Allianz koppelt ihre Vertreter von deren Kunden ab

So könnte der nachfolgende Beitrag ebenfalls überschrieben werden. Auch und insbesondere ihren eigenen Vertretern macht die Allianz Versicherung das Leben schwer. Beschwerden und Anfragen von Kunden können  diese in der Regel nur noch im Call-Center loswerden.

Quelle: FINANCIAL TIMES 

Exklusiv.  Allianz nimmt Vertreter an die kurze Leine

Die Allianz Deutschland testet ein umstrittenes Modell im Vertrieb: Das Unternehmen gründet GmbHs, die für Gruppen von rund sechs Vertretern gegen Gebühr Verwaltungsarbeiten erledigen.

Im Allianz-Vertrieb stößt das Modell auf geteilte Resonanz. Offenbar hatte das Unternehmen keine Probleme, Vertreter für die Tests zu finden. Doch die Vertretervereinigung sieht die Sache kritisch. „Wir halten nichts davon und sind auch nicht gefragt worden“, sagte ein führendes Mitglied, „wir sind selbstständige Handelsvertreter. Wenn wir uns unsere kaufmännischen Entscheidungen vom Konzern abnehmen lassen, werden wir zu Treppenterriern.“ Es stelle sich die Frage, ob die Vertreter nicht zu Scheinselbstständigen würden. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute verurteilte den Allianz-Vorstoß. „Hier wird der gläserne Vertreter geschaffen“, so der Vorsitzende Michael Heinz. Die Allianz verschaffe sich so die volle Kontrolle über Terminbücher und Gesprächszahlen.

Der Gedanke – der Vermittler soll von den Sorgen seiner Kunden nach Möglichkeit nichts mehr erfahren, drängt sich nach dem Lesen des Artikels auf.   Wie verpflichtet sich dann die anonymem GmbHs gegenüber den Kunden der von ihnen betreuten Vertreter fühlen dürfen, wird sich zeigen.

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