Bei der Deutschen Bahn reisen Flüchtlinge gratis – Deutsche Schwarzfahrer kommen dagegen in den Knast?

Quelle: MMnews vom 15.10.2015

Interne Dienstanweisungen der Deutschen Bahn: „Flüchtlinge werden grundsätzlich befördert auch ohne Fahrschein“.

Freie Fahrt für Flüchtlinge per Bahn und Bus. Dienstanweisungen der Deutschen Bahn AG an Kontrolleure und Fahrer: „Flüchtlinge werden grundsätzlich befördert auch ohne Fahrschein. Der Fahrer entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen wer Flüchtling ist – im Zweifel mitnehmen.“

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Der Beitrag entspricht zwar nicht den Zielsetzungen dieses Blogs. Trotzdem wollen wir ihn den Lesern nicht vorenthalten. Sofern es sich bei diesem Beitrag (bzw. der Dienstanweisung der DB) nicht um einen Fake handelt, ist die Sache ungeheuerlich. Der deutsche Schwarzfahrer kann sich nun möglicherweise auf das Grundgesetz berufen (Gleichheitsgrundsatz!)?

Sieh auch: Thüringer Allgemeine vom 03.11.2015

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17 Antworten zu Bei der Deutschen Bahn reisen Flüchtlinge gratis – Deutsche Schwarzfahrer kommen dagegen in den Knast?

  1. RA Fuschi sagt:

    Es entspricht sicher auch nicht der Zielsetzung dieses Blogs, den ich sonst sehr schätze, auf Portale zu verlinken, die bekannt für tendenziöse, rechts(extreme) Berichterstattung sind. Die SZ hatte darüber schon vor nem Monat berichtet, aber halt ohne den rassistischen, fremdenfeindlichen Unterton: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-fluechtlinge-sollen-kostenlos-zug-fahren-duerfen-1.2644440

  2. RA Schepers sagt:

    Traurig, traurig, daß Captain-Huk jetzt auch auf den Flüchtlingszug aufspringt.

    Was soll das?

  3. Stefan sagt:

    Ja, das muss auch für deutsche Bahnfahrer ohne Fahrschein gelten, wenn sie sich in einer ähnlichen Notlage befinden wie die Flüchtlinge. Daraus ergibt sich zugleich, dass daran natürlich nichts Ungeheuerliches ist, sondern im Gegenteil gar keine andere Handhabung denkbar ist.

  4. Benno sagt:

    Obdachlose und Bedürftige sollten die Gunst der Stunde nutzen und nun endlich auch ihr Recht einfordern.

    Keine weiteren Repräsalien gegen die Ärmsten der Armen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne Fahrschein!

    Freie Fahrt für alle sozial schwache Mitbürger!

    Denn Mobilität ist Teil einer freien Gesellschaft. Auch die Erweiterung des Horizonts hilft ofmals aus der Krise.

    @RA Fuschi

    Ob die Verlinkung rechts, links oder sonstwo ist, ist mir persönlich lang wie breit. Bei der SZ suche ich vergeblich die brisante Dienstanweisung der Bahn.

    Siehe auch:

    Spiegel Online – Notorische Schwarzfahrerin „Oma Gertrud“ ist tot

    Focus – 16-jähriger Schwarzfahrer muss fast drei Jahre in Haft

    Stuttgarter Zeitung – 235 Tage Gefängnis für Schwarzfahrer

    Südwestpresse – Schwarzfahrer aus Senden muss wegen 43 Euro ins Gefängnis

  5. Dipl.-Ing. Harald Rasche sagt:

    Sehr geehrte CH-Redaktion,

    „Warum das Ganze?

    Die Internet-Informationsplattform „Captain HUK“ wurde von praktizierenden Verbraucherschützern, wie freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen (viele davon öffentlich bestellt und vereidigt) und von versierten Verkehrsrechtsanwälten eingerichtet, damit Verkehrsteilnehmer, Unfallopfer (Geschädigte) vorzeitig erkennen können, welcher Raffinesse und Willkür sie oft bestimmten Versicherern ausgesetzt sind.“

    Ich glaube, dass die hier gerade aufgegriffenen anderen Themenkreise nicht zu diesem Portal passen und ihnen deshalb hier auch kein Raum geschenkt werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dipl.-Ing. Harald Rasche

  6. Benno sagt:

    Genau. Wen interessiert schon der ganze soziale Sch… irgendwelcher armer Schlucker oder die wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer beginnenden Völkerwanderung. Ist doch nicht das Problem der Besserverdiener hier im Blog. Scheuklappen auf, Versicherung marsch und ansonsten den Kopf in den Sand. Hauptsache ist doch, dass der Euro immer schön weiter rollt. Fragt sich nur wie lange noch, wenn das rissige Fundament mit zunehmender Dynamik zerbröselt.

  7. Frankfurter RA sagt:

    Ernsthaft? Vielleicht noch ein paar Stories über klauende Flüchtlinge, die ungeschoren davonkommen? Oder Übergriffe auf deutsche Frauen? Alles natürlich aus dem reichen Fundus des Hörensagens?

  8. virus sagt:

    @ Ich glaube, dass die hier gerade aufgegriffenen anderen Themenkreise nicht zu diesem Portal passen und ihnen deshalb hier auch kein Raum geschenkt werden sollte.

    Lieber Herr Rasche,

    der unabhängige Sachverstand lebt doch nicht allein auf der Insel der Unglücksseeligen. Was nützten uns unsere kleinen und großen Erfolge, wenn das deutsche Sozial- und Rechtssystem zuvor gebilligt, da gewollt, untergraben wurde/wird und nunmehr unübersehbar vor dem Kollaps steht? Früher oder später wird auch der Letzte sich der Erkenntnis nicht verschließen können, das Mandats-Zeitalter: „Nach mir die Sintflut.“ ist längst angebrochen. Ich für mein Teil nehme mir daher die Freiheit, mit entsprechenden Beiträgen aufzuzeigen, dass Recht beugende Urteile bzw. verfassungswidrige Gesetzgebungen kein Alleinstellungsmerkmal des Schadensersatzrechts darstellt. Wem das nicht behagt oder wer sich überfordert fühlt, der konzentriert sich auf die hier eingestellten Urteile, und gut ist.

    Und noch ein Wort an einige weitere Kommentatoren hier. Wo sind eure Beiträge, die ihr hier lesen wollt? Bzw., wie wäre es mit einer finanziellen Unterstützung, zum Dank für all die vielen wertvollen, die tägliche Arbeit erleichternden, mithin zeitsparenden und zum Erfolg führenden Informationen?

    In Erwartung dieser, wünsche ich einen schönen Tag.

    Virus

  9. Thomas sagt:

    Ich hoffe, dass bei anderen Themen etwas mehr Sachverstand im Spiel ist als hier, denn in diesem Fall muss ich eine völlig unzureichende Rechtskenntnis attestieren. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Wenn der werte Autor eine Bank überfällt, kann er sich später nicht darauf berufen, dass ein anderer Bankräuber aber nie bestraft wurde und auch ihm daher Straffreiheit zusteht („Gleichheitsgrundsatz“).

    Die Überlegung der Bahn dürfte folgende sein: Bei den Flüchtlingen ist oft nichts zu holen, wenn sie in ein paar Monaten überhaupt noch lokalisierbar sind. Jeder Schwarzfahrerprozess produziert Kosten, denen nur eine sehr geringe Chance auf Gelderhalt gegenüber steht.

    Viel wichtiger aber: Wer in diesen Tagen seine Ungebildetheit ins Internet fließen lässt und dabei gegen Flüchtlinge schimpft, der muss sich gefallen lassen, dass man ihm vorwirft, den Nazis in die Hände zu spielen.

    Oder schlimmeres.

  10. Heuschrecke sagt:

    @Thomas

    „Wenn der werte Autor eine Bank überfällt, kann er sich später nicht darauf berufen, dass ein anderer Bankräuber aber nie bestraft wurde und auch ihm daher Straffreiheit zusteht („Gleichheitsgrundsatz“).“

    Das sehe ich etwas anders. Insbesondere bei geringfügigen Vergehen. Sofern ein anderer „Straftäter“ in exakt der gleichen Sache im Strafverfahren straffrei ausgeht, dann kann man sich durchaus auf solche Fälle berufen. Wird doch von den Strafrechtlern seit Jahrzehnten genau so praktiziert. Nicht nur bei geringfügigen Vergehen. Außerdem sind auch Richter nur Menschen, die vielleicht nicht verstehen, weshalb sie mit zweierlei Maß messen sollen. Bestes Beispiel ist der Fall Hoeneß. Auch zum Thema Steuerhinterziehung wird es Änderungen in der künftigen strafrechtlichen Bewertung geben. Warum also nicht auch beim „Kavaliersdelikt“ Schwarzfahren durch die arme Bevölkerung?

    Die „Überlegung“ der Bahn ist nichts anderes als ein Spiegel der Bankrotterklärung des Systems und ein Schlag ins Gesicht der gesetzestreuen Bürger.

    „Viel wichtiger aber: Wer in diesen Tagen seine Ungebildetheit ins Internet fließen lässt und dabei gegen Flüchtlinge schimpft, der muss sich gefallen lassen, dass man ihm vorwirft, den Nazis in die Hände zu spielen.“

    Jawoll! Jeder der vom Mainstream der derzeitigen Politik abweicht ist ein ungebildeter Nazi. Es lebe die freie Meinungsäußerung.

    Eines ist jedoch interessant. Ein kleiner OT-Beitrag wie der obige lockt sofort die systemtreuen Trolle an wie der Misthaufen die Fliegen.

  11. Thomas sagt:

    „die systemtreuen Trolle“?

    Sie disqualifizieren sich für jede ernsthafte Debatte unter Erwachsenen.

  12. RA Schepers sagt:

    @ Heuschrecke

    Macht einfach einen neuen (eigenen) BLOG auf (kostet nichts), da könnt Ihr dann Eurer freien Meinungsäußerung nach Belieben nachkommen.

    Bei Captain HUk geht es um Versicherung, Schadenregulierung, Sachverständigenhonorar etc., nicht um Deutsche Bahn, Fernbus, GEZ o.ä. …

  13. virus sagt:

    Hallo Herr Schepers,

    so, einen Blog wie Captain-HUK zu unterhalten, kostet nichts? Wo haben Sie denn die Weisheit her. Und helfen Sie mir noch auf die Sprünge. Seit wann, sagten Sie, sind Sie Autor bei CH?

    Virus

  14. Dipl.-Ing. Harald Rasche sagt:

    @virus
    „Was nützten uns unsere kleinen und großen Erfolge, wenn das deutsche Sozial- und Rechtssystem zuvor gebilligt, da gewollt, untergraben wurde/wird und nunmehr unübersehbar vor dem Kollaps steht?

    Früher oder später wird auch der Letzte sich der Erkenntnis nicht verschließen können, das Mandats-Zeitalter: „Nach mir die Sintflut.“ ist längst angebrochen.“

    Genau das ist es , um was es geht und gerade deshalb ist es manchmal verwunderlich , in welcher Intensität hier Themenkreise aufgegriffen werden, die vergessen machen, dass der dürftige Proviant im Reiserucksack nicht ausreichen kann, sich auf eine Wanderung zu begeben, bei der erst auf einer Rast in höherer Region des Talblick sich öffnet und eine Übersicht schafft. Ob man es dann noch schafft, auch das Gipfelkreuz zu erreichen, hängt vom Proviant, der Wetterlage, der Erfahrung und dem Durchhaltewillen ab. Die größte Verführung liegt in der Ablenkung vom Ziel, wie übrigens überall im Leben und ich betrachte es als reine Zeitverschwendung, sich mit hundert anderen gewiß auch wichtigen Themen zu befassen vor dem Hintergrund, dass hier in Teilbereichen berufsständisch wichtige Informationen abrufbar sind und teilweise auch sehr engagiert aufgegriffen werden, ohne konsequent die daraus abzuleitenden Zielvorstellungen anzusprechen und den Weg weiter zu beschreiten. Es scheint einfach mehr Spaß zu machen, einmal dies und einmal das und dann wieder jenes anzusprechen und nach dem Motto zu verfahren:“Wie es Euch gefällt“.- Es wäre schade, wenn eine solche Verflachung hier Platz greifen würde. So und jetzt können die, welche sich angesprochen und dazu berufen fühlen, mich auch zu steinigen versuchen.

    Mit nachdenklichen
    aber herzlichen Grüßen

    Dipl.-Ing. Harald Rasche

  15. RA Schepers sagt:

    @ virus

    Bei wordpress.com kostet es nichts.

    Wo habe ich behauptet, ich sei Autor bei Captain HUK?

    P.S. Jurablogs kostet, zumindest wenn es mehr als 5 Beiträge im Monat sind…

  16. @Rasche….wer auf dem Gipfel steht, dem fällt kein Stein auf den Kopf……!

  17. Eddie sagt:

    @ buschtrommler
    …aber man kann froh sein, dass Elefanten nicht über Gipfelhöhe fliegen können.
    Eddie

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