Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert rät dringend von dem neuen Kfz-Versicherungsangebot der Sparkasse ab

Mal wieder eine Versicherer-Posse, zu der einem aufgeklärten Autofahrer nichts mehr einfällt. Seitens der Düsseldorfer Sparkassen Direkt-Versicherung nahm man im Öffentlich-Rechtlichen mit Unverständnis zur Kenntnis, dass im Ergebnis einer Straßenbefragung keiner ihre (Spionage)Blackbox haben will.

Wenn man dann noch liest, dass der Spion im Fahrzeug zudem aus eigener Tasche mit jährlich 71,40 Euro finanziert werden soll, ist man vollends sprachlos.

Quelle:  Virtuelles Datenschutzbüro vom 03.01.2014

Datenschützer warnt: Finger weg von Versicherungstarif mit Protokollierung des Fahrverhaltens

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Die Blackbox verfügt laut Heise online über Beschleunigungssensoren, GPS-Antenne, GSM-Modul, Mikrofon, Lautsprecher sowie eine separate Stromversorgung. Bei Bewegung des Fahrzeugs sendet sie alle 20 Sekunden Daten an die Londoner Zentrale des Anbieters Telefónica, bei abgeschalteter Zündung jede Stunde. Aus den Fahrdaten ermittelt das Unternehmen einmal im Monat einen Score-Wert, der Auskunft über die Fahrsicherheit geben soll. Wer mit seinem Punktewert in einem bestimmten Bereich liegt, erhält Rabatt – den der Versicherungsteilnehmer dann mit der Jahresmiete für die Blackbox inklusive der freiwilligen Vorratsdatenspeicherung verrechnen kann.

— A. Vollmer (ULD SH)

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