„Diese Verflechtung von Haftpflichtversicherung und Rechtsschutz unter einem Konzerndach halten Deutschlands Anwälte für rechtlich bedenklich.“

…. so stand es einst im Spiegel-Artikel aus dem Jahre 1972.

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Rechtsanwälte/innen und/oder Kanzleien, die u.a. als Anwalt oder gar Fachanwalt für Verkehrsrecht werben, haben vor einer Mandatsannahme – auch ungefragt – offen zu legen, in wessen Namen sie regelmäßig tätig sind.  Denn der „normale“ Bürger hat einen Anspruch darauf, dass bei Erteilung eines Mandats ausschließlich seine Interessen nach Recht und Gesetz vertreten werden. Gleiches gilt übrigens auf für Sachverständige, welche als frei- und unabhängig arbeitend, sich öffentlich darstellen.

VERSICHERUNGEN

Offene Liaison

Die großen Kfz-Haftpflichtversicherer drängen ins lukrative Rechtsschutzgeschäft — zum Nachteil der Versicherten.

Holger Matzen, Sprecher des Deutschen Anwaltvereins, entrüstete sich: „Wir bleiben dabei, die Verbindung von Haftpflicht- und Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaften ist pfui“

Diese Verflechtung von Haftpflichtversicherung und Rechtsschutz unter einem Konzerndach halten Deutschlands Anwälte für rechtlich bedenklich. Ihr Einwand: Das Doppelgeschäft —

als Rechtsschützer ihrer Klienten möglichst hohe Schadensansprüche zu stellen, als Haftpflichtversicherer möglichst niedrigen Schadenersatz zu leisten —

bringe die Gesellschaften in einen Interessenkonflikt, der wahrscheinlich zu Lasten der Versicherten ausgetragen werde.

Quelle: DER SPIEGEL 5/1972, alles lesen >>>>>>>

Die Klage der RAK  München richtet sich gegen den nunmehr weiterführenden Willen der HUK-Coburg, eine dem Verbraucher unnütze bis Schaden bringende Rechtsschutzversicherung, so wie in der Broschüre

Recht haben und
Recht bekommen
Rechtsschutzversicherung im Wandel

dargestellt, im wahrsten Sinne des Wortes „zu verkaufen“.  Diese bedarf m. E. einer massive Unterstützung aller RA-Kammern und des DAV.

Siehe hierzu:

Die RAK verklagt die HUK

25. Oktober 2011

Die HUK-Coburg-Rechtsschutzversicherung stellt ihren Kunden Vergünstigungen in Aussicht, wenn sie im Streitfall einen von der Gesellschaft empfohlenen Anwalt wählen. Die Münchner Anwaltskammer sieht dadurch die freie Anwaltswahl beschnitten.

Quelle: Kanzlei Hoenig, alles lesen >>>>>>>

Bei Gelegenheit sollten wir uns einmal mit dem „Goslar-Institut (als) Studiengesellschaft für verbrauchergerechtes Versichern (?) e. V.“ auseinandersetzen.

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12 Kommentare zu „Diese Verflechtung von Haftpflichtversicherung und Rechtsschutz unter einem Konzerndach halten Deutschlands Anwälte für rechtlich bedenklich.“

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