…was macht eigentlich die HUK-Coburg oder die DEVK bei Langeweile….

…Richtig – das gleiche wie der HDI.

Man übt auch dort Druck aus auf freie und unabhängige Kfz-Sachverständige mit Hilfe "kleiner schikanöser Spielchen" entgegen der Rechtslage des Urheberrechtsgesetzes und gesteht dann, nach entsprechendem Widerstand, die Urheberrechtsansprüche zu.

Der Kollege Sander hat im Beitrag vom 14.10.2007 eindrucksvoll belegt, wie Versicherer (dort der HDI) auf freie und unabhängige Kfz-Sachverständige massiv Einfluss nehmen wollen, um ihre gesteckten Ziele im Rahmen des rechtswidrigen Schadensmanagements zu erreichen.
Selbst der juristische Laie erkennt darin sofort deutliche Anzeichen eines Erpressungsversuchs.

Nicht nur dass hierdurch ein weiterer Beleg zum Focus-Bericht dargelegt wurde, vielmehr zeigt es, dass man beim Focus offensichtlich nur die Oberfläche angekratzt hat und es sich bei der (guten) Recherche nur um die Spitze des Eisbergs handeln kann.

Nachdem sich das Schadensmanagement als "von langer Hand" geplantes Flächenphänomen darstellt war klar, dass zwei der Spitzenreiter der rechtswidrigen Ideenfabrik (HUK-Coburg und DEVK) natürlich nicht fehlen dürfen.

Der Strategie-Austausch zwischen diesen Versicherungs-Mitbewerbern scheint offensichtlich gut zu funktionieren.

Die Bayerische Versicherungsbank (= Allianz) scheint diesem "Pool" jedoch nicht zugehörig. Sonst wüsste man, dass dort bereits am 05.07.2002 zum Thema "Urheberrecht von Sachverständigengutachten" beim AG Fürth (350 C 304/02) eine deutliche Niederlage eingefahren wurde. Oder man weiß es (wie z.B. auch einige BGH-Urteile zu anderen Themen, die schlichtweg ignoriert werden) und will es aus "taktischen Gründen" wieder einmal nicht wissen.

Aus den Gründen: ….Der Sachverständige weist zu Anfang selbst auf das Urheberrecht hin. Letztlich stellt der Hinweis eine Wiedergabe der bestehenden Gesetzeslage dar (vgl. § 17 UrhG). Das Berufen der Beklagten (Allianz) auf diesen Hinweis zur Begründung der Nichtverwendbarkeit des Gutachtens ist rechtsmißbräuchlich, schikanös und in sich widersprüchlich….

Die beiden folgenden pdf-Downloads zeigen eindeutig, dass man seitens der DEVK und der HUK-Coburg im gleichen Stil wie beim Kollegen Sander versucht, einen weiteren Kollegen, nämlich den Kfz-Sachverständigen Andreas Claußnitzer, erheblich unter Druck zu setzen und damit "gefügig" zu machen.

Schriftverkehr HUK-Coburg

Schriftverkehr DEVK

Der Gipfel der Überheblichkeit zeigt sich jedoch im Schreiben der HUK-Coburg vom 09.03.2007 – Seite 2, indem man den Kfz-Sachverständigen Claußnitzer dazu zwingen will, künftig pauschal auf gesetzliche Ansprüche zu verzichten, insbesondere auf das Urheberrecht seiner Lichtbilder.

Die Botschaft lautet wieder einmal mehr:

Wenn Du (kleiner Sachverständiger) unsere (rechtswidrigen) Konzernwünsche nicht zu 100% respektierst, dann lassen wir dich einfach am langen Arm wirtschaftlich austrocknen.

Es handelt sich hierbei um die gleiche Strategie, die die HUK-Coburg schon seit mehr als 10 Jahren mit unbeugsamen weil neutralen Kfz-Sachverständigen fährt, indem man deren ordnungsgemäße Rechnungen willkürlich nicht oder nur teilweise ausgleicht.
Eine langfristige Zermürbungsstrategie, die für die HUK-Coburg bis heute leider nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat.
Die Kosten der insgesamt sinnlos geführten und verlorenen Prozesse in Millionenhöhe gingen hierbei zu Lasten der Versichertengemeinschaft der Fa. HUK-Coburg.
Letztendlich wurde also nur das gute Geld der HUK-Versicherten "zermürbt".
Nachdem die Fa. HUK-Coburg diese Strategie, wider jeglicher Vernunft, weiterhin unbeirrt verfolgt, ist das Gesamtfinanzvolumen der Prozesskostenwelle zur Zeit nach oben offen.

Diese Kostenentwicklung sowie der gesamte Imageschaden, den die HUK-Coburg in der Öffentlichkeit, nichtzuletzt durch ihr aktives und aggressives Schadensmanagement, in zunehmenden Masse erleidet, wäre z.B. auch ein interessanter Tagesordnungspunkt innerhalb der Hauptversammlung dieses Unternehmens.

Vielleicht liest hier auch der eine oder andere recht(s)schaffen(d)e Staatsanwalt mit, der ggf. Handlungsbedarf sieht und erkennt, dass es sich um eine organisierte Flächenstrategie und nicht nur um Einzelfälle mit "zivilrechtlichem Hintergrund" handelt. Der komplette vollständige Schriftverkehr zu der o.a. "kleinen Nötigung" liegt bei der Redaktion zum Abruf bereit. Weitere Vorgänge werden gesammelt. Wie in vielen anderen Dingen stirbt insbesondere die Hoffnung in den Rechtsstaat immer zuletzt.

Erfreulich bei dem beschriebenen Vorgang war übrigens, dass auch dieser freie und unabhängige Kfz-Sachverständige, wie der Kollege Sander, entsprechendes Rückgrat bewiesen hat und dem "dummen Konzerngetrommel" mit Hilfe seines Rechtsanwaltes sachlich und angemessen begegnet ist.

Es kann nur jedem rechtschaffenen Kfz-Sachverständigen eindringlich angeraten werden, sich nicht auf die rechtswidrigen Praktiken vieler Versicherer einzulassen, auch wenn der Weg hier und da etwas steiniger ist oder als solcher erscheint.

Jeder Sachverständige, der seine Unabhängigkeit dem Willen der Versicherer opfert, sei es aus dem kurzfristigen Blickwinkel der Umsatzentwicklung oder mangels Zivilcourage, wird über kurz oder lang überflüssig, da die
Geschäftsgrundlage sowie einzige Daseinsberechtigung eines jeden Sachverständigen ausschließlich in der Unabhängigkeit und Neutralität seiner Tätigkeit besteht.

Die vermeintlich kurzfristige Überlebensstrategie endet über kurz oder lang in der Sackgasse.
Diese Tatsache betrifft im übrigen auch grössere Sachverständigenbüros.

Die Versicherer haben dies, im Gegensatz zu vielen Sachverständigen, schon lange erkannt und untergraben genau deshalb diese Säule der Geschäftsgrundlage, indem man versucht, viele Sachverständige auf die eine oder andere Art "einzukaufen".
Die "nicht käuflichen" hingegen werden – da Gefahr für das rechtswidrige Schadensmanagement – sofort und mit aller (Konzern-) Macht erbittert bekämpft.

Der Weg des geringsten (Versicherungs-) Widerstandes ist für einen Sachverständigen letztendlich gleichzusetzen mit dem Gang zum eigenen Metzger.

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