DEKRA-Gutachter mit Format ?

Der Redaktion liegt ein Schreiben vor, das ein DEKRA-Sachverständiger an das Gericht übermittelt hat, in dem er, infolge seiner umfangreichen Tätigkeit für die HUK, eine mögliche Befangenheit bei Annahme des gerichtlichen Auftrages in den Raum stellt.

Hier der Inhalt des Schreibens:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorbenannter Angelegenheit erhielt ich die Gerichtsakte mit der Bitte, ein Gutachten gem. Beweisbeschluss vom ………. der Akten, zu erstellen.

Aufgrund meiner Volumentätigkeit für die HUK-Coburg Versicherung AG mit über 100 Gutachten pro Jahr ist bei Erstellung des Gutachtens mit einer späteren Ablehnung durch die beteiligten Parteien zu rechnen.

Ich bitte Sie deshalb, mich von dem Gutachterauftrag zu entbinden.

Für Ihr Vertrauen bedanke ich mich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

DEKRA Automobil GmbH
Niederlassung……….

Dipl.-Ing……….

Respekt!

Der Inhalt dieses Schreibens sollte seitens der DEKRA künftig für alle Fälle, bei denen ein Gerichtsauftrag an Sachverständige der DEKRA erteilt wird, als Textbaustein Verwendung finden. Natürlich nur dann, wenn wie in dem o.a. Fall, eine Versicherung in den Prozess involviert ist, die in reger Geschäftsverbindung mit der DEKRA steht.

Als Vorschlag und zur besseren Transparenz hätten wir einen kleinen Änderungswunsch, um die Bedeutung einer möglichen Befangenheit durch wirtschaftliche Abhängigkeit noch besser zu dokumentieren.

Anstatt der Auftragszahl eines einzelnen Gutachters die Angabe der Gesamtzahl aller Gutachten (und Kürzungsprotokolle), die die DEKRA/Jahr z.B. für die HUK erstellt.

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