Versicherer greifen in die Trickkiste

Das internationale Bilanzgremium IASB (International Accounting Standards Board  ist ein international besetztes unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die International Financial Reporting Standards (IFRS) entwickelt und bei Bedarf überarbeitet. (Quelle: wikipedia.org )),   will den Versicherungsgesellschaften wohl weiterhin erlauben, einen Teil ihrer Aktien aus ihrer Ergebnisrechnung auszulagern.  FTD führt aus, dass das Gremium dem heftigen Druck der Versicherungswirtschaft und mehrerer europäischer Regierungen, insbesondere Frankreich und Deutschland,  nicht mehr stand hält.  

Das große Versteckspiel – und was Sie dagegen tun sollten

Eine Schlagzeile vom 22. Oktober macht besonders stutzig: „Versicherer dürfen Risiken verstecken“ in der Financial Times Deutschland (FTD). Auf den Punkt gebracht, bedeutet das: Falls der Branche erlaubt wird, ihre Fehlspekulationen mit Aktien zum Teil ergebnisneutral auszugliedern, wissen ihre Kunden und andere Externe nicht mehr, wie viele Leichen sich in den Kellern der Assekuranz befinden. Die heiße Nachricht beruht auf den Recherchen von Herbert Fromme, dem in der Regel bestens informierten Versicherungsspezialisten der FTD. Wer beispielsweise eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen hat, wüsste in Zukunft noch weniger als bisher, wie viel das darin investierte Geld wirklich wert ist.

Quelle: goldseiten.de  

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 Financial Times Deutschland   „Gut für die Börsen“ (22.10.2009)

Versicherer dürfen Risiken verstecken

Zwar dürfen Versicherer Wertschwankungen bei großen Teilen der Aktien in ihren Ergebnissen auch heute bereits ignorieren. Jedoch galt als wahrscheinlich, dass das IASB dieses Privileg kippt. Den ursprünglichen Vorschlägen des Gremiums zufolge hätten Konzerne Wertschwankungen bei Aktien künftig sofort zeigen müssen – oder die Dividende nicht als Gewinn buchen dürfen.

Hat ein Versicherer für 100 Mio. Euro Aktien erworben und verlieren sie 20 Prozent an Wert, schlägt das mit einem Verlust von 20 Mio. Euro im Quartalsergebnis zu Buche. Legen sie dann auf 120 Mio. Euro zu, kommt es zu einem Gewinn von 40 Mio. Euro.

Mit diesem Plan wollte das IASB die Transparenz erhöhen. Die Folge wäre gewesen, dass Versicherer kaum noch Aktien gehalten hätten. Mit dem Rückzug beugt sich das Gremium dem heftigen Druck der Versicherungswirtschaft und mehrerer europäischer Regierungen. Vor allem Frankreich und Deutschland hatten opponiert. Bei deutschen Versicherungsvorständen war von den „Bilanz-Ayatollahs“ des IASB die Rede.

Quelle:  ftd.de/ unternehmen/versicherungen

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