist, dass man den Kunden bittet die Scheibe auf meine Kosten austauschen zu lassen.

Auf Seite 2 Erfolgt eine merkwürdige Art mit dem VVG bzw. der VVG-InfoV umzugehen.

Da steht tatsächlich, dass man mich informiert hat, dass die KRAVAG zukünftig nicht mehr übernimmt…. Der Kunde hat einen Vetrag abgeschlossen, in dem es ein Weisungsrecht derVersicherung nur für den Fall einer Glasreparatur gibt, er hat keinen werkstattgebundenen Vertrag. Offensichtlich ist es dem Kunden wichtig sich frei entscheiden zu können und demnach hätte er vor Vertragsabschluss informiert werden müssen, dass er nicht mehr bei der gewohnten Werkstatt reparieren lassen kann (so fern es zu diesem Zeitpunkt schon so gewesen wäre) Im vorliegenden Fall konnte der Kunde sich nachweislich darauf verlassen, das meine Rechnungen übernommen werden. Eine plötzliche Änderung dieser Geflogenheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Vertrages und hätte dem Kunden durch seine Versicherung in schriftform mitgeteilt werden müssen. Auch steht dem Kunden in solchen Fällen ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

Die Werkstatt zu informieren und diese anzuweisen ihrerseits die Kunden zu informieren ist ein sehr origineller Weg der Informationspflicht nachzukommen.

Offensichtlich geht es hier nur um eines, mich zu disziplinieren, denn ich weigere mich die Kürzungsprotokolle anzuerkennen.

Über Roswitha Gladel

Wir haben den Kampf gegen die Versicherungen verloren. Endgültig, grausam und für immer.
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6 Kommentare zu Wie Konzerne mit Werkstätten umgehen, die sich dem Diktat nicht beugen

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