Die Württembergische ignoriert das VW-Urteil

Das Urteil des BGH (VI ZR 53/09 vom 23.10.2009) sollte doch mittlerweile hinlänglich bekannt sein.

Der BGH sagt (vereinfacht ausgedrückt):

  • Spezialtarife bei den Verrechnungssätzen muss sich der Geschädigte nicht zurechnen lassen
  • Bei Fahrzeugen, die jünger als drei Jahre alt sind, kommt eine andere als markengebundene Werkstatt nicht in Frage

Soweit so gut.

Heute erhalte ich vom Anwalt des Geschädigten ein Schreiben der Württembergischen zugestellt, die bei einem zum Unfallzeitpunkt gerade einmal 0,75 Jahre (9 Monate) alten Fahrzeug die Verrechnungssätze auf die Sonderkonditionen freier Betriebe kürzt, die teilweise auch noch ca. 30 km weit weg vom Geschädigten liegen. Außerdem werden klassischerweise der ET-Zuschlag und die Verbringungskosten gestrichen.

Geht’s noch dreister? Klageentwurf wird der Württembergischen morgen durch den Anwalt übersandt.

Urteilsliste “Fiktive Abrechnung” zum Download >>>>>

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