Amtsgericht Nürnberg verurteilt HUK-Coburg zur Zahlung restlichen SV-Honorares.

Das Amtsgericht Nürnberg hat mit Urteil vom 01.10.2008 (37 C 6290/08) die HUK-Coburg Haftpflicht-Unterstützungskasse verurteilt, an den Geschädigten 212,46 € nebst Zinsen sowie außergerichtliche Anwaltsgebühren in Höhe von 43,32 € nebst Zinsen zu zahlen.

Aus den Gründen:

Der Klägerin steht gegen die Beklagte aus §§ 7 Abs. 1 StVG, 115 VVG ein Anspruch auf restlichen Schadensersatz zu. Unstreitig zwischen den Parteien ist, dass am 23.11.2007 der klägerische Pkw von einem bei der Beklagten haftpflichtversicherten Pkw beschädigt wurde. Die 100%-ige Haftung der Beklagten aus diesem Unfall ist zwischen den Parteien nicht streitig. Die Klägerin hat den ihr entstandenen Schaden fiktiv abgerechnet, was grundsätzlich zulässig ist. Auch die in dem Gutachten des Sachverständigen C. vom 08.12.2007 aufgeführten Reinigungskosten sind bei fiktiver Schadensabrechnung zu erstatten. Zur Begründung wird, um Wiederholungen zu vermeiden, auf die Gründe des Endurteils des LG Nürnberg -Fürth vom 29.09.2004 -8 S 4607/04- Bezug genommen.

Auch die Sachverständigenkosten stellen einen nach § 249 Abs. 2 BGB zu erstattenden Schaden dar. Der Klägerin wurde von dem Sachverständigen C. 514,79 € in Rechnung gestellt. Hierbei handelt es sich damit um den gemäß § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB erforderlichen Geldbetrag. Nach Auffassung des Gerichtes ist es dem Geschädigten nicht zuzumuten, wegen der Sachverständigenkosten, die insgesamt nur ca. 500,00 € betragen, in Verhandlungen oder gar ein Rechtsstreit mit dem Sachverständigen zu treten. Sofern die Beklagte der Auffassung ist, dass die Sachverständigenkosten überhöht sind, läge es nahe, sich diesbezügliche Ansprüche der Klägerin gegen den Sachverständigen C. abtreten zu lassen und den Streit über die Höhe der Sachverständigenkosten mit dem Sachverständigen selbst auszutragen. Aus den genannten Anspruchsgrundlagen ergibt sich auch ein Anspruch der Klägerin auf Erstattung ihrer vorgerichtlichen Anwaltskosten.

So das relativ kurze und knappe Urteil des Amtsgerichtes Nürnberg.

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