Kunde der HUK-Coburg verurteilt – nun Hausdurchsuchung beantragt!

Die Leidensgeschichte des verurteilten HUK-Coburg-Kunden geht in die nächste Runde …

Die HUK-Coburg-Versicherung beriet ihren Versicherungskunden ehemals dahingehend, dass dieser als Schädiger in einem Haftpflichtschaden die Zahlung des Sachverständigenhonorars (trotz Mahnbescheid) verweigern solle. Der Kunde befolgte den Rat seines Versicherers. Daraufhin verklagte der Sachverständige den Schädiger, wodurch dieser rechtskräftig zur Zahlung des Sachverständigenhonorars verurteilt wurde (siehe Beitrag "Kunde der HUK-Coburg verurteilt" vom 30.03.2006). Nun lässt die HUK-Coburg-Versicherung ihren falsch beratenen Kunden wohl im Regen stehen …

Da die hinter dem Schädiger stehende HUK-Coburg-Versicherung für ihren nachweislich falsch beratenen Kunden nun wohl immer noch keine Kostendeckung übernahm, wurde das Sachverständigenhonorar ebenso von dem verurteilten HUK-Coburg-Kunden noch nicht ausgeglichen. Nach weiteren erfolglosen Zahlungsaufforderungen geht die Leidensgeschichte dieses HUK-Coburg-Kunden nun in die nächste Runde.

Der Sachverständige hat nun folgendes in die Wege geleitet:

1. Auftrag zur Zwangsvollstreckung und Kontenpfändung beim verurteilten HUK-Coburg-Kunden,

2. Antrag auf Hausdurchsuchung beim verurteilten HUK-Coburg-Kunden.

Die Folgen dieses Procedere hatte der Autor bereits in dem leidenschaftlich diskutierten Beitrag "Kunde der HUK-Coburg verurteilt" vom 30.03.2006 unter Punkt 1-5 dargestellt. Damals informierte der Autor wie folgt:

AG Gießen vom 01.03.2006, 43 C 158/06  In einem Kfz-Haftpflichtschadensfall verweigerte die hinter dem Schadenverursacher stehende Kfz-Haftpflicht-Versicherung (HUK-Coburg) die Zahlung der angefallenen Sachverständigenkosten. Der Sachverständige verklagte daher die Schädigerpartei, also 1. den Schadenverursacher sowie 2. dessen Versicherung, aus abgetretenem Recht. Die hinter dem Schadenstifter stehende Versicherung (HUK-Coburg) beruhigte Ihren Versicherungsnehmer und sagte ihm eine vollständige Kostenübernahme zu. Natürlich war auch für das Amtsgericht Gießen eindeutig, dass die Schädigerpartei die Sachverständigenkosten zu tragen hat. Jedoch durch eine kleine vorprozessuale Nachlässigkeit bei der Benennung der neben dem Schadenverursacher beklagten Versicherung, konnte das Gericht nun nur den Schadenstifter verurteilen. Die hinter dem Schadenverursacher stehende HUK-Coburg-Versicherung blieb jedoch unverurteilt. Somit ist nun allein der Kunde der HUK-Coburg verurteilter Schuldner. Welche Folgen hat eine solche Verurteilung für den HUK-Coburg-Kunden, wenn dieser die Sachverständigenkosten nun nicht umgehend zahlt:

  1. Eintragung in die Schuldnerkartei,
  2. Schuldnereintrag bei Schufa,
  3. Schuldnermeldungen bei Creditreform und anderen Wirtschaftauskünften,
  4. Verlust der Kreditwürdigkeit,
  5. keine Bestellmöglichkeiten mehr im Versandhandel oder im Internet, u.s.w.!

Demnach kann sich glücklich schätzen, wer nicht die HUK-Coburg als Versicherer hinter sich stehen hat.

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19 Kommentare zu Kunde der HUK-Coburg verurteilt – nun Hausdurchsuchung beantragt!

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